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31.12.2011
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Ex-NBA-Profi Abdur-Rahim

Niederlagen und Hingabe

Von
Getty Images

Ex-NBA-Profi Abdur-Rahim:

Irgendwie war Shareef Abdur-Rahim immer am falschen Ort. Obwohl er alles dafür tat und sein großes Talent ausschöpfte, reichte es in der NBA nie zu Erfolgen. Das Basketball-Magazin "FIVE" erinnert daran, dass sich der Power Forward aber nicht nur dem Sport hingab.

Hingabe ist im Sport immer förderlich. Als Kind und Jugendlicher Tausende von Stunden in der Halle verbringen, immer und immer wieder dieselben Drills laufen, bis sie perfekt sitzen - ohne Hingabe geht es nicht. Auch Shareef Abdur-Rahim weiß, was das heißt.

Der 2,06 Meter große Power Forward kommt 1996 als dritter Pick zu den Vancouver Grizzlies, wo er direkt zum besten Spieler der noch jungen Franchise avanciert. 18,7 Punkte, 6,9 Rebounds und 1,0 Blocks liefert er in seinem ersten NBA-Jahr, wird zweimal zum Rookie des Monats gekürt und folgerichtig ins All-Rookie-Team gewählt.

All dies schafft der gläubige Moslem, obwohl er sich auch seiner Religion voll hingibt. Fünfmal am Tag betet er gen Mekka. Im Fastenmonat Ramadan gibt es für Abdur-Rahim als Leistungssportler keine Ausflüchte, keine Sonderregeln. Noch vor Sonnenaufgang steht er auf, um zu essen und zu trinken, auch wenn er keinen Hunger oder Durst verspürt. Selbst wenn er vom Trainer über das Parkett gejagt wird oder in einem Spiel über 30 Minuten auf dem Feld arbeiten muss - Abdur-Rahim trinkt keinen Schluck.

Vielseitigkeit war sein Trumpf

In Vancouver wird der Power Forward zum ersten Franchise-Player des Teams. Zusammen mit Mike Bibby, Michael Dickerson und Othella Harrington scheinen die Grizzlies über einen talentierten, jungen Kern zu verfügen. In der Saison 1999/2000 kommt Abdur-Rahim im Schnitt auf 20,3 Punkte, 10,1 Rebounds, 3,3 Assists und 1,1 Blocks.

Auffällig ist vor allem seine Vielseitigkeit im Abschluss. Kaum eine Verteidigung findet ein Mittel, Abdur-Rahim zu stoppen. Spinmoves, Dunks, Haken- oder Sprungwürfe: "The Future", so sein Spitzname, hat alles im Repertoire. Dies bleibt auch dem US-Verband nicht verborgen. Der Forward wird für das Olympia-Team 2000 nominiert. Die Goldmedaille von Sydney ist der Höhepunkt seiner Karriere - mit Abstand.

Denn in der NBA erreicht der All-Star von 2002 in zwölf Saisons nur einmal die Playoffs: 2005/2006 als Sacramento King. Zu dieser Zeit ist sein Punkteschnitt allerdings auf 12,3 Punkte pro Spiel gefallen. Im Alter von 29 Jahren ist er ein Schatten seiner selbst, genau wie die Kings hat er die besten Zeiten hinter sich. In sechs Spielen scheitern Sacramento in der ersten Runde an den San Antonio Spurs.

So sehr er sich auch hingab, Abdur-Rahim war immer zur falschen Zeit am falschen Ort. Erst bei der neuen Franchise in Vancouver (1996 bis 2001), dann bei den sich im Wiederaufbau befindenden Atlanta Hawks (2001 bis 2004), schließlich zum Ende der "Jailblazers"-Ära in Portland (2004 bis 2005) und bei den Kings (2005 bis 2008). Gut, dass Abdur-Rahim immer seinen Glauben hatte.

Forum

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insgesamt 2 Beiträge
1. nee
dadanchali 31.12.2011
"Gut dass er immer seinen Glauben hatte" lautet der letzte Satz. Was ist daran gut? Die Leistung die er seinem Körper auch in Zeiten dieser Enthaltsamkeit abverlangt ist beeindruckend. Dies für eine [...]
Zitat von sysopIrgendwie war Shareef Abdur-Rahim immer am falschen Ort. Obwohl er alles dafür tat und sein*großes Talent ausschöpfte, reichte es in der NBA nie zu Erfolgen. Das Basketball-Magazin "FIVE" erinnert daran, dass sich der Power Forward aber nicht nur dem Sport hingab. Ex-NBA-Profi Abdur-Rahim: Niederlagen und Hingabe - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport (http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,803221,00.html)
"Gut dass er immer seinen Glauben hatte" lautet der letzte Satz. Was ist daran gut? Die Leistung die er seinem Körper auch in Zeiten dieser Enthaltsamkeit abverlangt ist beeindruckend. Dies für eine lächerliche Religion, also für Aberglauben zu tun ist einfach nur dumm
2. ..
mjj23 31.12.2011
Das einzig lächerliche ist deine Intoleranz !
Zitat von dadanchali"Gut dass er immer seinen Glauben hatte" lautet der letzte Satz. Was ist daran gut? Die Leistung die er seinem Körper auch in Zeiten dieser Enthaltsamkeit abverlangt ist beeindruckend. Dies für eine lächerliche Religion, also für Aberglauben zu tun ist einfach nur dumm
Das einzig lächerliche ist deine Intoleranz !

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