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Sport

Sensation in Stuttgart

Tommy Haas schlägt Roger Federer

Coup in Stuttgart: Der 39 Jahre alte Tommy Haas hat sein Match gegen Roger Federer überraschend gewonnen. Dabei hatte der Schweizer Megastar den ersten Satz noch klar für sich entschieden.

Getty Images

Roger Federer (l.) und Tommy Haas (r.)

Mittwoch, 14.06.2017   19:22 Uhr

Tommy Haas legte nach seinem Coup in Stuttgart tröstend seinen Arm um die Schulter von Top-Star Roger Federer. Er konnte es selbst nicht recht glauben, dass ausgerechnet er dem Schweizer Rekord-Grand-Slam-Sieger die Rückkehr auf die große Tennisbühne verdorben hat.

Mit dem überraschenden 2:6, 7:6 (10:8), 6:4 zog Haas - derzeit Nummer 302 der Weltrangliste - bei dem Rasen-Turnier ins Viertelfinale ein und fügte Federer eine empfindliche Niederlage bei. "Ich habe mich ein bisschen selbst geschockt", sagte der 39-Jährige. "Ich bin sprachlos. Gegen Roger zu spielen, ist immer etwas Besonderes. Es ist schwer, in Worte zu fassen", sagte Haas. "Man hat gesehen, dass bei uns beiden zeitweise die Nerven geflattert haben."

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Thomas Haas: Comeback zur Abschiedstournee

Erstmals nach seinem Comeback im Januar nach einer langen Verletzungspause feierte der 39-jährige Haas zwei Erfolge nacheinander. Am Freitag kämpft er gegen den Hamburger Mischa Zverev bei dem mit 701.975 Euro dotierten Turnier um den Einzug in das Halbfinale. Neben Haas und Zverev steht auch Philipp Kohlschreiber unter den besten Acht.

Im Duell der beiden Altmeister hatte es im ersten Satz nach einem Sieg für den Schweizer ausgesehen. In der prallen Sonne auf dem erstmals mit fast 6000 Zuschauern gefüllten Center Court führte Federer zunächst souverän. Für den Deutschen war der Druck beim zweiten Serviceverlust zum 2:5 erneut groß. Nur vier Ballwechsel später war der erste Satz beendet. In 22 Minuten.

Haas wehrte sich im zweiten Durchgang mehr und vereitelte im Tie-Break gar einen Matchball des Schweizers. Mit seiner Familie im Rücken, Tochter Valentina war mit Haas' Schwiegermutter am Dienstag angereist, spielte der gebürtige Hamburger einen irrwitzigen dritten Satz. Nach 1:56 Stunden verwandelte er dann seinen zweiten Matchball.

"Ich bin nicht so geschockt, dass ich verloren habe. Ich wusste, dass ich gegen Tommy verlieren könnte", sagte Federer und lobte seinen Kumpel: "Er war zum Schluss auch besser. Wenn ich es jemandem gönne, dann Tommy."

Wie Haas erreichte auch Vorjahresfinalist Philipp Kohlschreiber (Augsburg) das Viertelfinale. Der 33-Jährige gewann gegen den US-Amerikaner Steve Johnson (Nr. 5) mit 7:6 (7:3), 5:7, 7:6 (8:6) und trifft entweder auf den Warsteiner Jan-Lennard Struff oder Wildcard-Starter Lucas Pouille (Frankreich/Nr. 4).

beb/dpa/sid

insgesamt 5 Beiträge
ONV 14.06.2017
1.
War das geil, oder war das geil?! Wer hätte gedacht, dass Haas sowas noch draufhat. Gegen den besten Tennisspieler aller Zeiten und 8-maligen Wimbledon-Champion. Glückwunsch Tommy!!!
War das geil, oder war das geil?! Wer hätte gedacht, dass Haas sowas noch draufhat. Gegen den besten Tennisspieler aller Zeiten und 8-maligen Wimbledon-Champion. Glückwunsch Tommy!!!
alterLeser 14.06.2017
2. Keine große Überraschung
Das ATP-Ranking ist nur beschränkt aussagefähig. Tommy ist nach wie vor Weltspitze. Meines Wissens hatte er Federer früher auch schon geschlagen.
Das ATP-Ranking ist nur beschränkt aussagefähig. Tommy ist nach wie vor Weltspitze. Meines Wissens hatte er Federer früher auch schon geschlagen.
langenscheidt 14.06.2017
3. Wimbledon steht vor der Tür
Da wird nicht bei Pillepalle-Turnieren Verletzungen riskiert. Ein wenig unter Wettkampfbedingungen trainieren und das wars dann.
Da wird nicht bei Pillepalle-Turnieren Verletzungen riskiert. Ein wenig unter Wettkampfbedingungen trainieren und das wars dann.
shoper34 15.06.2017
4. Schade,
dass auch Roger Federer sich dem generellen Trend im Profitennis angeschlossen hat, Spiele zu manipulieren und Ergebnisse abzusprechen. Ob nun die internationale Wettmafia, Sponsoren und Investoren, Finanziers oder "old men [...]
dass auch Roger Federer sich dem generellen Trend im Profitennis angeschlossen hat, Spiele zu manipulieren und Ergebnisse abzusprechen. Ob nun die internationale Wettmafia, Sponsoren und Investoren, Finanziers oder "old men clubs" dahinterstecken ist egal . Jedenfalls ist es kein Sport mehr , sondern showbiz für Geld und auf Kosten der naiven Fans.
DieHappy1 05.08.2017
5.
Unglaublich dass sie es wagen, nach diesem Spiel Federer unterstellen manipuliert zu haben und ein Betrüger zu sein. Aber von ihnen (absichtlich klein) wundert es mich dann doch nicht.
Zitat von shoper34dass auch Roger Federer sich dem generellen Trend im Profitennis angeschlossen hat, Spiele zu manipulieren und Ergebnisse abzusprechen. Ob nun die internationale Wettmafia, Sponsoren und Investoren, Finanziers oder "old men clubs" dahinterstecken ist egal . Jedenfalls ist es kein Sport mehr , sondern showbiz für Geld und auf Kosten der naiven Fans.
Unglaublich dass sie es wagen, nach diesem Spiel Federer unterstellen manipuliert zu haben und ein Betrüger zu sein. Aber von ihnen (absichtlich klein) wundert es mich dann doch nicht.

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