18.03.2012
Handball
Schwalb-Comeback misslingt, Kiel erreicht Viertelfinale
HSV-Trainer Schwalb: Pleite im ersten Spiel nach der Rückkehr auf die Bank
Hamburg - Die Füchse Berlin haben Martin Schwalb die Rückkehr auf die Trainerbank des HSV Hamburg verdorben. Der Tabellenzweite der Handball-Bundesliga siegte im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League in einer umkämpften Begegnung 32:30 (15:15) und machte damit den ersten Schritt Richtung Viertelfinale.
"Das war eine unserer besten Saisonleistungen", sagte Füchse-Manager Bob Hanning. Aber auch Schwalb war mit dem Auftritt seines Teams nicht unzufrieden: "Wir haben alles in die Waagschale geworfen, was wir in unserer Situation zu bieten hatten. Schade nur, dass es am Ende nicht für einen Unentschieden gereicht hat." Bester Berliner Werfer vor 8904 Zuschauern war Nationalspieler Sven-Sören Christophersen mit acht Toren. Bei den Gästen aus Hamburg kam der dänische Europameister Hans Lindberg auf sieben Tore.
Unterdessen ist der THW Kiel als erste Mannschaft ins Viertelfinale der Champions League eingezogen. Der verlustpunktfreie Bundesliga-Spitzenreiter besiegte den polnischen Meister Wisla Plock im Achtelfinal-Rückspiel 27:24 (15:10). Das Hinspiel in Polen hatte der THW bereits 36:24 für sich entschieden. "Wir hatten einen hohen Vorsprung. Daher war es ein bisschen lockerer heute", sagte Rückraumspieler Momir Ilic.
Im EHF-Pokal muss Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen um den Einzug ins Halbfinale bangen. Der Bundesligist verlor sein Viertelfinal-Hinspiel beim weißrussischen Meister Dinamo Minsk 23:27 (11:13). "Dinamo war gut vorbereitet auf uns. Ich bin aber unzufrieden, weil auch wir gut vorbereitet waren und dies nicht zeigen konnten. Wir hatten zu viele Ausfälle. Bei vier Toren Rückstand ist noch etwas drin, aber es wird sicherlich schwer", sagte Trainer Velimir Petkovic.
Der vom Abstieg bedrohte Bundesligist HSG Wetzlar hat auf die sportliche Talfahrt reagiert und Trainer Gennadij Chalepo beurlaubt. Nach fünf Niederlagen in Serie und dem Absturz auf Rang 15 entschieden sich Aufsichtsrat und Geschäftsführung des Traditionsvereins für eine Trennung vom Weißrussen. Einen Nachfolger will der Club am Montag präsentieren.
leh/sid