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Sport

Handball-EM

Deutschland verliert gegen Dänemark

Rückschlag für die deutschen Handballer: Lange stand die Defensive gegen Dänemark sehr gut - auch Torwart Andreas Wolff überragte. Zu viele Fehler in der Offensive kosteten allerdings einen Erfolg.

Foto: Getty Images
Sonntag, 21.01.2018   19:46 Uhr

Im zweiten Spiel der Zwischenrunde hat Deutschland bei der Handball-EM seine erste Niederlage kassiert. Gegen Dänemark verlor das Team von Bundestrainer Christian Prokop 25:26 (9:8). Damit sinken die Chancen auf einen Einzug ins Halbfinale deutlich. "Wir haben gekämpft, aber einige unglückliche Entscheidungen getroffen. Da waren wir ein bisschen zu naiv", sagte Prokop in der ARD.

Deutschland ist mit vier Punkten zwar immer noch Zweiter hinter Dänemark (sechs Punkte), hat allerdings bereits zwei Spiele mehr absolviert als Mazedonien (drei) und Spanien (zwei). Tschechien (zwei) und Slowenien (ein) liegen mit jeweils einem Spiel Rückstand auf Deutschland auf den Plätzen fünf uns sechs. Nur die ersten beiden Teams qualifizieren sich fürs Halbfinale. In der letzten Partie der Zwischenrunde trifft Deutschland am Mittwoch (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf Spanien.

Für Dänemark war Hans Lindberg mit neun Toren der erfolgreichste Torschütze. Bester Werfer der Deutschen war Julius Kühn mit sechs Treffern. Es dauerte allerdings gut neun Minuten, bis sein Team überhaupt das erste Tor erzielte. Nur etwa 20 Sekunden später fiel aber schon der zweite - und das reichte zum Ausgleich. Auch Dänemark hatte in der Anfangsphase Probleme in der Offensive und so stand es nach knapp zehn Minuten erst 2:2.

Deutschland überzeugte in der Folge weiter vor allem in der Defensive. Andreas Wolff zeigte immer wieder starke Paraden. Dänemark leistete sich aber auch einfache Fehler im Angriff, traf zum Beispiel nach einem deutschen Ballverlust mit einem Wurf aus der eigenen Hälfte das leere Tor nicht (23.). Etwa zwei Minuten später ging Deutschland erstmals in Führung, als Steffen Weinhold den Treffer zum 7:6 erzielte (25.). Auch zur Pause blieb Deutschland mit einem Tor vorn (9:8).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel eng. Der große Unterschied: Jetzt fielen auch mehr Tore. Bereits nach einer guten Viertelstunde hatten die Teams in der zweiten Hälfte insgesamt so viele Treffer erzielt wie in der gesamten ersten - es stand 17:17. Zuvor hatte Deutschland seinen Gegner zu keinem Zeitpunkt in Führung gehen lassen. Und das lag erneut zu großen Teilen an Wolff, der mehrfach spektakulär parierte.

Aber pünktlich zur Schlussphase war Dänemarks Offensive zur Stelle. Gut zehn Minuten vor Schluss lag der Europameister von 2008 und 2012 erstmals wieder vorn (18:17, 49.) und baute die Führung schließlich auf drei Tore aus (23:20, 54.). Torhüter Wolff brachte sein Team mit einem Treffer aus dem eigenen Kreis nochmals auf 23:24 heran, den Sieg ließ sich Dänemark allerdings nicht mehr nehmen.

