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Sport

Dembélé zum Streik beim BVB

"Ich wollte nicht zum Training gehen"

Ousmane Dembélé hat wenige Tage nach seinem Wechsel zum FC Barcelona erstmals über seinen Trainingsstreik bei Borussia Dortmund geredet. Reue zeigt der Angreifer nicht.

REUTERS

Ousmane Dembélé

Sonntag, 03.09.2017   15:49 Uhr

Der frühere BVB-Profi Ousmane Dembélé hat zu seinem Trainingsstreik in Dortmund Anfang August Stellung bezogen. Der 20-Jährige bezeichnete sein Verhalten in einem Interview der spanischen Zeitung "Sport" als notwendig für seinen Wechsel zum spanischen Klub FC Barcelona. "Hätte ich nicht alles in meiner Macht stehende getan, um bei Barcelona zu unterschreiben, würde ich es jetzt bereuen", sagte Dembélé.

"Ich wusste, dass ich Geduld haben musste", sagte der Franzose. "Ich habe mich entschieden, nicht zum Training zu gehen. Ich wollte nicht. Ich habe mir eine Ausrede gesucht", sagte der Angreifer. Der BVB einigte sich mit den Katalanen knapp drei Wochen später auf einen Transfer. Barcelona zahlte für Dembélé 105 Millionen Euro. Bis zu 42 Millionen Euro können an Bonuszahlungen hinzukommen.

Er rechne nicht damit, dass man ihn in Barcelona mit dem für die Rekordsumme von 222 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain gewechselten Brasilianer Neymar vergleichen werde, sagte Dembélé. Neymar habe viel Klasse, "ist einer der besten der Welt. Ich bin jung und bin hier, um zu lernen."

Der Angreifer sagte, er sei seit dem achten Lebensjahr Barcelona-Fan. Bei Stade Rennes habe er ein Angebot der Katalanen aber ausgeschlagen: "Ich war damals erst seit sechs Monaten Profi in Rennes." Es sei zu früh gewesen. Er sei wenig später nach Dortmund gegangen, um in der Champions League zu spielen und "eine ganze Saison bei einem guten Team zu spielen, mehr Spielminuten und Erfahrung zu sammeln."

mru/dpa/sid

insgesamt 31 Beiträge
friedrichgadow 03.09.2017
1. Da bin ich mal gespannt
Ob Barca wirklich 140 Mio für einen hingeblättert hat, der nach eigener Aussage noch lernen muss....
Ob Barca wirklich 140 Mio für einen hingeblättert hat, der nach eigener Aussage noch lernen muss....
spon-facebook-10000192849 03.09.2017
2. Solche vertragsbrüchigen Spieler...
...gehören für die Jahre des laufenden Vertrages auf die Tribüne, ohne jede Spielpraxis und schwupps wird niemand mehr sie haben wollen. So, und nicht anders, wäre es richtig gewesen. Apropos lernen: Dummbele hätte damit [...]
...gehören für die Jahre des laufenden Vertrages auf die Tribüne, ohne jede Spielpraxis und schwupps wird niemand mehr sie haben wollen. So, und nicht anders, wäre es richtig gewesen. Apropos lernen: Dummbele hätte damit prima lernen können, dass Verträge etwas gelten... Schade, dass die Kohlegeilheit wichtiger war...
ralle58 03.09.2017
3. Ist doch alles gut...
....er wird in Barcelona schnell auf dem Boden der Tatsachen aufschlagen. Denn da hat er es mit Profis zu tun.
....er wird in Barcelona schnell auf dem Boden der Tatsachen aufschlagen. Denn da hat er es mit Profis zu tun.
Karbonator 03.09.2017
4.
Es wäre aus Vereinssicht völlig verantwortlungslos gewesen, auf das Barcelona-Angebot nicht einzugehen. DIESES Geld würde sonst niemand zahlen - alleine aufgrund der Neymar-Millionen und der daraus entstandenen Not hat [...]
Zitat von spon-facebook-10000192849...gehören für die Jahre des laufenden Vertrages auf die Tribüne, ohne jede Spielpraxis und schwupps wird niemand mehr sie haben wollen. So, und nicht anders, wäre es richtig gewesen. Apropos lernen: Dummbele hätte damit prima lernen können, dass Verträge etwas gelten... Schade, dass die Kohlegeilheit wichtiger war...
Es wäre aus Vereinssicht völlig verantwortlungslos gewesen, auf das Barcelona-Angebot nicht einzugehen. DIESES Geld würde sonst niemand zahlen - alleine aufgrund der Neymar-Millionen und der daraus entstandenen Not hat Barca das Angebot gemacht bzw. hat sich zu einem etwas höheren letzten Angebot hochhandeln lassen. Auf so viel Geld zu verzichten, wäre meines Erachtens kaufmännisch gesehen absolut nicht zu vertreten. Wäre was anderes, wenn es sich um einen langjährigen, arrivierten, unersetzlichen Spieler handeln würde - der aber Dembele meiner Meinung nach nicht war. Folglich: Geld eingetütet, gut gemacht. Das Lächerliche an der Sache ist in meinen Augen, was für ein moralinsaures Theater um die Sache gemacht wurde - auch von Vereinsseite. Ich glaube nicht, daß irgendjemand auch nur eine Sekunde lang geglaubt hat, daß der BVB den Spieler nicht ziehen lassen würde.
brazzo 03.09.2017
5.
Wenn er dann in 3 Jahren für 1,2 Milliarden zu PSG wechselt, war er natürlich seit seinem neunten Lebensjahr PSG-Fan.
Wenn er dann in 3 Jahren für 1,2 Milliarden zu PSG wechselt, war er natürlich seit seinem neunten Lebensjahr PSG-Fan.

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