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Tennis-WM

Federer nach Sieg über Zerev im Halbfinale

Erfolg im Generationenduell: Roger Federer hat sich bei den ATP-Finals gegen seinen 16 Jahre jüngeren Kontrahenten Alexander Zverev durchgesetzt. Damit steht der Schweizer bereits als Halbfinalist fest.

REUTERS

Roger Federer

Mittwoch, 15.11.2017   09:43 Uhr

Roger Federer darf weiter von seinem siebten Titel bei den ATP-Finals träumen: Der Schweizer gewann sein zweites Gruppenspiel gegen Alexander Zverev 7:6, 5:7, 6:1. In einer lange umkämpften Partie profitierte der 36-Jährige im entscheidenden Durchgang vor allem von seiner Erfahrung.

Im insgesamt fünften Duell mit dem Deutschen war es der dritte Sieg für Federer. Zverev, der sich als erster deutscher Profi seit Rainer Schüttler 2003 für die inoffizielle Tennis-WM qualifizieren konnte, muss damit weiter um den Einzug in die Runde der besten Vier bangen.

Die Partie begann fehlerhaft: Gleich im ersten Aufschlagspiel von Federer vergab Zverev drei Breakbälle. Anschließend servierten beide Spieler souverän, sodass der Durchgang im Tiebreak entschieden werden musste. Dort unterlag Zverev trotz einer 4:0-Führung und eines Satzballs beim Stand von 6:5.

Federer gelang es zunächst, den Schwung mit in den zweiten Satz zu nehmen. Im ersten Aufschlagspiel nahm der 36-Jährige seinem Kontrahenten den Aufschlag ab. Doch in der Folge schlichen sich zunehmend Fehler ins Spiel des Weltranglistenzweiten ein, vor allem auf der Rückhandseite schwächelte er. Zverev nutzte dies aus und verwandelte beim Stand von 6:5 seinen dritten Satzball.

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Alexander Zverev

Im entscheidenden Satz konnte Federer vor allem die Quote bei seinem ersten Aufschlag stabilisieren. Die Entscheidung fiel, als Zverev seinen Aufschlag beim Stand von 1:3 abgab. Nach 2:12 Stunden verwandelte Federer seinen ersten Matchball. Insgesamt scheiterte Zverev aber vor allem an sich selbst: Dem Dritten der Weltrangliste unterliefen insgesamt 55 vermeidbare Fehler und damit 17 mehr als Federer.

Zverev steht im abschließenden Gruppenspiel nun ein Endspiel um den Halbfinal-Einzug bevor. Der 20-Jährige, der in diesem Jahr fünf Turniere gewinnen konnte, bekommt es am Donnerstag mit Jack Sock zu tun. Der US-Amerikaner hatte seine Partie gegen Marin Cilic aus Kroatien 5:7, 6:2, 7:6 gewonnen. Im direkten Vergleich der beiden steht es 1:1.

bam

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Tennis: Die wichtigsten Schläge

Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.

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