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Sport

Bundesliga-Relegation

So sind die Wolfsburger zu schlagen

Die Geschichte der Relegationsspiele zeigt, dass sich meist der Erstligist durchsetzt. Mit dem 3:1-Erfolg im Hinspiel bestätigte der VfL Wolfsburg diese Auffälligkeit. Die grafische Analyse zeigt, warum Holstein Kiel dennoch Chancen auf den Aufstieg hat.

REUTERS

Wolfsburgs Josip Brekalo (l.) und Kiels Trainer Markus Anfang

Von und Michel Massing
Freitag, 18.05.2018   10:50 Uhr

Der VfL Wolfsburg machte mit seinem 3:1-Erfolg gegen Holstein Kiel einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt und ist damit auf dem besten Wege, die Relegationshistorie zu bestätigen. Fast immer setzt sich der Bundesligist durch. Doch das Ergebnis ist trügerisch, denn der VfL war nur eine gute Stunde des Spiels überlegen. Die grafische Analyse zeigt, wie Wolfsburg im Rückspiel zu schlagen ist.

Seit der Wiedereinführung der Relegation in der Saison 2008/2009 sind nur zwei von neun Bundesligisten an den Klubs aus der zweiten Liga gescheitert. Mit Holstein Kiel trifft Wolfsburg in den Relegationsduellen allerdings nicht nur auf den Drittplatzierten der zweiten Liga. Kiel ist das Team mit den meisten erzielten Treffern und der besten Tordifferenz. Mit Marvin Ducksch stellt Kiel auch den Torschützenkönig des Unterhauses.

Relegationsspiele zur Bundesliga

Jahr Zweitligist Ergebnis Erstligist Hinspiel Rückspiel
2009 FC Nürnberg 5:0 Energie Cottbus 3:0 2:0
2010 FC Augsburg 0:3 FC Nürnberg 0:1 0:2
2011 VfL Bochum 1:2 Mönchengladbach 0:1 1:1
2012 Fortuna Düsseldorf 4:3 Hertha BSC 2:1 2:2
2013 FC Kaiserslautern 2:5 TSG Hoffenheim 1:3 1:2
2014 Greuther Fürth 1:1 (Auswärtstor) Hamburger SV 0:0 1:1
2015 Karlsruher SC 2:3 Hamburger SV 1:1 1:2 n.V.
2016 FC Nürnberg 1:2 Eintracht Frankfurt 1:1 0:1
2017 Eintracht Braunschweig 0:2 VfL Wolfsburg 0:1 0:1
2018 Holstein Kiel VfL Wolfsburg 1:3 21. Mai

*gefettete Teams haben sich in der Relegation durchgesetzt

Zunächst war von den Offensivqualitäten der Gäste allerdings wenig zu sehen. Der VfL Wolfsburg führte zur Halbzeit mit 2:1, nach 54 Minuten sogar mit 3:1 und hätte durchaus das ein oder andere Tor mehr schießen können. Alles deutete auf einen klaren Sieg des Favoriten hin, doch nach einer guten Stunde wendete sich das Blatt. Die grafische Analyse zeigt, dass Holstein Kiel vor allem aus der Schlussphase der Partie Hoffnung ziehen kann, und was das Team von Markus Anfang im Rückspiel besser machen muss.

insgesamt 2 Beiträge
cmann 18.05.2018
1. Wenn man es richtig betrachtet,
hat eher Kiel seine Eignung für die Bundesliga nachgewiesen, Wolfsburg hat hoffentlich seinen Dusel "aufgebraucht" und verliert in Kiel mit 0 : 2. Dann wäre der "Gerechtigkeit genüge getan"! Wenn es nicht [...]
hat eher Kiel seine Eignung für die Bundesliga nachgewiesen, Wolfsburg hat hoffentlich seinen Dusel "aufgebraucht" und verliert in Kiel mit 0 : 2. Dann wäre der "Gerechtigkeit genüge getan"! Wenn es nicht passiert, dann fliegewn sie eben im nächsten Jahr aus der BL (der HSV lässt Grüßen) Erstligaformat hat der VfL Wolfsburg in der Verfassung nicht mehr.
hamburger.jung 18.05.2018
2.
Frühes 1-0 wäre schön. Seltsamerweise war der entscheidende Grund jetzt schon öfters, dass der Zweitligist seine Chancen im Hinspiel beim Erstligisten nicht genutzt hat.
Frühes 1-0 wäre schön. Seltsamerweise war der entscheidende Grund jetzt schon öfters, dass der Zweitligist seine Chancen im Hinspiel beim Erstligisten nicht genutzt hat.

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