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Sport

Handtuch-Gebrauch im Tennis

Zverev bezeichnet Gegner als "lächerlich"

Viele Tennisprofis lassen sich nach jedem Ballwechsel von den Balljungen ein Handtuch reichen. Der Spieler Fernando Verdasco blaffte eines der Kinder an, weil es nicht schnell genug zur Stelle war. Alexander Zverev ist von dem Tick genervt.

Getty Images

Alexander Zverev

Freitag, 12.10.2018   14:47 Uhr

Tennisstar Alexander Zverev hat seine Konkurrenten in der Debatte um die Verwendung von Handtüchern während der Matches kritisiert.

Der Weltranglistenfünfte bezeichnete diejenigen, die nach jedem Punkt das Handtuch fordern, als "lächerlich". "Ich meine, manche Spieler benutzen es als Aberglaube. Das ist nicht der Zweck der Sache", sagte Zverev nach seinem Halbfinaleinzug in Shanghai.

Nachdem der Spanier Fernando Verdasco beim ATP-Turnier in Shenzhen ein Ballkind respektlos anblaffte, weil ihm dieses das Handtuch seiner Ansicht nach nicht schnell genug brachte, entstand eine Diskussion um die Rolle der Ballkinder.

Es wurden auch Forderungen nach Handtuchhaltern laut, damit die Ballkinder nicht jedes Mal das verschwitzte Handtuch zu den Spielern bringen müssen, wenn sie sich abtrocknen wollen. Bei den NextGen ATP-Finals im November - einem Turnier der besten Nachwuchsspieler des Jahres - wird dieses Vorgehen getestet.

"Es gibt einige Spieler - einige amerikanische Spieler, einige andere - die buchstäblich nach jedem einzelnen Punkt das Handtuch fordern", sagte Zverev. Der 20-malige Grand-Slam-Sieger Roger Federer stellte klar, dass Ballkinder unbezahlt und freiwillig an den Turnieren mitarbeiten und daher Respekt verdienen. Auch Mick Desmond, aktueller Mediendirektor und kaufmännischer Leiter des Turniers in Wimbledon, rief die Profis zum respektvolleren Umgang mit den Balljungen auf.

bam/sid

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Tennis: Die wichtigsten Schläge

Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.

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