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Sport

Vor der Relegation

DFB weist auch zweiten Aue-Einspruch ab

Fehlentscheidungen hin oder her: Erzgebirge Aue muss in die Relegation. Das DFB-Sportgericht hat auch den zweiten Protest zurückgewiesen. Der kreative Kompromissvorschlag des Zweitligisten ist ebenfalls vom Tisch.

Getty Images

Christian Tiffert

Donnerstag, 17.05.2018   16:45 Uhr

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat auch den zweiten Einspruch des Zweitligisten Erzgebirge Aue gegen die Wertung des Spiels am vergangenen Sonntag bei Darmstadt 98 (0:1) abgelehnt. Das teilte das Gremium am Ende einer mündlichen Verhandlung in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main mit.

Mit dem neuerlichen Protest hatte Aue versucht, den Gang in die Relegation zu vermeiden. Schon am Mittwoch war Aues erster Einspruch im Einzelrichterverfahren zurückgewiesen worden, der Klub hatte jedoch erneut Widerspruch eingelegt.

Eine Zweite Liga mit 19 Klubs?

"Wir würden ihnen gerne helfen, können aber nicht. Wenn wir heute anders entschieden hätten, würde der DFB von der Fifa bestraft. Die Richter des Fußballs sind die Schiedsrichter. Wir sind Richter in zweiter Instanz", sagte der Verhandlungsleiter. Gegen diese Entscheidung kann Aue nun Berufung beim Bundesgericht einlegen. Aue-Präsident Helge Leonhardt kündigte aber an, erst nach der Relegation darüber zu entscheiden.

Aue tritt im Hinspiel der Relegation am Freitag (18.15 Uhr, TV: ZDF und Eurosport-Player) beim Drittligisten Karlsruher SC an. Auch der am Mittwoch von Leonhardt geäußerte Vorschlag, die Zweite Liga für ein Jahr aufzustocken, damit Aue und der KSC in der kommenden Saison zweitklassig spielen, ist damit vom Tisch. Eine Aufstockung hätte das Sportgericht aber ohnehin nicht veranlassen können.

Aue hatte den Protest mit "drei eklatanten Fehlentscheidungen durch das Schiedsrichterteam unter der Leitung von Sören Storks" im Spiel in Darmstadt begründet und zumindest den Verdacht einer Spielmanipulation angedeutet. Diesen Vorwurf zog der Verein aber in der Verhandlung am Donnerstag zurück. Der Auer Stadtrat Tobias Andrä hatte bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt gar Strafanzeige gegen Storks gestellt. Bei einem Unentschieden in Darmstadt hätte Aue vorzeitig den Klassenerhalt geschafft.

chh/sid/dpa

insgesamt 9 Beiträge
Khal Drogo 17.05.2018
1. Wie war das eigentlich...
...mit dem Phantom-Tor von Helmer? Das Spiel wurde doch auch wiederholt!
...mit dem Phantom-Tor von Helmer? Das Spiel wurde doch auch wiederholt!
jnek 17.05.2018
2. ????
Wie wär es denn mal mit selber googeln? Ist alles schnell greifbar. einfach "Helmer Phantomtor Fifa" eingeben und nachlesen.
Zitat von Khal Drogo...mit dem Phantom-Tor von Helmer? Das Spiel wurde doch auch wiederholt!
Wie wär es denn mal mit selber googeln? Ist alles schnell greifbar. einfach "Helmer Phantomtor Fifa" eingeben und nachlesen.
Robert_Rostock 17.05.2018
3.
Meiner Meinung nach sollten die Auer jetzt sich einsichtig zeigen und bei den anstehenden Relegationsspielen alles tun, um den offensichtlichen Willen des DFB auch durchzusetzen. Meines Wissens ist das bisher torreichste Spiel [...]
Meiner Meinung nach sollten die Auer jetzt sich einsichtig zeigen und bei den anstehenden Relegationsspielen alles tun, um den offensichtlichen Willen des DFB auch durchzusetzen. Meines Wissens ist das bisher torreichste Spiel der Fußballgeschichte vor allem durch (absichtliche) Eigentore zustande gekommen. Vielleicht können die Auer ja einen neuen Rekord aufstellen.
gnarze 17.05.2018
4.
Danach gab es einen Rüffel von der Fifa, sodass das Phantomtor von Kießling gegen Hoffenheim als Tatsachenentscheidung durchgegangen ist.
Zitat von Khal Drogo...mit dem Phantom-Tor von Helmer? Das Spiel wurde doch auch wiederholt!
Danach gab es einen Rüffel von der Fifa, sodass das Phantomtor von Kießling gegen Hoffenheim als Tatsachenentscheidung durchgegangen ist.
keyjay 17.05.2018
5. Amateurhaft !
Genau diese Bezeichnung trifft für die Vereinsverantwortlichen von Erzgebirge Aue zu. Keine Frage, die Auer erzielten ein reguläres Tor und ihnen wurde mindestens ein Strafstoß verweigert. Dennoch weiß jeder, der etwas in der [...]
Genau diese Bezeichnung trifft für die Vereinsverantwortlichen von Erzgebirge Aue zu. Keine Frage, die Auer erzielten ein reguläres Tor und ihnen wurde mindestens ein Strafstoß verweigert. Dennoch weiß jeder, der etwas in der Birne hat, dass einem Einspruch dieser Art nicht stattgegeben wird. Anstatt jetzt das Thema endgültig abzuhaken und für Ruhe im Umfeld zu sorgen, jammert man immer noch den Fehlentscheidungen vom Sonntag hinterher. Von einem Profiverein erwartet man ein professionelleres Verhalten. Aber egal, mein Bekannter läuft seit dieser Woche mit einem permanenten Lächeln im Gesicht herum. Kein Wunder, er ist glühender KSC-Unterstützer. Herzlich willkommen zurück in der 2. Bundesliga!

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