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Sport

Pressestimmen zu Federers Wimbledon-Triumph

"Göttlich"

"Er gehört jetzt zu den größten Sportlern der Geschichte": Die internationale Presse feiert Roger Federer nach dessen achtem Wimbledon-Erfolg. Der Überblick.

REUTERS

Roger Federer

Montag, 17.07.2017   17:11 Uhr

SCHWEIZ

Neue Zürcher Zeitung: "Mit dem achten Titel in Wimbledon wird Roger Federer ohne Satzverlust Rekordsieger. Nun ringt man um Superlative und sucht nach historischen Vergleichen."

Tages-Anzeiger: "Mit dem achten Wimbledon-Titel hat Federer die letzten Zweifel ausgeräumt, ob er in einem Atemzug mit den größten Sportlern der Geschichte genannt werden kann - mit Ali und Jordan."

Blick: "King Roger I. war er schon vorher. Eine Steigerung ist hierarchisch betrachtet nicht mehr drin. Doch für Roger Federer müsste man sie spätestens jetzt erfinden. (...) Die Dimension des achten Wimbledon-Titels lässt sich nicht genug würdigen. Diesen Tag sollten wir Schweizer als erstes einfach in Ruhe genießen."

Basler Zeitung: "Nicht, dass es noch irgendeinen Beweis benötigt hätte, dass er der größte Tennisspieler der Geschichte ist. Wie sein Rekordsieg in Wimbledon aber zustande kam, das hievt ihn doch noch einmal auf ein neues, ungekanntes Level. Wer auf Rasen in sieben Spielen keinen Satz abgibt, der hat alles richtig gemacht. In Wimbledon ist dies erst Björn Borg gelungen - vor 41 Jahren."

Luzerner Zeitung: "Die Schweiz hat einen König! Roger Federer ist mit acht Titeln der alleinige Herrscher auf dem heiligen Rasen."

GROSSBRITANNIEN

BBC: "Er [Federer] war von Anfang an der Turnier-Favorit, kam während der sieben Matches kaum in Schwierigkeiten, und Cilic war nicht in der Verfassung, ihn ernsthaft zu prüfen."

The Independent: "Roger Federer ist außergewöhnlich, ein großartiger Botschafter des Sports und der beste Tennis-Spieler der Erde. (...) Er steht weniger als einen Monat vor seinem 36. Geburtstag, aber die vergangenen zwei Wochen hat er über die Tennisplätze getanzt wie ein Teenager in der Disco."

The Guardian: "Mit seinem achten Wimbledon-Titel hat Roger Federer seinen Ruf als größter Spieler dieses Sports zementiert - durch einen einseitigen Sieg über Marin Cilic, dessen Hoffnungen auf eine Überraschung von einer Blase zerstört wurden, die seine Bewegung einschränkte und seine Gedanken plagte. (...) Im Herbst seiner Karriere steht Federer über allen."

The Telegraph: "Roger Federer ist Teil der britischen Sportgeschichte, eine Dauerausstellung, von der man sich wünscht, sie würde nie geschlossen."

Mirror: "Roger Federer ist der Größte aller Zeiten. Man würde nicht dagegen wetten, dass er auch noch einen neunten Wimbledon-Titel gewinnt."

ÖSTERREICH

Kurier: "King Rogers nächste Krönung: Der Senior ganz oben"

Der Standard: "Fünf Jahre nach seinem bisher letzten Wimbledon-Triumph hat Roger Federer seiner märchenhaften Karriere einen neuen Meilenstein hinzugefügt. Erstmals auch vor seinen Zwillingssöhnen Leo und Lenny streckte Federer den Pokal nach seinem achten Wimbledon-Titel in die Höhe."

FRANKREICH

L'Équipe titelt "Göttlich" und schreibt: "Falls Federer nur ein Buch der Rekorde wäre, bliebe die Magie kalt und würde die Mengen nicht begeistern. Die Höhen und Tiefen, die er in den vergangenen Jahren erlebt hat, treten ehrfürchtig zurück vor den "Oh!" und "Ah!", die Eleganz und Brillanz seiner Schläge auf allen Plätzen (...) erzeugen."

Le Parisien: "Man hat schon alle Superlative verbraucht, um das Genie Federers zu beschreiben, des größten Spielers aller Zeiten, und man muss weitere finden, um seinen 19. Grand-Slam-Titel und seinen achten im Rasentempel zu erzählen. Um von der unglaublichen Auferstehung des Königs Roger zu berichten, mit 35 Jahren und nach fünf Jahren Grand-Slam-Mangel. Verrückt!"

SPANIEN:

El Mundo: "Federers Aura verschlingt Cilic. (...) Roger Federer hat seinen achten Wimbledon-Titel geholt und musste dabei nicht einmal alle Register ziehen."

