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Sport

Olympische Winterspiele

Russland droht mit Boykott

Drei Monate vor den Olympischen Winterspielen ist noch nicht klar, ob Russland teilnehmen darf. Für russische Funktionäre steht fest: Einen Start unter neutraler Flagge wird es nicht geben.

AFP

IOC-Boss Thomas Bach

Dienstag, 07.11.2017   11:05 Uhr

Am 5. Dezember will das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheiden, welche Konsequenzen es aus den gehäuften russischen Dopingfällen der vergangenen Jahre zieht. Bisher galt eine Geldstrafe als die wahrscheinlichste Strafe, was vor allem bei Anti-Doping-Agenturen auf viel Kritik stieß. Nun hat die "New York Times" unter Berufung auf IOC-Quellen zwei andere Szenarien genannt: Russland könne entweder die Teilnahme an der Eröffnungsfeier bei den Winterspielen 2018 in Südkorea untersagt werden oder müsse unter neutraler Flagge starten und bei Siegen auf die Nationalhymne verzichten.

Russische Sportfunktionäre fordern deshalb einen Olympia-Boykott. "Das ist unannehmbar", sagte die Abgeordnete und Sportpolitikerin Swetlana Schurowa in Moskau der Agentur Interfax zufolge. "Dann fährt unser Land eben nicht zu Olympia." Ihr Kollege Michail Degtjarjow nannte den Zeitungsbericht einen Versuch, das russische Team zu demoralisieren.

"Die Position ist klar: Russen werden bei den Olympischen Spielen nicht unter einer neutralen Flagge antreten, sondern nur für ihr Land", hatte der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), Alexander Schukow, schon vergangene Woche gesagt. Solche Strafen machten einen Boykott unausweichlich, schrieb am Montag die Zeitung "Sport-Express": "Russland wird nicht die weiße Flagge hissen." Russland weist den Vorwurf eines organisierten und staatlich unterstützten Dopings zurück.

krä/dpa

insgesamt 15 Beiträge
naschauenwirmal73 07.11.2017
1. na Endlich...
.... der erste Schritt zu sauberen Spielen - wenn Russland nicht dabei ist - jetzt müssen nur noch die anderen Pharma-Freunde rausgenommen werden..
.... der erste Schritt zu sauberen Spielen - wenn Russland nicht dabei ist - jetzt müssen nur noch die anderen Pharma-Freunde rausgenommen werden..
Namal 07.11.2017
2.
Ein russischer Sportler, der in seiner Karriere mehr als 2000 Proben abgegeben hat und noch nie positiv getestet wurde, wird lebenslang gesperrt. Ein ungehörter Vorgang.
Ein russischer Sportler, der in seiner Karriere mehr als 2000 Proben abgegeben hat und noch nie positiv getestet wurde, wird lebenslang gesperrt. Ein ungehörter Vorgang.
alterego13 07.11.2017
3. naschauenwirmal73/ 1
"der erste Schritt zu sauberen Spielen - wenn Russland nicht dabei ist - jetzt müssen nur noch die anderen Pharma-Freunde rausgenommen werden.." ... und dann kann man das Thema "Spiele" vergessen. Bereits in [...]
"der erste Schritt zu sauberen Spielen - wenn Russland nicht dabei ist - jetzt müssen nur noch die anderen Pharma-Freunde rausgenommen werden.." ... und dann kann man das Thema "Spiele" vergessen. Bereits in dem Moment, als die Spiele für Profis geöffnet wurden, war der olympische Gedanke verloren.
von Hinnen 07.11.2017
4. Wie man die olympische Idee schändet.
Indem nicht Frieden gehalten wird, sondern politische Hetze betrieben wird. Veranlasst durch die CIA, die einen russischen Laborleiter Dr. Grigori Rodtschenkow wohl mit Bestechung (ein komplettes neues Labor in Los Angeles) zu [...]
Indem nicht Frieden gehalten wird, sondern politische Hetze betrieben wird. Veranlasst durch die CIA, die einen russischen Laborleiter Dr. Grigori Rodtschenkow wohl mit Bestechung (ein komplettes neues Labor in Los Angeles) zu gewissen Aussagen veranlasste, deren Unhaltbarkeit längst bewiesen sind. n-tv: "Nachdem 1000 russische Athleten des Dopings bezichtigt werden, nimmt sich die Anti-Doping Agentur Wada der ersten Fälle an - und befreit nahezu alle Sportler von einer Schuld." Es ist zu befürchte, dass auch der sog. Ermittler Richard McLaren auf der Lohnliste der CIA steht. So macht man Olympia kaputt.
M. Vikings 07.11.2017
5. Gibt es von der russischen Fahne eine positive A-Probe?
IOC im Anti-Doping-Krampf.
IOC im Anti-Doping-Krampf.

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