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Sport

Profiboxer Jürgen Brähmer

Im Zweifelsfall vor Gericht

Jürgen Brähmer will im Finale der Muhammad-Ali-Trophy boxen. Zur Not würde er sich den Platz auch vor Gericht erstreiten.

Getty Images

Jürgen Brähmer (rechts) im Duell mit Rob Brant

Mittwoch, 14.03.2018   18:13 Uhr

Der Profiboxer Jürgen Brähmer kämpft um einen Platz im Finale der Muhammad-Ali-Trophy. Nicht im Ring, sondern im Zweifelsfall vor Gericht. "Ich gehe fest davon aus, dass ich boxen werde. Ich habe meinen Anwalt bereits in die Spur geschickt", sagte Brähmer.

Der 39-Jährige hatte seinen Halbfinalkampf gegen Callum Smith aufgrund einer grippalen Erkrankung absagen müssen. Brähmer schied aus dem Turnier aus. Ersatzmann Nieky Holzken unterlag daraufhin dem Briten.

Im Finale sollte Smith im Mai eigentlich auf seinen Landsmann George Groves in Monte Carlo treffen. Groves laboriert allerdings an einer Schulterverletzung und wird wohl nicht antreten können. Daher wurde bereits darüber diskutiert, den Kampf zu verschieben.

Brähmer ist das im Halbfinale zuvor nicht gewährt worden. Der Deutsche möchte Groves nun im Finale ersetzen. Ob er das darf, entscheidet der Veranstalter. Dieser erklärte: "Entscheidungen zum Turnier werden allein von unserem Management oder unserem Vorstand getroffen."

chw/dpa

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Box-Glossar

Beim Boxen ist die Stellung der Kämpfer ausschlaggebend, dazu kommen in der Regel drei verschiedene Schlag-Varianten zum Einsatz. Diese werden untereinander beliebig zu sogenannten Schlag-Kombinationen zusammengefügt. Ebenfalls ein probates Mittel ist das Klammern, um sich aus ungünstigen Situationen zu befreien.

  • Auslage: Unter der Auslage eines Boxers versteht man die Stellung und Richtung zum Gegner. Die Kämpfer stehen dabei einander nicht frontal, sondern versetzt gegenüber, wobei diejenige Hand, die dem Gegner näher ist, als Führhand, die hinten liegende Hand als Schlaghand bezeichnet wird. Da die meisten Menschen Rechtshänder sind, gilt die Linksauslage als normal und wird meistens Normalauslage genannt. Bei ihnen stehen linkes Bein und linke Hand näher zum Gegner - in der Rechtsauslage entsprechend andersherum.

    Jab: Eine abrupt geschlagene Gerade mit der Führhand. Der Schlag hat zumeist den Kopf zum Ziel. Der Jab zählt dabei nicht zu den stärksten Schlägen, nur selten geht ein Boxer nach einem einzelnen Jab zu Boden.

    Cross: Eine Gerade, die mit der Schlaghand geschlagen wird. Die Schlaghand wird vom Kinn auf einer geraden Linie ins Ziel geführt. Die Führhand wird dabei zurückgenommen, um das Kinn zu schützen. Der Cross ist ein sogenannter Powerpunch.

Haken: Ein Schlag, bei dem zwischen Kopf- und Körperhaken unterschieden wird. Zum Einsatz kommt der Haken beim Boxen in der Halbdistanz. Der Schlag eignet sich vor allem als K.o.-Schlag, da er zumeist von der Seite kommt und so durch die Deckung des Gegners geht.

Klammern: Eine taktische Maßnahme, um sich eine Pause zu verschaffen oder sich aus einer ungünstigen Position zum Gegner zu befreien. Der Ringrichter muss die Kontrahenten aus der Klammerung trennen, so dass eine neue Kampf-Situation entsteht. Klammern stellt einen Regelverstoß dar, der aber aufgrund der Häufigkeit oft geduldet wird. Ab einem gewissen Grad wird das Vergehen jedoch mit Verwarnungen und damit mit Punktabzügen bestraft.

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