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Eagles-Spieler erheben Fäuste bei der Nationalhymne

Während der Streit zwischen der American-Football-Liga NFL und der Spielergewerkschaft um Protestaktionen während der Nationalhymne weitergeht, haben Spieler erneut ein Zeichen gesetzt.

AFP

Malcolm Jenkins mit erhobener Faust

Freitag, 10.08.2018   08:50 Uhr

Der Hymnenstreit in der US-Football-Profiliga NFL setzt sich fort: Während die Debatte um eine Bestrafung von Protesten beim Abspielen der Nationalhymne noch in vollem Gang ist, haben Malcolm Jenkins und De'Vante Bausby vom amtierenden Super-Bowl-Sieger Philadelphia Eagles vor einem Vorbereitungsspiel gegen die Pittsburgh Steelers die rechte Faust gehoben.

"Ich denke, es ist wichtig, dass wir die Plattform so gut wie möglich nutzen", sagte Jenkins, der "darauf wartet", dass sich die Liga mit der Spielergewerkschaft einigt.

Bei den Miami Dolphins reckte Robert Quinn ebenfalls seine Faust nach oben, seine Teamkollegen Kenny Stills und Albert Wilson knieten während der Hymne.

"Bleibt stark, Brüder", schrieb der frühere NFL-Quarterback Colin Kaepernick in den sozialen Netzwerken. Der 30-Jährige hatte die Spielerproteste gegen Rassismus und Polizeigewalt gegenüber Afroamerikanern in den USA vor zwei Jahren ausgelöst.

Erste Gespräche waren zuletzt ohne Ergebnis geblieben. Beide Seiten kündigten weitere Verhandlungen an, nachdem sich Liga und Spieler-Vertreter bereits zuvor auf die vorläufige Aussetzung einer im Frühjahr von den Besitzern der 32 Teams beschlossenen Kompromisslösung verständigt hatten.

Demnach sollte das Knien von Spielern während der US-Hymne bestraft, kritischen Profis aber der Aufenthalt in der Kabine während der Eröffnungszeremonien erlaubt werden. Diese Regelung war zuletzt außer bei der Spielergewerkschaft auch im Lager der Teams auf Kritik gestoßen.

US-Präsident Donald Trump, der im Vorjahr niederkniende Spieler für ihren Protest gegen Rassismus, soziale Ungerechtigkeit und Polizeigewalt wüst beschimpft und damit für eine Eskalation der Debatte gesorgt hatte, war ebenfalls nicht einverstanden. Trump forderte anstelle der "dummen Lösung" die Suspendierung von Protestlern ohne Gehaltsfortzahlung.

