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Nach schwerer Verletzung

Barcelona-Trainer sieht Mitschuld bei Dembélé

Eigene Unerfahrenheit habe mit zu der schweren Verletzung von Ousmane Dembélé geführt. Das sagt zumindest sein Trainer beim FC Barcelona. Für den BVB könnte das Hinrunden-Aus des Spielers Folgen haben.

Foto: REUTERS
Dienstag, 19.09.2017   10:22 Uhr

Chefcoach Ernesto Valverde vom FC Barcelona hat seinem Neuzugang Ousmane Dembélé eine gewisse Mitschuld an dessen gravierender Verletzung gegeben. Valverde erklärte auf der Homepage des Vereins, dass Dembélé den Sehnenriss im linken Oberschenkel zum Teil seiner Unerfahrenheit zuschreiben muss.

Dembélé hatte sich die Verletzung am vergangenen Samstag in der 29. Minute seines Debüt-Spiels beim FC Barcelona in Getafe (2:1) zugezogen. Nach der Video-Auswertung kam Valverde zu dem Schluss, dass so etwas einem erfahrenen Spieler kaum passiert wäre.

"Er ist ein sehr schneller Spieler. Die Bewegung die er machte, ist eines der schlimmsten Dinge, die Du dem Oberschenkel antun kannst", sagte Valverde. Der 20-jährige Franzose lässt sich am Dienstag in Helsinki operieren und wird Barcelona rund vier Monate fehlen. Anschließend muss der Offensivspieler, der im Rollstuhl zum Flugzeug gebracht werden musste, noch einige Tage in Finnland verbringen, ehe er seine Reha in Spanien fortsetzen kann.

Dennoch zeigt Trainer Valverde Mitgefühl mit dem von Borussia Dortmund zum FC Barcelona gewechselten Jungstar. "Für einen Spieler wie ihn ist es das größte Übel, wenn er verletzt ist und der Mannschaft nicht helfen kann. Er muss jetzt viel Geduld zeigen", sagte Valverde. Für Dembélé hatte Barcelona zu Saisonbeginn 105 Millionen Euro Ablöse direkt an den BVB überwiesen und muss möglicherweise noch Bonuszahlungen von bis zu 42 Millionen an die Westfalen leisten.

Die spanische Sporttageszeitung "Marca" berichtet in diesem Zusammenhang, dass der BVB durch Dembélés Verletzung bereits ein gutes Viertel der Boni abschreiben kann. Dem Blatt zufolge würde Dortmund zehn Millionen Euro am Saisonende kassieren, wenn der Franzose in seiner ersten Spielzeit für Barcelona auf 50 Pflichtspieleinsätze kommt. Diesen Wert kann der Flügelstürmer aufgrund seiner langwierigen Verletzung nun nicht mehr erreichen.

aha/sid

insgesamt 40 Beiträge
merdaccidit 18.09.2017
1.
Dann ist die Sache doch klar! Dembele will mit aller Macht die Ablöse drücken. ;-)
Dann ist die Sache doch klar! Dembele will mit aller Macht die Ablöse drücken. ;-)
susa_pilar 18.09.2017
2. Trainingsboykott
Vielleicht wäre es nicht passiert, wenn er fitter gewesen wäre??? Folge des Trainingsboykotts? Tja, schade für Dembele... ungerecht, wenn BVB durch dieses Verhalten doppelt bestraft würde!
Vielleicht wäre es nicht passiert, wenn er fitter gewesen wäre??? Folge des Trainingsboykotts? Tja, schade für Dembele... ungerecht, wenn BVB durch dieses Verhalten doppelt bestraft würde!
Madagon 18.09.2017
3. Schade
Wünschen wir Barca mal, dass sie sich nicht ihren eigenen Marco Reus bekommen haben. Und Ous natürlich Gute Besserung!
Wünschen wir Barca mal, dass sie sich nicht ihren eigenen Marco Reus bekommen haben. Und Ous natürlich Gute Besserung!
pascal3er2 18.09.2017
4. Tur mir nicht leid
Ein Spieler der seine Kollegen hängen lässt hat seinen Ruf schon jetzt versaut. So ist das wenn man jungen Talenten nicht die nötige Zeit gibt sich zu entwickeln. Aber die Spieler machen den Mist halt mit. Kann passieren das [...]
Ein Spieler der seine Kollegen hängen lässt hat seinen Ruf schon jetzt versaut. So ist das wenn man jungen Talenten nicht die nötige Zeit gibt sich zu entwickeln. Aber die Spieler machen den Mist halt mit. Kann passieren das es der größte Transferflop aller Zeiten wird. Mal sehen. Karriere jetzt schon ziemlich ruiniert.
axelst 18.09.2017
5. grosses Glück für den bvb!
ich verstehe nicht ganz, warum der BVB hier "doppelt bestraft" sein soll?! in Wirklichkeit sind sie den Mann doch gerade noch rechtzeitig für viele Millionen los geworden bevor er sich als Nullnummer entpuppt! Der [...]
ich verstehe nicht ganz, warum der BVB hier "doppelt bestraft" sein soll?! in Wirklichkeit sind sie den Mann doch gerade noch rechtzeitig für viele Millionen los geworden bevor er sich als Nullnummer entpuppt! Der looser ist hier doch wohl Barca! gut gemacht bvb!
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