07.02.2012
Nach Doping-Sperre
Radprofi Contador will weitermachen
Radprofi-Contador: "Ich werde zu 100 Prozent weitermachen"
Hamburg - Alberto Contador beharrt auf seiner Unschuld: Auf einer Pressekonferenz in seinem spanischen Heimatort Pinto nahm der Radprofi erstmals nach seiner Verurteilung durch den Internationale Sportgerichtshof Cas Stellung. "Ich habe nichts getan, das Urteil ist eine große Enttäuschung für mich", sagte Contador.
Der 29-Jährige will seine Karriere nach Ablauf seiner zweijährigen Doping-Sperre aber fortsetzen. "Ich werde zu 100 Prozent weitermachen", so der Spanier. Zudem erwägt Contador, seine Dopingsperre anfechten zu lassen. "Wir werden bis zum Ende weiterkämpfen", so der Spanier. "Meine Anwälte prüfen, welche Möglichkeiten es gibt."
Der Cas hatte Contador am Montag wegen einer positiven Dopingprobe bei der Tour de France 2010 mit der zweijährigen Sperre belegt. Contador verliert damit sowohl seinen Tour-Titel von 2010 als auch den Sieg beim Giro d'Italia 2011.
Derweil drohen dem dänischen Radteam Saxo Bank nach der Veurteilung ihres Kapitäns ebenfalls empfindliche Konsequenzen. Der Radsport-Weltverband UCI lässt prüfen, ob der Rennstall seinen Status als World-Tour-Team behalten kann. Wird dieser gestrichen, entfällt die automatische Startberechtigung unter anderem für die drei großen Landesrundfahrten Tour de France, Giro d'Italia und Vuelta a España.
Mit der Sperre Contadors und der Streichung seiner Ergebnisse im betreffenden Zeitraum erfüllt Saxo Bank die erforderlichen sportlichen Kriterien zur Lizenzvergabe nicht mehr. Contador hat mit seinen Resultaten rund 68 Prozent der Punkte seines Teams eingefahren, teilte die UCI mit. In den kommenden Tagen will der Verband weitere Informationen dazu herausgeben.
mib/dpa