mfu/sid

insgesamt 31 Beiträge
Papazaca 10.08.2018
1. Trump gegen alle
Was haben US-Football mit dem eher unsportlichen Herrn im Weißen Haus zu tun? Er will wieder mal seine Basis gegen die schwarze Minderheit mobilisieren. Und da er die schwarzen Stimmen nicht bekommen wird, möchte er alles auf [...]
Was haben US-Football mit dem eher unsportlichen Herrn im Weißen Haus zu tun? Er will wieder mal seine Basis gegen die schwarze Minderheit mobilisieren. Und da er die schwarzen Stimmen nicht bekommen wird, möchte er alles auf dem rechten Rand "abräumen". Ob die Rechnung aufgeht? Gegen alle Minderheiten, gegen die Frauen und selbst gegen den FBI? Ja, auch das FBI gegen Trump. Wir werden sehen.
bedarogs 10.08.2018
2. Politik und Sport
Die Spieler sollten und können sich privat jederzeit politisch äußern wie sie wollen. Die Sportveranstaltung sollte dazu nicht missbraucht werden. Politische Äußerungen am Arbeitsplatz, und nichts Anderes das ist das [...]
Die Spieler sollten und können sich privat jederzeit politisch äußern wie sie wollen. Die Sportveranstaltung sollte dazu nicht missbraucht werden. Politische Äußerungen am Arbeitsplatz, und nichts Anderes das ist das Stadion, sollten unterbleiben. Daher finde ich Trumps Vorschlag gut. Suspendieren ohne Lohnfortzahlung bis die Herren Millionäre wieder das tun wofür sie fürstlich bezahlt werden : das Publikum unterhalten. Das Publikum will im Stadion ein paar angenehme Stunden verbringen, abseits der Alltagssorgen und nicht in die politischen Befindlichkeiten dieser Herrschaften mit einbezogen werden.
bristolbay 10.08.2018
3. Nicht gut
Früher nannte man diesen Zirkus "Brot und Spiele" und da ging die Unterhaltung bis zum Totschlag. Sinn war es, das Volk ruhig zu stellen, wollen Sie das heute auch, ein ruhig gestelltes Volk? Die Spieler sollten [...]
Zitat von bedarogsDie Spieler sollten und können sich privat jederzeit politisch äußern wie sie wollen. Die Sportveranstaltung sollte dazu nicht missbraucht werden. Politische Äußerungen am Arbeitsplatz, und nichts Anderes das ist das Stadion, sollten unterbleiben. Daher finde ich Trumps Vorschlag gut. Suspendieren ohne Lohnfortzahlung bis die Herren Millionäre wieder das tun wofür sie fürstlich bezahlt werden : das Publikum unterhalten. Das Publikum will im Stadion ein paar angenehme Stunden verbringen, abseits der Alltagssorgen und nicht in die politischen Befindlichkeiten dieser Herrschaften mit einbezogen werden.
Früher nannte man diesen Zirkus "Brot und Spiele" und da ging die Unterhaltung bis zum Totschlag. Sinn war es, das Volk ruhig zu stellen, wollen Sie das heute auch, ein ruhig gestelltes Volk? Die Spieler sollten eine andere Art des Protestes wählen, einen Twitter-Krieg gegen den Herrn im WH, jeglichen Boykott aller "offiziellen" Besuche dort und erst nach der Hymne auf den Rasen oder in die Halle.
hajueberlin 10.08.2018
4. Nichts für Ungut, aber
wenn Sie diesen Umständen der Farbigen in den USA ausgesetzt wären, würden Sie wahrscheinlich anders urteilen. Es gibt ja genug Nachrichten/Meldungen zu diesem Thema. Seit Jahrzehnten. Deshalb führe ich das jetzt und hier [...]
Zitat von bedarogsDie Spieler sollten und können sich privat jederzeit politisch äußern wie sie wollen. Die Sportveranstaltung sollte dazu nicht missbraucht werden. Politische Äußerungen am Arbeitsplatz, und nichts Anderes das ist das Stadion, sollten unterbleiben. Daher finde ich Trumps Vorschlag gut. Suspendieren ohne Lohnfortzahlung bis die Herren Millionäre wieder das tun wofür sie fürstlich bezahlt werden : das Publikum unterhalten. Das Publikum will im Stadion ein paar angenehme Stunden verbringen, abseits der Alltagssorgen und nicht in die politischen Befindlichkeiten dieser Herrschaften mit einbezogen werden.
wenn Sie diesen Umständen der Farbigen in den USA ausgesetzt wären, würden Sie wahrscheinlich anders urteilen. Es gibt ja genug Nachrichten/Meldungen zu diesem Thema. Seit Jahrzehnten. Deshalb führe ich das jetzt und hier nicht aus.
Papazaca 10.08.2018
5. Zur Erinnerung: Es gibt Meinungsfreiheit
Sollten, können, müssen? Es gibt - auch in den USA - Meinungsfreiheit. Und das Verhalten am Arbeitsplatz wird von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sprich Gewerkschaften, ausgehandelt. Und sicher nicht von Trump! Und sicher [...]
Zitat von bedarogsDie Spieler sollten und können sich privat jederzeit politisch äußern wie sie wollen. Die Sportveranstaltung sollte dazu nicht missbraucht werden. Politische Äußerungen am Arbeitsplatz, und nichts Anderes das ist das Stadion, sollten unterbleiben. Daher finde ich Trumps Vorschlag gut. Suspendieren ohne Lohnfortzahlung bis die Herren Millionäre wieder das tun wofür sie fürstlich bezahlt werden : das Publikum unterhalten. Das Publikum will im Stadion ein paar angenehme Stunden verbringen, abseits der Alltagssorgen und nicht in die politischen Befindlichkeiten dieser Herrschaften mit einbezogen werden.
Sollten, können, müssen? Es gibt - auch in den USA - Meinungsfreiheit. Und das Verhalten am Arbeitsplatz wird von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sprich Gewerkschaften, ausgehandelt. Und sicher nicht von Trump! Und sicher bestimmt das nicht ein deutscher Forumsschreiber, der mit keinem Wort auf den Grund für diesen Protest eingeht. Das sagt einiges aus. Außerdem gibt es nicht DAS Publikum, für das Sie sich scheinbar einsetzen, ohne es zu kennen. Aber es ist trotzdem schön, das Trump ein paar Anhänger in Deutschland hat. Und sagen Sie ab und zu mal laut PIEP, damit wir uns auch daran erinnern ....

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