19.07.2012
British Open
Kaymer startet schwach, Woods lauert
Golfprofi Kaymer: 77er Runde zum Auftakt der British Open
Hamburg - Golfer Martin Kaymer erlebte einen enttäuschenden ersten Tag bei den 141. British Open. Bei guten Bedingungen spielte der 27-Jährige eine 77er Runde auf dem Par-70-Kurs im Royal Lytham and St. Annes Golfclub und muss um den Cut bangen. Der Weltranglisten-15. fand nicht zu seinem Spiel, leistete sich sieben Bogeys und schaffte nicht ein Birdie. Er belegte nur den 150. Rang.
"Es ist sehr frustrierend, auf der Range und bei den Proberunden klappen die Schläge, im Turnier nicht", sagte Kaymer, "das zieht sich schon durch das ganze Jahr".
Nur unwesentlich besser verlief der Auftakt für Marcel Siem, der sich seit Wochen in guter Form befindet. Der 31-Jährige, der vor knapp zwei Wochen das Europa-Tour-Turnier in Paris gewonnen hatte, benötigte drei Schläge weniger als Kaymer und rangierte damit zunächst auf Platz 123. "Es ist ein bisschen wie ein Minenfeld, es gibt sehr viele Topfbunker. Und es sind auch welche dabei, aus denen man teilweise rückwärts rausschlagen muss, weil man vorwärts nicht rauskommt", sagte Siem.
Woods stark, Scott in Führung
Gut in Form präsentierte sich hingegen Superstar Tiger Woods, der mit 67 Schlägen in das mit fünf Millionen Pfund (6,3 Millionen Euro) dotierte Turnier startete. Damit liegt Woods auf Rang fünf. "Ich spielte gut, und meine Putts waren auch in Ordnung. Ich hätte den Ball manchmal vielleicht nur ein bisschen härter treffen sollen", sagte der 36-Jährige.
Der 14-malige Major-Gewinner hat seinen vierten Titel bei dem ältesten der vier großen Turniere im Visier und würde bei einem Sieg am Sonntag wieder die Nummer 1 der Welt werden. Zuletzt führte er am 31. Oktober 2010 die Rangliste an. Die silberne Rotweinkanne ("The Claret Jug") gewann der 36-Jährige bereits 2000, 2005 und 2006.
Die Führung auf dem Dünenplatz mit 206 Bunkern übernahm vorerst der Australier Adam Scott mit einer 64er Runde. "Ich habe mir einfach vorgestellt, es sei schon der Schlusstag und habe alles gegeben", sagte der 32-Jährige. "Aber ich habe nicht erwartet, dass das Wetter so ruhig bleibt. Das wird sich sicher noch ändern".
leh/dpa