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Fußballnationalmannschaft

Löw holt drei Neue - und wehrt sich gegen Kritik

Boateng, Hummels und Müller sind weg, drei andere stehen vor ihrem DFB-Debüt: Joachim Löw hat seinen Kader für die ersten Länderspiele des Jahres bekannt gegeben. Auch zur Ausmusterung äußerte sich der Trainer.

REUTERS

Bundestrainer Joachim Löw

Freitag, 15.03.2019   16:25 Uhr

Mit den drei Neulingen Niklas Stark, Lukas Klostermann und Maximilian Eggestein geht Joachim Löw in die ersten Länderspiele des Jahres. Zehn Tage nach der Ausmusterung der Münchner Ex-Weltmeister Mats Hummels, Jérôme Boateng und Thomas Müller nominierte der Bundestrainer Hertha-Verteidiger Stark, den Leipziger Abwehrspieler Klostermann und den Bremer Mittelfeldspieler Eggestein in sein 23-köpfiges Aufgebot.

Zum Länderspielauftakt 2019 trifft die deutsche Nationalmannschaft am kommenden Mittwoch in einem Testspiel in Wolfsburg auf Serbien. Vier Tage später folgt in Amsterdam gegen die Niederlande der schwere Auftakt in der EM-Qualifikation. Weitere Gruppengegner sind Nordirland, Weißrussland und Estland.

Das ist der komplette DFB-Kader:

Zu einer möglichen Rückholaktion von Boateng, Hummels und Müller sagte der Bundestrainer: "Ich plane für die Qualifikation und die Europameisterschaft ohne sie", Löw sprach zudem von "allerallergrößter Wertschätzung und Dankbarkeit" gegenüber den drei Münchnern.

Auch zur Kritik an der Art und Weise der Ausbootung bezog Löw Stellung: "Wir haben sie nicht verbannt, und sie haben nichts verbrochen. Ich finde es befremdend, wenn manche über Respekt und Wertschätzung urteilen, obwohl sie gar nicht beim Gespräch dabei waren. Zeit ist auch kein Indikator für die Qualität eines Gesprächs."

Neuer weiter die Nummer eins

Der Bundestrainer sagte zudem, Manuel Neuer sei weiter Stammkeeper der Nationalmannschaft. Aber auch der 32 Jahre alte Kapitän müsse "bei uns Leistungen bringen. Marc-André ter Stegen, der mittlerweile genauso auf Weltklasseniveau agiert, wird seine Chancen bekommen. Die werde ich ihm einräumen, dann wird man sehen." Ter Stegen bringt seit Monaten Topleistungen beim FC Barcelona.

Der Leipziger Defensivspieler Marcel Halstenberg, der sein Länderspieldebüt schon im November 2017 gegen England (0:0) gab, kehrt nach langer, auch durch Verletzung bedingter Pause ins Aufgebot zurück.

Der angeschlagene Julian Draxler von Paris St. Germain fehlt im Aufgebot. Auf den Kölner Zweitligaspieler Jonas Hector und den Schalker Sebastian Rudy verzichtet Löw. Matthias Ginter von Borussia Mönchengladbach soll trotz einer Muskelblessur am Montag anreisen, wenn Löw seinen Kader in Wolfsburg zwei Tage vor dem Serbien-Spiel versammelt.

jan/sid

insgesamt 53 Beiträge
briancornway 15.03.2019
1. Stark
Es gibt schon wieder eine Menge junger Spieler, die sich zu "unverzichtbaren" Nationalspielern entwickeln können. Den Niklas Stark hätte ich z.B. nicht auf dem Zettel gehabt. Der Untergang ist aufgeschoben.
Es gibt schon wieder eine Menge junger Spieler, die sich zu "unverzichtbaren" Nationalspielern entwickeln können. Den Niklas Stark hätte ich z.B. nicht auf dem Zettel gehabt. Der Untergang ist aufgeschoben.
spon_2937981 15.03.2019
2. Neuer
Ich denke, Neuer sollte schnell zurücktreten. Sonst liest er im Anschluss an die beiden Spiele ebenfalls 5 Minuten nach einem Gespräch mit Löw in der (Online-) Zeitung, dass seine N11-Karriere vorbei ist.
Ich denke, Neuer sollte schnell zurücktreten. Sonst liest er im Anschluss an die beiden Spiele ebenfalls 5 Minuten nach einem Gespräch mit Löw in der (Online-) Zeitung, dass seine N11-Karriere vorbei ist.
herbertan523 15.03.2019
3. Im Rahmen des Machbaren
Offensichtlich kann Löw nicht so, wie es (wahrscheinlich) notwendig wäre. Ansonsten müsste auch Neuer zur Disposition stehen. Aber den erwartbaren Disput mit den Bayern wird er nicht riskieren. Endlich: dass der [...]
Offensichtlich kann Löw nicht so, wie es (wahrscheinlich) notwendig wäre. Ansonsten müsste auch Neuer zur Disposition stehen. Aber den erwartbaren Disput mit den Bayern wird er nicht riskieren. Endlich: dass der Zweitliga-Spieler Jonas Hector nicht mehr dabei ist, ist absolut nachvollziehbar. War schon vor der Zweitliga-Zugehörigkeit des FC nicht auf Nationalmannschaftsniveau. Auf gehobenem Durchschnitt zu kicken gepaart mit nicht-Aufmucken sollte auf Dauer nicht reichen.
Papazaca 15.03.2019
4. Löw hat die Verantwortung und die Pflicht zum Umbruch
Im Gegensatz zu vielen, die meinten, Löw hätte die drei nicht aussondern sollen, finde ich seine Entscheidung richtig. Löw ist zwar nicht mein Fall, hier ist er aber mal eindeutig. Wurde auch Zeit. Letztlich ist die Sache [...]
Im Gegensatz zu vielen, die meinten, Löw hätte die drei nicht aussondern sollen, finde ich seine Entscheidung richtig. Löw ist zwar nicht mein Fall, hier ist er aber mal eindeutig. Wurde auch Zeit. Letztlich ist die Sache klar: Wenn Löw bei seinem Umbau erfolgreich ist, hat er alles richtig gemacht. Wenn seine Entscheidungen falsch sind, trägt er die Verantwortung und die Konsequenzen. Nur: Sich von seinem Ehepartner trennen zu wollen, um einen Neuanfang zu wagen, gleichzeitig sich ihn aber warm zu halten , für den Fall aller Fälle, wäre nicht mein Fall. Ein Trainer, der nicht weiß, was er will, sollte sich einen anderen Job suchen.
gnarze 15.03.2019
5. Leistungsprinzip
Kein Da Costa, kein Max, kein Emre Can...Götze ist auch gut drauf, aber wird nicht berücksichtigt. Letzterer mit konstant guten Leistungen bei einem Spitzenclub... ...Jogis Leistungsprinzip... wenn die Serben Bock haben, [...]
Kein Da Costa, kein Max, kein Emre Can...Götze ist auch gut drauf, aber wird nicht berücksichtigt. Letzterer mit konstant guten Leistungen bei einem Spitzenclub... ...Jogis Leistungsprinzip... wenn die Serben Bock haben, könnte schon das ganz übel enden...

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