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Sport

Mutmaßliche Vergewaltigung

Ronaldo fand 950.000 Dollar als Vergleichszahlung zu viel

Cristiano Ronaldo bestreitet, 2009 eine Amerikanerin vergewaltigt zu haben. Doch nach SPIEGEL-Informationen war der Fußballstar in die Verhandlungen mit dem mutmaßlichen Opfer eingeweiht - und versuchte, die Vergleichssumme zu drücken.

DPA

Fußballer Ronaldo

Freitag, 21.04.2017   18:02 Uhr

Cristiano Ronaldo war in die Vergleichsverhandlungen mit einer Amerikanerin eingeweiht, die behauptet hatte, er habe sie vergewaltigt. In seiner aktuellen Ausgabe berichtet der SPIEGEL über den Austausch von SMS-Nachrichten, die die Enthüllungsplattform Football Leaks dem Nachrichtenmagazin neben anderen Dokumenten zur Auswertung zur Verfügung gestellt hat. Danach forderte Ronaldo seinen in den USA verhandelnden Anwalt auf, den Betrag an das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer zu drücken: "Es muss weniger werden", schrieb er. Anfangs hatte die Amerikanerin 950.000 Dollar gefordert. Schließlich zahlte Ronaldo 375.000 Dollar.

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Bei den Vergleichsverhandlungen geht es um einen angeblichen Vergewaltigungsfall aus dem Jahr 2009. Damals hatte Ronaldo in Las Vegas eine Frau kennengelernt. Später behauptete die Frau, von Ronaldo anal vergewaltigt worden zu sein. Ronaldo bestreitet das vehement. Noch am Tag der mutmaßlichen Tat informierte die Frau die Polizei, die sie anschließend ins University Medical Center von Las Vegas fuhr. Dort wurden bei ihr Schwellungen und "eine Risswunde" im Analbereich festgestellt. Dies steht in einem Untersuchungsbericht, der dem SPIEGEL vorliegt.

Das mutmaßliche Opfer sah von einer Klage gegen Ronaldo ab. Dafür kam es später zu Vergleichsverhandlungen zwischen den Anwälten Ronaldos und der Amerikanerin. In einer Stellungnahme zur ersten Enthüllung des SPIEGEL hatte das Management Ronaldos behauptet, der Bericht basiere auf Dokumenten, die "nicht unterschrieben wurden", es handele sich um eine "journalistische Fiktion". Der SPIEGEL beschreibt jetzt nicht nur, wie Ronaldo direkt mit seinen verhandelnden Anwälten in Kontakt stand. Ein "Confidential Side Letter Agreement" zum finalen Settlement zwischen den Parteien, so der SPIEGEL, sei persönlich von Ronaldo unterschrieben worden.

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