Lade Daten...
16.01.2013
Schrift:
-
+

Vor Armstrong-Interview

UCI nimmt Anti-Doping-Hotline in Betrieb

REUTERS

Ex-Radstar Armstrong: Dopingbeichte im Fernsehen

Wenn Lance Armstrong nach vielen Jahren des Schweigens und Abstreitens Doping zugibt, werden andere Radfahrer nachziehen. Davon geht zumindest der Radsportweltverband UCI aus. Er hat deshalb eine Telefon-Hotline in Betrieb genommen, unter der sich Athleten vertraulich melden und beichten können.

Hamburg - Knapp zwei Tage nach der Dopingbeichte von Lance Armstrong in einer Interviewaufzeichnung mit der US-Talkmasterin Oprah Winfrey hat der Radsport-Weltverband UCI seine Anti-Doping-Hotline gestartet. Wie die UCI mitteilte, werden die Anrufe von einer außenstehenden Organisation betreut, um die absolute Vertraulichkeit der Gespräche zu garantieren. Die Hotline steht Fahrern, auch denjenigen die sich anonym zum Thema Doping äußern wollen, rund um die Uhr zur Verfügung.

Der Weltverband hatte die Fahrer im November 2012 über die Einrichtung dieser Hotline informiert. Damit will die UCI seine Bemühungen im Anti-Doping-Kampf vorantreiben. "Die Anrufe werden aufgezeichnet und, abhängig von ihrem Inhalt, an Rechts-, Anti-Doping- und Medizinexperten weitergeleitet, die über die Art der Folgemaßnahmen entscheiden", hieß es in einem Statement.

Armstrong hatte in der Nacht zu Dienstag im Gespräch Winfrey angeblich die Einnahme von leistungssteigernden Substanzen gestanden. Das Interview wird in zwei Teilen am Donnerstag und Freitag (jeweils 3 Uhr MEZ, Sky) ausgestrahlt.

psk/sid

Forum

Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 6 Beiträge
1. Zu spät...
grauer01 16.01.2013
...wenn man beichten möchte und schon vorm Himmelstor steht.
...wenn man beichten möchte und schon vorm Himmelstor steht.
2. ...
lemmiecaution 17.01.2013
Das ist so nicht richtig, wenn man sich an die Kreuzigungsgeschichte erinnert (Lk 23,3942) ...
Das ist so nicht richtig, wenn man sich an die Kreuzigungsgeschichte erinnert (Lk 23,3942) ...
3.
l.augenstein 17.01.2013
Wenn ich richtig mitgezählt habe, sind die "unerklärlichen" Todesfälle in anderen Sportarten wie z.B. Fußball inzwischen deutlich über Radsportlevel.
Zitat von grauer01...wenn man beichten möchte und schon vorm Himmelstor steht.
Wenn ich richtig mitgezählt habe, sind die "unerklärlichen" Todesfälle in anderen Sportarten wie z.B. Fußball inzwischen deutlich über Radsportlevel.
4. Verdrängung?
ritterchen 17.01.2013
aha, gibt es noch immer menschen, denen der dreck bis zu den ohren steht und denen es trotzdem gelingt, den arm zu heben und auf den unrat beim nachbarn zu zeigen? lassen wir es mal dahingestellt sein, wo es andernorts [...]
Zitat von l.augensteinWenn ich richtig mitgezählt habe, sind die "unerklärlichen" Todesfälle in anderen Sportarten wie z.B. Fußball inzwischen deutlich über Radsportlevel.
aha, gibt es noch immer menschen, denen der dreck bis zu den ohren steht und denen es trotzdem gelingt, den arm zu heben und auf den unrat beim nachbarn zu zeigen? lassen wir es mal dahingestellt sein, wo es andernorts doping, betrug und korruption im sport gibt. das hat nämlich nichts mit dem radsport zu tun. dieser hat sich durch systematisches fehlverhalten über jahre hinweg selbst ins abseits geschossen. beteiligt sind die sportler, die teams, funktionäre und verbände. unterstützt von einer mafiös organisierten medizinischen helferschar. und das traurigste an der ganzen geschichte ist: der radsport im ganzen betrachtet muss ja fast hoffen, dass dieser betrüger das maul hält. denn er ist in der lage, dank markierung höchster offizieller, den radsport vollends in den sumpf zu ziehen. was hat das alles jetzt mit fußball zu tun?
5.
l.augenstein 17.01.2013
Ähem ..... Sie scheinen meinen Beitrag nicht verstanden zu haben. Ich habe dem Foristen auf seine "Himmelspforte" hin geantwortet mit der Klarstellung, dass sich die merkwürdigen Todesfälle in anderen Sportarten [...]
Zitat von ritterchenaha, gibt es noch immer menschen, denen der dreck bis zu den ohren steht und denen es trotzdem gelingt, den arm zu heben und auf den unrat beim nachbarn zu zeigen? lassen wir es mal dahingestellt sein, wo es andernorts doping, betrug und korruption im sport gibt. das hat nämlich nichts mit dem radsport zu tun. dieser hat sich durch systematisches fehlverhalten über jahre hinweg selbst ins abseits geschossen. beteiligt sind die sportler, die teams, funktionäre und verbände. unterstützt von einer mafiös organisierten medizinischen helferschar. und das traurigste an der ganzen geschichte ist: der radsport im ganzen betrachtet muss ja fast hoffen, dass dieser betrüger das maul hält. denn er ist in der lage, dank markierung höchster offizieller, den radsport vollends in den sumpf zu ziehen. was hat das alles jetzt mit fußball zu tun?
Ähem ..... Sie scheinen meinen Beitrag nicht verstanden zu haben. Ich habe dem Foristen auf seine "Himmelspforte" hin geantwortet mit der Klarstellung, dass sich die merkwürdigen Todesfälle in anderen Sportarten häufen, während der Radsport in diesem Punkt vergleichsweise harmlos da steht. Ansonsten stimme ich Ihren Ausführungen zu bis auf Ihre unflätige Bemerkung, mir würde der Dreck bis sonst wo hinstehen. Da sollten Sie vielleicht dann doch mal in den Spiegel schauen.

MEHR AUF SPIEGEL ONLINE

Verwandte Themen

Fotostrecke

Fotostrecke

Artikel

News verfolgen

Lassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
Twitter RSS
alles zum Thema Radsport
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2014 Alle Rechte vorbehalten