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Tennis in Shanghai

Zverev qualifiziert sich nach Halbfinaleinzug für ATP-Finals

Viertes Masters-Halbfinale in diesem Jahr: Alexander Zverev hat sich nach einer starken Vorstellung gegen Kyle Edmund durchgesetzt. Der Deutsche durfte sich gleich doppelt freuen.

DPA

Alexander Zverev

Freitag, 12.10.2018   09:53 Uhr

Deutschlands Tennisstar Alexander Zverev hat beim Masters in Shanghai das Halbfinale erreicht. Der Weltranglistenfünfte besiegte den an Position elf gesetzten Briten Kyle Edmund souverän 6:4, 6:4 und qualifizierte sich damit vorzeitig als fünfter Spieler für das ATP-Finale vom 11. bis 18. November in London.

Zverev zeigte gegen den Weltranglisten-14. Edmund eine konzentrierte Leistung und verwandelte seinen ersten Matchball nach 71 Minuten. Nächster Gegner des 21-Jährigen ist im Halbfinale Wimbledon- und US-Open-Champion Novak Djokovic (Serbien), der sich in einer Neuauflage des Wimbledon-Finals souverän gegen Kevin Anderson (Südafrika) durchgesetzt hat (7:6, 6:3).

In der ersten Runde in Shanghai hatte Zverev von einem Freilos profitiert, anschließend bezwang er Nikolos Basilaschwili, der wenige Tage zuvor überraschend das Turnier in Peking gewonnen hatte, 7:5, 6:4. Im Achtelfinale ließ er dem australischen Toptalent Alex de Minaur beim 6:1, 6:4 keine Chance.

Zweite ATP-Finals-Teilnahme für Zverev

Der Halbfinaleinzug bedeutet für Zverev seine zweite Teilnahme am Saisonfinale nach 2017. Dort war er nach zwei Niederlagen in drei Gruppenspielen ausgeschieden. Bislang haben sich für die inoffizielle Tennis-WM bereits weitere Hochkaräter qualifiziert: Der Weltranglistenerste Rafael Nadal (Spanien), Novak Djokovic, Juan Martin del Potro (Argentinien) und Grand-Slam-Rekordgewinner Roger Federer (Schweiz) werden dabei sein.

Federer ist ebenfalls noch beim Turnier in Shanghai vertreten. Nach zwei mühevollen Dreisatzsiegen gegen Daniil Medvedev und Roberto Bautista Agut trifft der 37-Jährige nun auf Kei Nishiori. Federer musste zuletzt einige Rückschläge verkraften. Bei seinem Lieblingsturnier in Wimbledon scheiterte er nach einer klaren Führung im Viertelfinale an Anderson, wenig später verlor bei den US Open überraschend gegen John Milman. Trotz der negativen Resultate liegt er in der Weltrangliste immer noch auf Rang zwei.

bam/sid

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Tennis: Die wichtigsten Schläge

Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.

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