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Handball-WM

Frankreich müht sich zum Auftaktsieg

Titelverteidiger Frankreich hatte zum Auftakt der Handball-WM viel Arbeit mit Brasilien. Mitfavorit Kroatien hat gegen Island den ersten Schritt in Richtung Hauptrunde gemacht.

AFP

Frankreichs Dika Mem beim Torwurf

Freitag, 11.01.2019   18:01 Uhr

Frankreich - Brasilien 24:22 (16:13)

Der sechsmalige Weltmeister Frankreich besiegte Brasilien in Berlin in der deutschen Gruppe A nach einer schwachen Angriffsleistung mühevoll 24:22 (16:13). In Abwesenheit des verletzten Superstars Nikola Karabatic waren Dika Mem und Michael Guigou mit jeweils sechs Toren beste Werfer der Franzosen. Nach einer 19:13-Führung zu Beginn des zweiten Durchgangs musste der Favorit beim 20:20 (48.) sogar den Ausgleich hinnehmen. Am Ende konnte sich Frankreich auf Torhüter Vincent Gerard verlassen.

Island - Kroatien 27:31 (14:16)

Medaillenanwärter Kroatien hat sein erstes Spiel bei dieser Weltmeisterschaft gewonnen. In einem teils hochklassigen Match schlugen die Kroaten Island. Den Halbzeitrückstand konnte Island in der zweiten Hälfte sogar noch einmal aufholen, am Ende war der Weltmeister von 2003 aber zu stark.

Bester Werfer der Partie war Luka Stepancic von Paris Saint-Germain mit acht Toren. Der Ex-Kieler Aron Palmarsson war für Island sieben Treffer. Durch den Sieg hat Kroatien den ersten Schritt in Richtung Hauptrunde gemacht. Dort könnten die Kroaten auf Deutschland treffen.

Japan - Mazedonien 29:38 (13:18)

Ex-Bundestrainer Dagur Sigurdsson hat das Auftaktspiel bei der Weltmeisterschaft mit Japan verloren. In München unterlagen die Japaner gegen Mazedonien. Bester Werfer war der 38 Jahre alte Mazedonier Kiril Lazarov mit acht Toren.

DPA

Dagur Sigurdsson

Die körperlichen Nachteile gegenüber den erfahrenen Mazedoniern konnte die japanische Mannschaft nicht kompensieren. Sigurdsson, der die deutsche Mannschaft 2016 zum Europameistertitel geführt hatte, konnte über weite Strecken dennoch mit der Leistung seines Teams zufrieden sein, das einige gelungene Offensivaktionen zeigte.

Japan trifft in den verbleibenden Gruppenspielen auf Spanien, Kroatien, Island und Bahrain. Die ersten drei Mannschaften der Gruppe ziehen in die Hauptrunde ein.

Nach der Weltmeisterschaft 2017 hatte Sigurdsson das DHB-Team verlassen, um Japan auf die Olympischen Spiele im eigenen Land vorzubereiten. Am Freitag hatte es Meldungen darüber gegeben, dass gegen einen ranghohen japanischen Funktionär ein Untersuchungsverfahren eingeleitet worden ist. Der Korruptionsvorwurf soll im Zusammenhang mit der Vergabe der Spiele an Japan stehen.

Angola - Katar 24:23 (12:8)

Außenseiter Angola hat für eine kleine Sensation bei der Handball-WM in Deutschland und Dänemark gesorgt. Der Dritte der Afrikameisterschaft besiegte den ehemaligen Vizeweltmeister Katar in Kopenhagen völlig überraschend. Für Angola war es bei der vierten WM-Teilnahme erst der zweite Vorrundensieg. Vor 14 Jahren feierten die Afrikaner ihren ersten Erfolg gegen Kanada.

Katar steht damit in der Gruppe D bereits gehörig unter Druck. Bei den Weltmeisterschaften 2015 (Viertelfinale) und 2017 (Achtelfinale) hatte Katar den Medaillentraum der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) beendet.

Russland - Serbien 30:30 (16:16)

Russland hat in der deutschen Gruppe A der Handball-WM einen Sieg zum Auftakt verpasst. Der Ex-Weltmeister musste sich gegen den ehemaligen Vize-Europameister Serbien in Berlin mit einem 30:30 (16:16) begnügen.

Überragender russischer Spieler war Linksaußen Timur Dibirow mit zwölf Toren bei 13 Versuchen. Bei den Serben erzielte Nemanja Ilic sechs Treffer.

Außerdem:
Bahrain - Spanien 23:33 (11:16)
Saudi-Arabien - Österreich 22:29 (9:15)
Argentinien - Ungarn 25:25 (10:13)
Ägypten - Schweden 24:27 (11:13)
Tunesien - Norwegen 24:34 (13:18)

hba/aha/sid/dpa

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