Marca: "Die Legende lebt weiter. (...) Die Gründe, warum Roger Federer der größte Tennisspieler der Geschichte ist, gehen weit über die Spielergebnisse hinaus."

La Vanguardia: "Muhammad Ali wurde seinerzeit zum besten Sportler des 20. Jahrhunderts gewählt. (...) 17 Jahre scheinen mehr als ausreichend zu sein, um mit Bestimmtheit zu sagen, dass Roger Federer einer der wichtigsten Kandidaten auf den Titel des Besten des 21. Jahrhunderts sein wird."

ITALIEN:

La Stampa: "Federers Rekord in Wimbledon öffnet ihm die Tür zur Legende. Er ist der perfekte Champion."

La Repubblica: "Federer, Kaiser von Wimbledon: Die Geschichte von einer zeitlosen Schönheit wird in Wimbledon zur Legende."

Corriere della Sera: "Federer schreibt Geschichte. Zum achten Mal König von Wimbledon. Ein noch nie dagewesenes Finale."

Gazzetta dello Sport: "Er wird König Federer VIII. sein."

KROATIEN:

Vecernji list: "Seine [Cilics] Tränen gingen um die Welt"

BOSNIEN

Dnevni avaz: "Der Schweizer Maestro ist wie Wein: Je älter desto besser!"

SLOWAKEI

Dennik N: "Roger Federer hat aus Tennis etwas Wunderschönes gemacht. Er ist ein Künstler!"

Zusammengestellt von der dpa

insgesamt 3 Beiträge
Cyth 17.07.2017
1. Wenn Holzfüße schreiben ...
„Die Höhen und Tiefen (...) treten ehrfürchtig zurück vor den "Oh!" und "Ah!", die Eleganz und Brillanz seiner Schläge (...) erzeugen.” Man sollte die Zitate-Auswahl (und das Übersetzen) nicht dpa [...]
„Die Höhen und Tiefen (...) treten ehrfürchtig zurück vor den "Oh!" und "Ah!", die Eleganz und Brillanz seiner Schläge (...) erzeugen.” Man sollte die Zitate-Auswahl (und das Übersetzen) nicht dpa überlassen. Sonst kommt immer ein Armutszeugnis heraus. Inhaltlich wie formal.
e.pudles 17.07.2017
2. Man sieht diesem Mann an
dass er aus Freude am Tennis spielt. Er ist nicht wie die meisten seiner Gegner unbedingt und verbittert aufs gewinnen aus. Nun er kann sich das ja erlauben, hat er doch alles erreicht was man in diesem Sport erreichen kann. Aber [...]
dass er aus Freude am Tennis spielt. Er ist nicht wie die meisten seiner Gegner unbedingt und verbittert aufs gewinnen aus. Nun er kann sich das ja erlauben, hat er doch alles erreicht was man in diesem Sport erreichen kann. Aber so war er schon immer und das macht ihn so sympathisch. Ehrlich ich hoffe er gewinnt noch die US Open und wer weiss vielleicht nächstes Jahr das neunte mal in Wimbledon. Sollte dies nicht der Fall sein Roger Feder wird es gelassen nehmen und sich am spielen freuen.
ulisses 17.07.2017
3. Drei
Als bekennender Federer-Fan sage ich: vergessen wir nicht Nadal und Djokovic. Beide haben eine positive Matchbilabz gegen den Schweizer. Nadal hat vor einem Monat den zehnten (10!!!) Titel in Paris gewonnen und Djokovic hat etwas [...]
Als bekennender Federer-Fan sage ich: vergessen wir nicht Nadal und Djokovic. Beide haben eine positive Matchbilabz gegen den Schweizer. Nadal hat vor einem Monat den zehnten (10!!!) Titel in Paris gewonnen und Djokovic hat etwas geschafft, was seit Laver keiner schaffte: er gewann alle vier Major (Melbourne, Paris, Wimvledon, New York) hintereinander, wenn auch nicht in einem Kalenderjahr. Dass es nicht nur einen Supermann sondern derer drei sind und dass Federer trotz dieser zwei anderen Supermänner im Tennisgreisenalter von 35 immer noch oder besser gesagt wieder oben mitspielt, ist doch nur ein weiterer Grund seine sportliche Leistung zu bewundern. Und zu diesen drei Seriensiegern gehören in ihre Ära die Superspieler Wawrinka, Murray, Cilic, Del Potro. Es gehörten bis vor wenigen Jahren noch Safin, Roddick und Hewitt dazu. Und außerdem viele viele exzellente Spieler, die wohl in jeder anderen Ära einige Majors gewonnen hätten. Das schreibe ich nur für den wahrscheinlichere Fall, dass hier wieder die unverbesserlichen Nostalgiker auftauchen und die Leistung von Federer und Co. kleinreden wollen, weil er ja nicht gegen McEnroe und Becker gespielt habe.

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