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Sport

Klarer Bayern-Sieg im Supercup

Lewandowski schießt Frankfurt ab

Mit dem Supercup hat der FC Bayern seinen ersten Titel der neuen Saison gewonnen. Gegner Frankfurt war chancenlos, vor allem gegen Robert Lewandowski.

Getty Images
Sonntag, 12.08.2018   22:18 Uhr

Wenn der FC Bayern ein Endspiel gegen Eintracht Frankfurt bestreitet, gewinnt am Ende scheinbar immer Niko Kovac. Im Mai hatte der Trainer noch mit Frankfurt im Pokalfinale triumphiert, jetzt hat er in seinem ersten Pflichtspiel mit den Bayern den Supercup gewonnen. Die Münchner besiegten die Eintracht durch drei Tore von Robert Lewandowski (21. Minute, 26., 54.) und je einen Treffer von Kingsley Coman (63.) und Thiago (85.) 5:0 (2:0). Es war der höchste Sieg in der Geschichte des Supercups.

Vor wenigen Tagen hatte Kovac einem möglichen Wechsel Lewandowskis eine Absage erteilt. Im Supercup zeigte der Angreifer wieder mal, warum er für die Bayern so wichtig ist. Innerhalb von fünf Minuten erzielte er zwei Kopfballtore - erst nach einer starken Flanke von Joshua Kimmich aus dem rechten Halbfeld (21.), dann nach einer Ecke durch Arjen Robben (26.). Seinen dritten Treffer machte Lewandowski mit links, nachdem er an David Abraham vorbei gegangen war (54.).

Beim ersten Gegentor war der neue Eintracht-Keeper Frederik Rönnow noch chancenlos, dann sah er aber gleich bei zwei Treffern unglücklich aus. Bei Robbens Ecke vor dem 2:0 zögerte der Däne beim Herauslaufen, ohne an den Ball zu kommen. Beim 3:0 reagierte er bei Lewandowskis Schuss gut, ließ den Ball dann aber etwas unglücklich durchrutschen.

Auch beim 0:4 war Rönnow am Ball. Der Torwart konnte die flache Hereingabe durch David Alaba von der linken Seite aber nicht entscheidend ablenken, am langen Pfosten, schob der kurz zuvor eingewechselte Coman ein. Der Franzose legte in der Schlussphase dann noch den fünften Treffer auf: Coman setzte sich stark über rechts durch, legte zurück und Thiago traf zum Endstand. Sandro Wagner setzte den Ball wenig später noch aus vier Meter am Tor vorbei (89.)

Mit Jérôme Boateng (Probleme an der Patellasehne), James Rodríguez (leichte Knöchelblessur), Serge Gnabry (im Abschlusstraining gefehlt), Renato Sanches (Probleme im Lendenwirbelbereich) und Corentin Tolisso (erst ab Montag im Training) fehlten den Bayern einige Spieler. Bei Frankfurt wurde Vize-Weltmeister Ante Rebic, der seinen Vertrag gerade erst verlängert hat, erst in der zweiten Hälfte eingewechselt.

Eintracht Frankfurt - FC Bayern München 0:5 (0:2)
0:1 Lewandowski (21.)
0:2 Lewandowski (26.)
0:3 Lewandowski (54.)
0:4 Coman (63.)
0:5 Thiago (85.)
Frankfurt: Rönnow - Abraham, Hasebe, Salcedo - da Costa, Torró, de Guzman, (64. Rebic), Willems - Fabián (64. Blum), Gacinovic - Haller (76. Jovic)
Bayern: Neuer - Kimmich, Süle, Hummels, Alaba - Martínez - Müller (64. Goretzka), Thiago - Robben (58. Robben), Ribéry - Lewandowski (72. Wagner)
Schiedsrichter: Fritz
Gelbe Karten: Abraham / Hummels
Zuschauer: 50.000

