17.08.2012
Tennis in Cincinnati
Kerber schlägt überraschend Serena Williams
Tennisspielerin Kerber: Sieg gegen die Weltranglistenvierte Serena Williams
Hamburg - Deutschlands derzeit beste Tennisspielerin Angelique Kerber hat beim WTA-Turnier in Cincinnati für eine Überraschung gesorgt. Die 24-Jährige besiegte im Viertelfinale Serena Williams 6:4, 6:4. Die US-Amerikanerin hatte zuletzt eine imposante Siegesserie hingelegt und 19 Partien in Folge gewonnen. Dadurch hatte die 30-Jährige auch in Wimbledon und bei den Olympischen Sommerspielen triumphiert.
"Ich hatte nichts zu verlieren und wollte mein bestes Tennis spielen", sagte Kerber. Das Hartplatz-Turnier in Cincinnati ist mit über zwei Millionen Dollar dotiert und gilt als letzter wichtiger Test vor den US Open (27. August bis 9. September).
Kerber präsentierte sich von Beginn an in starker Form und nahm Williams gleich deren erstes Aufschlagspiel zu Null ab. Auch im zweiten Durchgang gelang der Weltranglistensiebten ein frühes Break. Nach 1:17 Stunden verwandelte sie ihren dritten Matchball mit einem Ass. Dabei hatte sich kurz zuvor noch Nerven gezeigt und den ersten Matchball mit einem Doppelfehler abgegeben. "Ich war am Ende nervös. Beim letzten Punkte habe ich mich nur auf den Aufschlag konzentriert", sagte Kerber.
Williams mit ungewohnt hoher Fehlerquote
Allerdings erwischte Williams einen schwachen Tag und schlug deutlich mehr vermeidbare Fehler als Kerber. Auch der Aufschlag der 30-Jährigen war ungewohnt schwach, Williams brachte nur 48 Prozent (Kerber 66 Prozent) ihrer ersten Aufschläge ins Feld. Zudem ließ die Amerikanerin alle ihre vier Breakchancen ungenutzt, die Deutsche hingegen verwertete ihre beiden Möglichkeiten souverän.
Durch den ersten Sieg im zweiten Vergleich mit der Weltranglistenvierten Williams zog die Deutsche ins Halbfinale ein. Dort trifft die Fed-Cup-Spielerin auf die Tschechin Petra Kvitova. In der anderen Hälfte des Tableaus erreichte Wildcard-Inhaberin Venus Williams das Halbfinale. Sie trifft auf die Polin Agnieszka Radwanska oder Na Li aus China.
leh/sid/dpa