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27.05.2012
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Radsport

Kanadier Hesjedal gewinnt Giro d'Italia

Radrennfahrer Ryder Hesjedal (r.): Starke Vorstellung beim Einzelzeitfahren
REUTERS

Radrennfahrer Ryder Hesjedal (r.): Starke Vorstellung beim Einzelzeitfahren

Premiere beim Giro d'Italia: Zum ersten Mal hat mit Ryder Hesjedal ein Kanadier die Italien-Rundfahrt gewonnen. Der Garmin-Fahrer sicherte sich den Erfolg erst am letzten Tag. Tony Martin triumphierte bei der Belgien-Rundfahrt. Und: Ein Australier siegte beim wichtigsten deutschen Etappenrennen.

Hamburg - Radprofi Ryder Hesjedal hat als erster Kanadier den Giro d'Italia gewonnen. Der 31-Jährige vom Team Garmin überholte am Schlusstag noch den zuvor führenden Katjuscha-Fahrer Joaquin Rodriguez. "Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich habe mich von Beginn an gut gefühlt und wollte jede Gelegenheit nutzen, um in dieses Trikot zu fahren", sagte Hesjedal, der mit dem Sieg bei der 95. Ausgabe der Italien-Rundfahrt den größten Erfolg seiner Karriere feierte.

Hesjedal absolvierte die Rundfahrt in 91:39,02 Stunden und hatte am Ende lediglich 16 Sekunden Vorsprung auf den Spanier. Das ist der viertknappste Vorsprung in der Giro-Geschichte. Dritter wurde der Belgier Thomas De Gendt (+1,39 Minuten).

Hesjedal war mit 31 Sekunden Rückstand auf Rodriguez ins abschließende 28,2 Kilometer lange Einzelzeitfahren durch Mailand gegangen. Der Tagessieg ging an den Italiener Marco Pinotti, der das Zeitfahren in 33,06 Minuten absolvierte. Hesjedal wurde Sechster (+1,09). Rodriguez tröstete sich mit dem Roten Trikot des Punktbesten, das er knapp vor dem englischen Top-Sprinter Mark Cavendish gewann.

Tony Martin hat die 82. Belgien-Rundfahrt gewonnen. Der Zeitfahrweltmeister vom Team QuickStep verteidigte auf dem 208 Kilometer langen Tagesabschnitt von Clavier nach Engis sein Rotes Trikot, das er sich tags zuvor beim Zeitfahren geholt hatte. Tagessieger bei der Schlussetappe wurde der Kolumbianer Carlos Alberto Betancourt vom Team Aqua e Sapone, der wenige Sekunden vor Martin ins Ziel kam.

Der australische Radprofi Michael Rogers hat sich den Sieg bei der 33. Bayern-Rundfahrt gesichert und seinem britischen Team Sky damit den zweiten Gesamterfolg in Serie beim wichtigsten deutschen Etappenrennen beschert. Rogers hatte auf der 167,8 Kilometer langen Schlussetappe von Feuchtwangen nach Bamberg keine Probleme, die Führung im Klassement zu verteidigen. Der Tagessieg ging an den Italiener Alessandro Petacchi vom Team Lampre, der seine dritte Etappe im Schlussspurt gewann.

rei/dpa/sid

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