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31.07.2012
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16-jährige Chinesin

Wunderschwimmerin holt zweites Gold

Schwimmerin Ye Shiwen: Gold über 200 Meter Lagen
AP

Schwimmerin Ye Shiwen: Gold über 200 Meter Lagen

Zweiter Start, zweites Gold: Ye Shiwen hat auch über 200 Meter Lagen triumphiert - und dabei den olympischen Rekord gebrochen. Doch die Zweifel an den Leistungen der 16-Jährigen werden immer größer.

Hamburg - Die 16-jährige Ye Shiwen ist bei den Olympischen Spielen erneut allen davon geschwommen. Drei Tage nach ihrem Turbo-Sieg mit Weltrekord über 400 Meter Lagen ließ die Chinesin auch auf der 200-Meter-Strecke der Konkurrenz in 2:07,57 Minuten keine Chance.

Als Zweite sicherte sich Vizeweltmeisterin Alicia Coutts aus Australien (2:08,15 Minuten) ihre dritte Medaille in London. Bronze ging an die Amerikanerin Caitlin Leverenz (2:08,95). Die deutsche Meisterin Theresa Michalak war im Halbfinale gescheitert.

Dabei lag die Chinesin lange Zeit nicht in Führung und musste hart um den Erfolg kämpfen. Erst auf der abschließenden Freistil-Bahn hängte sie die Konkurrenz ab. Schon über 400 Meter Lagen hatte sie in dieser Disziplin am besten geschwommen, auf den letzten 50 Metern sogar schneller als Männer-Champion Ryan Lochte.

Unterdessen sind aber die Zweifel an den Leistungen der Chinesin größer geworden. John Leonard, der Vorsitzende der Weltvereinigung der Schwimmtrainer, klagte die 16-Jährige bislang am deutlichsten an. Der Amerikaner verglich Ye mit den gedopten DDR-Schwimmerinnen. Dem Schlussspurt der Chinesin über 400 Meter Lagen verpasste er den Stempel "unmöglich".

"Es gibt kein Problem mit Doping"

"Ye sah aus wie Superwoman. Und immer, wenn jemand in der Geschichte unseres Sports aussah wie Superwoman, stellte sich später heraus, dass Doping im Spiel war", sagte Leonard, der seit mehr als 40 Jahren im Geschäft ist: "Die letzten 100 Meter erinnerten mich an einige Schwimmerinnen aus der DDR und eine junge Irin im Finale über 400 m Lagen bei den Spielen in Atlanta 1996."

Er spielte auf Michelle Smith an, die in Atlanta drei Goldmedaillen geholt und direkt unter Dopingverdacht gestanden hatte. Erst zwei Jahre später wurde sie vom Weltverband Fina wegen etlicher Dopingvergehen für vier Jahre gesperrt. Ye selbst wies alle Vorwürfe zurück: "Es gibt kein Problem mit Doping. Das chinesische Team hat eine strikte Politik, deshalb gibt es kein Problem damit."

leh/sid

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insgesamt 36 Beiträge
1.
otakun 31.07.2012
Wenn man mal anschaut, was China für eine Sportlerschmiede hat, dann wundert mich das nicht. Da werden manche Kinder schon in sehr frühen Jahren hart trainiert, um später so weit zu kommen.
Wenn man mal anschaut, was China für eine Sportlerschmiede hat, dann wundert mich das nicht. Da werden manche Kinder schon in sehr frühen Jahren hart trainiert, um später so weit zu kommen.
2. Optional
anonym07 31.07.2012
Interessent, dass bei jungen chinesischen Olympiasiegern immer gleich Doping mit System unterstellt wird, während die noch jüngere littauische Olympiasiegerin natürlich das nette unschuldige Mädchen von nebenan ist... [...]
Interessent, dass bei jungen chinesischen Olympiasiegern immer gleich Doping mit System unterstellt wird, während die noch jüngere littauische Olympiasiegerin natürlich das nette unschuldige Mädchen von nebenan ist... Wahrscheinlich können die Chinesen jetzt nur besser dopen als wir - so dass es niemand mehr merkt :-)
3.
z.geist 31.07.2012
Ist ja schon echt schlimm wie hier SPON anscheinend Stimmung gegen eine 16 Jährige Schwimmerin macht. Es wird natürlich auch mit keinem Wort erwähnt das sich z.B. das US Team sich von so eine Aussage distanziert. ---Zitat--- [...]
Ist ja schon echt schlimm wie hier SPON anscheinend Stimmung gegen eine 16 Jährige Schwimmerin macht. Es wird natürlich auch mit keinem Wort erwähnt das sich z.B. das US Team sich von so eine Aussage distanziert. ---Zitat--- “John Leonard is not an employee, representative or spokesperson for USA Swimming, nor is he a member of the U.S. Olympic swim team or part of the U.S. delegation,” a United States Olympic Committee spokesman said. [Quelle: http://www.euronews.com/sport/1604308-us-team-steps-back-from-coachs-drugs-comments] ---Zitatende--- Solange nichts bewiesen ist kann man ihr auch nichts vorwerfen.
4. Ball flach halten
Ostwestfale 31.07.2012
In der ARD haben Ralf Scholt und Franziska van Almsick deutliche Worte für diese pauschalen Dopinganschuldigungen gefunden. Van Almsick nannte die Anschuldigungen des US-Trainers "unverschämt" und sagte, es sei [...]
Zitat von sysopZweiter Start, zweites Gold: Ye Shiwen hat auch über 200 Meter Lagen triumphiert - und dabei den olympischen Rekord gebrochen. Doch die Zweifel an den Leistungen der 16-Jährigen werden immer größer. Olympia 2012: Ye Shiwen gewinnt zweites Gold - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,847540,00.html)
In der ARD haben Ralf Scholt und Franziska van Almsick deutliche Worte für diese pauschalen Dopinganschuldigungen gefunden. Van Almsick nannte die Anschuldigungen des US-Trainers "unverschämt" und sagte, es sei normal, dass sich Schwimmer in jungen Jahren auch in relativ kurzer Zeit um mehrere Sekunden steigern würden. Bin gespannt, ob es auf SPON (von deutschen Erfolgen mal abgesehen) auch mal Berichte gibt, die sich jenseits aller Dopinganschuldigungen mal ausschließlich mit dem jeweiligen Wettkampf beschäftigen.Bin da eher skeptisch... Ich bin auch skeptisch, aber nicht deshalkb weil sie 2x Gold geholt hat, sondern eben wegen diesem Endspurt über 400 Meter Lagen. Was ich an der Debatte halt mehr als schlimm finde ist, dass ich mir zu 100% sicher bin, dass es diese ganzen Dopingthreads nicht gäbe, wenn die 16- und 15 Jahre alten Olympiasiegerinnen statt aus China und Litauen aus den USA oder Australien kommen würden. Und diese Bigotterie widert mich an.
5. ...
Norbert1981 31.07.2012
Ich habe den Wettkampf geguckt. Sie hat nur mit Freistil Gold gewonnen. Vorher landete sie nur auf Platz 3. Wenn sie wirklich gedoppt hätte, müsste sie vom Anfang immer auf Platz 1 bleiben.
Ich habe den Wettkampf geguckt. Sie hat nur mit Freistil Gold gewonnen. Vorher landete sie nur auf Platz 3. Wenn sie wirklich gedoppt hätte, müsste sie vom Anfang immer auf Platz 1 bleiben.

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