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Sport

FA Cup

Video-Assistent jetzt auch in England

In der Bundesliga ist es das Reizthema der Saison. Der englische Fußballverband hat bislang auf den Video-Schiedsrichter verzichtet. Das ändert sich in der dritten Runde des FA Cups Anfang Januar.

DPA

Hinweis im Stadion, dass der Video-Assistent im Einsatz ist

Donnerstag, 07.12.2017   17:20 Uhr

Brighton & Hove Albion und Crystal Palace schreiben englische Fußballgeschichte: Ihre Drittrundenpartie im FA Cup Anfang Januar wird das erste Pflichtspiel in England sein, bei dem der Video-Assistant-Referee (VAR) zum Einsatz kommt. Der englische Fußballverband FA hatte den Test bereits im März angekündigt.

Der Einsatz des Video-Assistenten soll auf vier Szenarien beschränkt sein: Die Entscheidung, ob ein Tor regulär erzielt wurde oder nicht, strittige Elfmeterszenen, glatte Rote Karten sowie Fälle von Spielerverwechslungen.

Die Testphase ist auf Pokalspiele beschränkt, die in Premier-League-Stadien stattfinden und live im Fernsehen übertragen werden. Beides trifft auch auf das Merseyside Derby zwischen Liverpool und Everton zu, das auf den 5. Januar terminiert ist. Allerdings hat sich die FA dagegen entschieden, den VAR-Test ausgerechnet bei einer derart prestigeträchtigen Partie zu starten.

Die VAR-Technologie ist seit Beginn dieser Saison in der Bundesliga und in der italienischen Serie A im Einsatz. In England gab es erste Tests bei den Länderspielen gegen Deutschland und Brasilien im November.

"Die FA war immer offen für den Einsatz von Innovationen und hatte großen Anteil an der Entwicklung der Torlinien-Technologie, bevor sie eingeführt wurde", sagte FA-Direktor Andy Ambler. Der Einsatz des Video-Assistenten zeige, "dass der berühmteste und geschichtsträchtigste Pokalwettbewerb der Welt auch modern, fortschrittlich und innovativ ist."

mmm

insgesamt 2 Beiträge
treime 07.12.2017
1. Die kriegen das besser hin!
Vom Start weg denke ich, die Briten bekommen das besser hin. Im Rugby schon lange etabliert und wunderbar offen auch für die Fans. Da wird das Mikro des Hauptschiris offen gehalten, das (zumindest) die TV-Schauer alle [...]
Vom Start weg denke ich, die Briten bekommen das besser hin. Im Rugby schon lange etabliert und wunderbar offen auch für die Fans. Da wird das Mikro des Hauptschiris offen gehalten, das (zumindest) die TV-Schauer alle Entscheidungen mitbekommen. Video Assi und Hauptschiri kooperieren dort einvernehmlich. Ich finde das vorbildlich. Fussball in Deutschland ist auf den Profietagen der Organisationen DFB/DFL immernoch amateurhaft. Das einzige was hier professionell ist, ist die Bereicherung bei Posten und Geldern. In Deutschland hat man es aber generell schwer, da Neues oft sofort kaputtgeredet wird. Ein Pflänzchen hat es hier ganz schwer mit dem wachsen. Und der DFB kippt ja Benzin anstelle Wasser auf die Wurzeln.
Karlsson auf dem Dach 08.12.2017
2. Glaube ich auch
Ja, ich glaube auch, dass die Engländer das besser hinkriegen. Der Zustand des Schiesdrichterwesens befindet sich bereits jetzt auf einem viel höheren Niveau als in Deutschland. Die wenigen englischen Premier-League-Profi-SR [...]
Ja, ich glaube auch, dass die Engländer das besser hinkriegen. Der Zustand des Schiesdrichterwesens befindet sich bereits jetzt auf einem viel höheren Niveau als in Deutschland. Die wenigen englischen Premier-League-Profi-SR sind Woche für Woche im Einsatz und haben so viel mehr Gelegenheit, durch regelmäßige Praxis in einen Rhythmus zu kommen. Alle Zahlen sprechen ohnehin für die Premier League: am wenigsten Fouls pro Spiel (nur knapp 21), am wenigsten Gelbe und Rote Karten, am wenigsten Elfmeter (anders als das "Elfmeter-Eldorado" Bundesliga). Dennoch hohes Fairplay und meist anständiger Umgang unter den Spielern und zwischen Spielern und Schiedsrichtern. Kein Wunder, dass es die attraktivste und beliebteste Liga der Welt ist. Daran ändern auch gelegentliche Einzelfälle nichts, von denen mit Sicherheit der eine oder andere Forist jetzt wieder anfängt zu fabulieren.

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