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29.12.2012
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Tennis

Petkovic gibt unter Tränen verletzt auf

AFP

Tennisspielerin Petkovic: Beim Hopman Cup am Knie verletzt

Erneuter Schock für Andrea Petkovic: Die Tennisspielerin musste beim Hopman Cup aufgeben, nachdem sie sich am Knie verletzt hatte. Die 25-Jährige droht damit erneut auszufallen. Zuvor hatte Thomas Haas einen Sieg leichtfertig verspielt.

Hamburg - Minutenlang hatte sich Andrea Petkovic am Knie behandeln lassen, einen letzten Versuch wollte sie aber noch wagen. Mit einem dicken Verband humpelte sie zurück auf den Platz, merkte aber schnell, dass ein Weiterspielen nicht möglich war. Unter Tränen gab sie schließlich ihre Auftaktpartie gegen die Australierin Ashleigh Barty beim Hopman Cup in Perth auf. Eine offizielle Diagnose gibt es noch nicht. Am Sonntagmorgen unterzieht sich Petkovic einer Kernspin-Untersuchung. "Ich hoffe, dass sie schnell wieder zurückkehren kann", sagte ihre Gegnerin Barty, die den ersten Satz 4:6 verloren hatte.

Damit geht die Leidenszeit der ehemaligen Top-Ten-Spielerin weiter. Die 25-Jährige hatte im Jahr 2012 wegen mehrerer Verletzungen kaum spielen können - nun droht sie erneut pausieren zu müssen. Petkovic hatte im Januar nach dem Turnier in Brisbane über Rückenprobleme geklagt, eine Untersuchung ergab einen Ermüdungsbruch im Iliosakralgelenk.

Bereits im dritten Match nach ihrem Comeback rissen bei Petkovic im April beim WTA-Turnier in Stuttgart die Bänder im rechten Sprunggelenk. Es folgte das Aus für die French Open, Wimbledon und Olympia in London. Insgesamt sieben Monate musste sie während der zurückliegenden Saison pausieren.

Haas verspielt 6:1-Führung im Tie-Break

Beim Hopman Cup, der inoffiziellen Mixed-WM, wollte Petkovic gemeinsam mit Thomas Haas mit einem Erfolg in die neue Saison starten. Der 34-Jährige hatte das erste Einzel gegen Bernard Tomic im Auftaktduell gegen Gastgeber Australien nach fünf vergebenen Satzbällen im ersten Durchgang 6:7 (6:8), 6:3, 5:7 verloren. Dabei verspielte Haas im Tie-Break des ersten Satzes eine 6:1-Führung und verlor auch den dritten Durchgang, nachdem er schon 5:3 geführt hatte.

Eine deutsche Ersatzspielerin ist in Perth nicht vor Ort. Sollte Petkovic beim zweiten Gruppenspiel gegen Italien am 2. Januar nicht antreten können, wäre das Turnier für Deutschland beendet. Der Hopman Cup gilt als erster Teil der Vorbereitung auf die Australian Open. Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres findet ab dem 16. Januar in Melbourne statt. Schon am Vortag hatte Top-Spieler Rafael Nadal seinen Start verletzungsbedingt absagen müssen.

leh/sid/dpa

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Tennis: Die Spielstile

Grundlinienspiel: Der Spieler verzichtet auf das Aufrücken ans Netz und schlägt, in der Regel mit Topspin, von der Grundlinie. Durch präzise und harte Schläge auf die vom Gegner entfernte Seite oder gegen die Laufrichtung des Konkurrenten soll ein Vorteil erzielt werden. Diese Ausdauer erfordernde Art wird vor allem von Spielern wie Rafael Nadal beherrscht und ist auf Sandplätzen am effektivsten.

Inside-Out-Spiel: Der Spieler vermeidet dabei, ebenfalls beim Spiel von der Grundlinie, entweder seine Vor- oder Rückhand und spielt nur mit einer Schlagseite. Beispielsweise wird dabei der Ball auf der Rückhandseite "umlaufen" und dann mit der Vorhand cross über den Platz gespielt. Dadurch bewegt sich der Spieler oft weit nach außen und ist anschließend anfällig für einen Schlag auf die andere Seite.

Serve-and-Volley: Der Spieler rückt nach seinem Aufschlag (Serve) direkt ans Netz vor und versucht den Ballwechsel mit einem Volleyschlag abzuschließen. Grundlage für diese Variante ist ein harter oder sehr präziser Aufschlag, damit der Gegner nur schlecht returnieren kann. Spieler wie Boris Becker, Stefan Edberg und Goran Ivanisevic agierten so vor allem auf schnellen Rasenplätzen.

Chip-and-Charge: Der Returnspieler spielt direkt einen Angriffsball und rückt ans Netz vor, wo er den Ballwechsel mit einem Volley beenden will. Auch diese Variante wird vorwiegend auf den schnellen Belägen eingesetzt und meist gegen den zweiten Aufschlag des Gegners verwendet.

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