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Sport

Ausraster bei US Open

Geldstrafe und Grand-Slam-Ausschluss auf Bewährung für Fognini

Fabio Fognini bezeichnete eine Schiedsrichterin bei den US Open als "Schlampe". Nun zog der Tennisverband Konsequenzen: Bei weiteren Aussetzern soll der Italiener sogar von Grand-Slam-Turnieren ausgeschlossen werden.

AP

Fabio Fognini

Mittwoch, 11.10.2017   21:12 Uhr

Der italienische Tennisprofi Fabio Fognini ist wegen unsportlichen Verhaltens und sexistischer Aussagen bestraft worden. Das Grand-Slam-Board belegte den 30-Jährigen mit einer Geldstrafe von 96.000 US-Dollar (rund 81.000 Euro) und einer Sperre auf Bewährung für zwei Grand-Slam-Turniere, wovon eines die US Open sein müssen. Sollte sich Fognini bis zum Ende des Jahres 2019 keine weiteren Aussetzer leisten, wird die Geldstrafe halbiert und die drohende Sperre verfällt.

Fognigni hatte im September bei den US Open während seiner Erstrundenniederlage im Einzel die Stuhlschiedsrichterin Louise Engzell unter anderem als "Schlampe" und "hässliches Eichhörnchen" bezeichnet. Bereits damals hatte das Grand-Slam-Board den Weltranglisten-28. in New York mit einer Strafe von 24.000 US-Dollar belegt und vom Turnier suspendiert.

"Herr Fognini akzeptiert die Entscheidung und wird sie nicht anfechten. Für sein Fehlverhalten hat er Reue gezeigt", teilte das Grand-Slam-Board in einem Statement mit.

Fognini, verheiratet mit der ehemaligen US-Open-Siegerin Flavia Pennetta, ist für seine Ausraster bekannt. Auch in Wimbledon hatte er 2014 wegen schlechten Benehmens eine Strafe zahlen müssen.

bam/sid

insgesamt 1 Beitrag
lesenbildetimmernoch 11.10.2017
1.
Na, der macht doch glatt enfant terrible Nick Kyrgios Konkurrenz....Und endlich mal eine Strafe, über die der Spieler nicht nur müde lächeln kann... find ich gut
Na, der macht doch glatt enfant terrible Nick Kyrgios Konkurrenz....Und endlich mal eine Strafe, über die der Spieler nicht nur müde lächeln kann... find ich gut

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Tennis: Die wichtigsten Schläge

Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.

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