aev

insgesamt 11 Beiträge
Greg84 12.08.2018
1.
Am meisten hat mich rückblickend erstaunt, dass das Spiel ohne Platzverweis lief. Hummels hatte unfassbar viel Glück, dass er nicht geflogen ist. Abraham hätte allerdings genauso runter gemusst für seine etlichen Fouls und die [...]
Am meisten hat mich rückblickend erstaunt, dass das Spiel ohne Platzverweis lief. Hummels hatte unfassbar viel Glück, dass er nicht geflogen ist. Abraham hätte allerdings genauso runter gemusst für seine etlichen Fouls und die gelbe Karte war auch grenzwertig. Unabsichtlich war der Schlag sicher nicht. Dazu auch gelernt, dass Ohrfeigen, wenn auch Kleine, scheinbar keine Tätlichkeit sind. Gab es bei dem Spiel keinen Videoschiedsrichter? Der Sieg war am Ende natürlich verdient aber im Pokal hätte ich den noch etwas lieber gesehen.
verruca 12.08.2018
2. Leider deutlich
Schade dass Frankfurt (vor allem in Gestalt von D. Abraham) sich mit teils fiesen Attacken (vor allem gegen R. Lewandowski) gegen die unabwendbare Niederlage stemmte. Das ist vor allem deswegen bitter, weil D.A. sehr starke Szenen [...]
Schade dass Frankfurt (vor allem in Gestalt von D. Abraham) sich mit teils fiesen Attacken (vor allem gegen R. Lewandowski) gegen die unabwendbare Niederlage stemmte. Das ist vor allem deswegen bitter, weil D.A. sehr starke Szenen hatte ... also dann, wenn er mal Fußball spielte. Ach und zur Szene mit M. Hummels: Ja, die Rote kann man da schon geben. Sagte er ja auch anschließend selbst in einem erfrischend offenen Interview. An diesem Abend wäre aber auch eine auf 10 Mann dezimierte bayerische Mannschaft zu stark für die Hessen gewesen. Allein die Schlussviertelstunde zeigte dies überdeutlich und hätte bei entsprechender Konzentration ganz allein für einen deutlichen Sieg der Münchner gereicht.
minga1972 12.08.2018
3. Tretermannschaft Frankfurt.
Nur noch peinlich.... Wozu braucht es einen VAR, wenn klarer Elfer für FCB verweigert wird und mind. 4 rote Karten (Schläge ins Gesicht, Ellbogen- und Body-Checks ohne Ball in der Nähe...) für SGE nicht gegeben werden? [...]
Nur noch peinlich.... Wozu braucht es einen VAR, wenn klarer Elfer für FCB verweigert wird und mind. 4 rote Karten (Schläge ins Gesicht, Ellbogen- und Body-Checks ohne Ball in der Nähe...) für SGE nicht gegeben werden? "Beste" Leistung der SGE war, Alaba ins Krankenhaus zu treten, nachdem man Lewy zum Schutz seiner Gesundheit runtergenommen hatte. Shame on you, Frankfurt. Schade, dass es kein 0:7 oder mehr wurde (schliesslich musste Bayern 20 min in Unterzahl spielen)....
solltemanwissen 12.08.2018
4.
Ja, leider ist dem Schiedsrichter das Spiel entglitten. Das lag an der zu lockeren Linie. Hummels' Foul war zwingend Rot. Und hätte er bereits bei dem beiderseitigem Bodycheck von Lewandovski und Abraham beiden verdient [...]
Zitat von Greg84Am meisten hat mich rückblickend erstaunt, dass das Spiel ohne Platzverweis lief. Hummels hatte unfassbar viel Glück, dass er nicht geflogen ist. Abraham hätte allerdings genauso runter gemusst für seine etlichen Fouls und die gelbe Karte war auch grenzwertig. Unabsichtlich war der Schlag sicher nicht. Dazu auch gelernt, dass Ohrfeigen, wenn auch Kleine, scheinbar keine Tätlichkeit sind. Gab es bei dem Spiel keinen Videoschiedsrichter? Der Sieg war am Ende natürlich verdient aber im Pokal hätte ich den noch etwas lieber gesehen.
Ja, leider ist dem Schiedsrichter das Spiel entglitten. Das lag an der zu lockeren Linie. Hummels' Foul war zwingend Rot. Und hätte er bereits bei dem beiderseitigem Bodycheck von Lewandovski und Abraham beiden verdient gelb gezeigt, wäre diese permanente gegenseitige Provokationseskalation der beiden, die dann im definitiv rotwürdigen Ellbogencheck gipfelte, wohl beendet gewesen. So wars etwas hässlich.
Pela1961 13.08.2018
5. Die wichtigste Erkenntnis:
Das Theater um den Videoassistenten geht weiter. Hummels hätte sicherlich vom Platz gekonnt, da hätte B. Dankert Herrn Fritz zumindest mal empfehlen sollen, sich das noch einmal anzusehen. Und Abrahams Ellenbogen gegen [...]
Das Theater um den Videoassistenten geht weiter. Hummels hätte sicherlich vom Platz gekonnt, da hätte B. Dankert Herrn Fritz zumindest mal empfehlen sollen, sich das noch einmal anzusehen. Und Abrahams Ellenbogen gegen Lewandowski war ohne Diskussion glatt rot. Auch über die Hand von Fabien im Gesicht von Lewandowski kann man eigentlich nur sagen, dass es rot hätte geben müssen. Das war kein versehentliches Streicheln, das war mit voller Absicht von hinten über die Schulter ins Gesicht gelangt. Aber zumindest haben die Frankfurter ja Alaba vom Platz getreten. Ein guter Test, mehr nicht. Robben und Ribery haben gezeigt, dass sie zwar für Fußballprofis geradezu uralt sind, aber immer noch locker in der Buli mithalten können. Die Münchner sind schon ganz gut drauf, die Frankfurter treten wie eh und je, verteidigen gar nicht mal so schlecht und verlieren trotzdem haushoch und verdient. Schön zu wissen, dass die Bayern offenbar an ihrer Chancenverwertung arbeiten wollen.

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