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Sport

Leichtathletik-EM

Gold und Silber - deutsche Speerwerfer feiern Doppelerfolg

Der Favoritenrolle gerecht geworden: Thomas Röhler hat Gold bei der Leichtathletik-EM gewonnen, Teamkollege Andreas Hofmann wurde Zweiter. Wenige Minuten später jubelten zwei deutsche Hürdenläuferinnen.

FELIPE TRUEBA/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Thomas Röhler

Freitag, 10.08.2018   09:53 Uhr

Das Speerwerfen der Männer ist zur Paradedisziplin der deutschen Leichtathletik geworden. Das haben die DLV-Athleten bei der Europameisterschaft in Berlin eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Die Goldmedaille ging an Thomas Röhler und Silber sicherte sich Teamkollege Andreas Hofmann. Magnus Kirt aus Estland holte Bronze (85,96 Meter).

Der dritte Deutsche Johannes Vetter wurde Fünfter. Der 25-Jährige führt in der Weltjahresbestenliste und war in der Qualifikation von Berlin erfolgreichster Werfer. Im Wettkampf hatte er Probleme und kam nicht über 83,27 Meter hinaus.

Sieger Röhler kam bei seinem besten Wurf im gut gefüllten Olympiastadion auf eine Weite von 89,47 Meter. Bei seinem Olympiasieg 2016 hatte der 26-Jährige 90,30 Meter erreicht. So weit musste Röhler diesmal nicht werfen, um zu gewinnen. Andreas Hofmann lag mit 87,60 Metern deutlich hinter dem fünffachen deutschen Meister.

Für den deutschen Leichtathletik-Verband war es nach dem Triumph von Zehnkämpfer Arthur Abele die zweite Goldmedaille der Titelkämpfe.

Gold, Silber und Bronze im Speerwerfen der Männer für eine Nation - das gab es seit der EM-Premiere im Jahr 1934 allerdings noch nie. Das sollte auch in Berlin so bleiben. Ex-Weltrekordler Uwe Hohn (1982) und Tafelmeier (1986) waren die bis dato letzten deutschen Sieger.

EM-Silber für Dutkiewicz über 100 Meter Hürden - Roleder wird Dritte

REUTERS

Pamela Dutkiewicz und Cindy Roleder

Pamela Dutkiewicz und Titelverteidigerin Cindy Roleder haben nur wenige Minuten nach dem Triumph im Speerwerfen Silber und Bronze über 100 Meter Hürden gewonnen. Das Duo musste sich in 12,72 und 12,77 Sekunden nur Elvira Herman aus Weißrussland (12,67) geschlagen geben.

Anschließend sorgten die Organisatoren für Aufsehen. Wegen eines aufziehenden Gewitters hatten die Veranstalter der Leichtathletik-EM die Zuschauer aufgerufen, zunächst im Olympiastadion zu warten. "Bitte bleiben Sie hier, das ist der sicherste Ort für sie", hieß es unmittelbar nach dem abschließenden 100-Meter-Hürden-Lauf der Frauen in mehreren Durchsagen.

jan

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