aev

insgesamt 9 Beiträge
hans.günter 21.01.2018
1.
Es kostet schon viele Nerven als Handballfan derzeit die Nationalmannschaft bei der EM zu begleiten. Gibt es eigentlich einen technisch starken deutschen Spieler, der in der Lage ist, seinen Kreisläufer unfallfrei anzuspielen? [...]
Es kostet schon viele Nerven als Handballfan derzeit die Nationalmannschaft bei der EM zu begleiten. Gibt es eigentlich einen technisch starken deutschen Spieler, der in der Lage ist, seinen Kreisläufer unfallfrei anzuspielen? Schuld daran ist die Nachwuchspolitik des DHB, die ausschließlich schon im Jugendbereich Kraftspieler fördert. Dazu kommt die Ausrichtung der Schiedsrichter. Das schlimmste Foul im Handball ist das Trikot ziehen, das sofort mit Zeitstrafe bestraft wird. Warum? Dem Gegner kann dabei zwar nur wenig passieren, aber selbst der Blindste erkennt das Abstehen des Textils. Eine Abwehr wie die der Slowenen, die eine Mischung aus griechisch-römisch und asiatischen Kampfsportarten spielt, wird dagegen nur kaum bestraft. Aber die Höchststrafe ist und bleibt der Reporter Florian Nass, dessen Fachwissen leider im Feldhandball stehen geblieben ist.
achterhoeker 21.01.2018
2. Noch was
@ Nr.1 Gucken wir uns doch mal an wer im Bundesligaalltag und in den Europapokalspielen an Positionen spielt die jetzt der Gegner der deutschen Nationalspieler sind. Schweden, Dänen, Franzosen, Kroaten, Isländer usw. Zudem ist [...]
@ Nr.1 Gucken wir uns doch mal an wer im Bundesligaalltag und in den Europapokalspielen an Positionen spielt die jetzt der Gegner der deutschen Nationalspieler sind. Schweden, Dänen, Franzosen, Kroaten, Isländer usw. Zudem ist Deutschland ja zu einem unberechtigten Unentschieden gekommen weil das Kampfgericht (mit welchem Interesse?) eine Schiedsrichterentscheidung auf Protest eines Spielers geändert hat. Ein Witz.
ptb29 21.01.2018
3. Schlimm, was da abgeliefert wurde
Weit weg vom 9m Kreis hin- und herspielen, beim Zug zum Kreis ein Fehlpass nach dem anderen, schnelle Gegenstöße in die Hände der Gegner gespielt.
Weit weg vom 9m Kreis hin- und herspielen, beim Zug zum Kreis ein Fehlpass nach dem anderen, schnelle Gegenstöße in die Hände der Gegner gespielt.
winki 21.01.2018
4. So ist nun mal der Sport
Was mich nervt ist nicht das Spiel unserer Mannschaft. Auch Mich nerven mich die Kommentare während dem Spiel, hin und wieder ein Kommentar ist ok aber nicht immerfort nur Reden. Besonders die Schlaumeier vor dem Spiel und nach [...]
Was mich nervt ist nicht das Spiel unserer Mannschaft. Auch Mich nerven mich die Kommentare während dem Spiel, hin und wieder ein Kommentar ist ok aber nicht immerfort nur Reden. Besonders die Schlaumeier vor dem Spiel und nach dem Spiel müssen nicht sein. Auch finde ich nicht gut, das Mikro und Kamera bei Auszeiten zeigt was der Trainer erklärt.
wetzer123 21.01.2018
5. Das Spiel heute
war neben dem Auftaktspiel das erste brauchbare. Aber Dänemark war stärker, hätten die nicht 2 mal am leeren Tor vorbei geworfen wäre das schon früher klar gewesen. Bitter dass man das Spiel in Überzahl endgültig aus der [...]
war neben dem Auftaktspiel das erste brauchbare. Aber Dänemark war stärker, hätten die nicht 2 mal am leeren Tor vorbei geworfen wäre das schon früher klar gewesen. Bitter dass man das Spiel in Überzahl endgültig aus der Hand gegeben hat. Und wer danach die Spanier gegen Mazedonien gesehen hat der glaubt an ein Halbfinale mit Spanien und Dänemark. Gut ist dass der Trainer doch noch Dahmke und Lemke nachnominiert hat, aber warum nicht gleich.

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