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Weltreiterspiele

Werth gewinnt auch im Grand Prix Special

Schon lange vor der Schlusslinie war Rekordreiterin Isabell Werth WM-Titel Nummer neun nicht mehr zu nehmen. Überschattet wurde der Gold-Tag von der Nachricht über ein eingeschläfertes Pferd.

ERIK S LESSER/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Isabell Werth auf Bella Rose

Samstag, 15.09.2018   00:34 Uhr

Wieder Gold für Isabell Werth: Die Dressurreiterin hat bei der WM im US-amerikanischen Tryon mit der Stute Bella Rose auch den Titel im Grand Prix Special gewonnen. Bereits am Vortag hatte die erfolgreichste Reiterin der Geschichte mit der deutschen Mannschaft Gold geholt.

Die sechsmalige Olympiasiegerin musste als letzte Starterin reiten und gewann mit 86,246 Prozent. Sie lag damit klar vor der US-Amerikanerin Laura Graves mit Verdades (81,717). Dritte wurde die Britin Charlotte Dujardin mit Mount St John (81,489). "Ich wusste, dass wir alles geben mussten", sagte die 49-Jährige: "Aber ich fühle mich mit Bella Rose so sicher."

Sönke Rothenberger unterliefen mit seinem Wallach Cosmo im Special zu viele Fehler für eine Medaille. 81,277 Punkte reichten hinter Graves und der dreimaligen Olympiasiegerin Dujardin nur zu Rang vier.

53 Pferde mussten behandelt werden

Überschattet wurde der dritte Wettkampf-Tag der WM von der Nachricht über ein eingeschläfertes Pferd. Dies habe aufgrund von Nierenproblemen bei dem Distanzpferd geschehen müssen. Den Namen und die Nationalität des Pferdes wollte der Weltverband FEI zunächst nicht nennen.

Das Distanzrennen am Mittwoch war aufgrund großer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit abgebrochen worden. Schon am Morgen musste das Rennen neu begonnen werden, da einige Reiter beim ursprünglichen Start falsch auf die erste Runde geleitet worden waren.

Nun gab die FEI Zahlen bekannt, die verdeutlichen, wie groß die Belastung für die Pferde gewesen sein muss. Von den 95 Tieren, die den Neustart in Angriff nahmen, mussten 53 nach dem Abbruch in einer Tierklinik behandelt werden. 52 dieser Pferde litten an Kreislaufproblemen, 32 mussten Infusionen bekommen. Zwei Pferde hatten Nierenprobleme, eines wurde eingeschläfert.

sak/sid/dpa

insgesamt 3 Beiträge
Spiegelleserin57 15.09.2018
1. Es ist schon sehr bezeichnend...
dass so viele Pferde behandelt werden mussten, zeigt auch den Stress den die Tiere erleiden müssen. Ist das Turnier dann nicht eher ein eiskaltes Geschäft? Wer sein Pferd liebt wird ihm wohl kaum soetwas zumuten!
dass so viele Pferde behandelt werden mussten, zeigt auch den Stress den die Tiere erleiden müssen. Ist das Turnier dann nicht eher ein eiskaltes Geschäft? Wer sein Pferd liebt wird ihm wohl kaum soetwas zumuten!
bosworth 15.09.2018
2. Distanzrennen...?
"Niemand sollte aus dem heiteren Ton dieses Buches schließen, Reiten sei vielleicht doch keine so ernste Sache - nicht weil es oft in Samt und Seide geschieht, mit Sporenklirren und Handkuß, sondern weil es auf dem Rücken [...]
"Niemand sollte aus dem heiteren Ton dieses Buches schließen, Reiten sei vielleicht doch keine so ernste Sache - nicht weil es oft in Samt und Seide geschieht, mit Sporenklirren und Handkuß, sondern weil es auf dem Rücken von Lebewesen geschieht." Diesem Motto aus Horst Sterns Buch 'So verdient man sich die Sporen' ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Nur so viel, als ich im Münsterland meine ersten Reitkurse absolviert habe, da galt - im Mittelpunkt steht das Wohlergehen des Pferdes. Wer aus etwa Eitelkeit und/oder Geltungsbedürfnis in Reken auftauchte, der wurde von unserer Reitlehrerin sehr schnell zurechtgestutzt. Und das war - siehe Horst Stern - auch gut so.
Endurance Fan 15.09.2018
3. Endurance In dieser Sportart läuft schon seit Jahren etwas schief
Es kann wohl nicht sein und ist sicher nicht auf die äusseren Umstände die dazu führen, dass nach halber Distanz bereits so viele Pferde überfordert waren. Man hat einiges versucht diese Sportart in den Griff zu bekommen. [...]
Es kann wohl nicht sein und ist sicher nicht auf die äusseren Umstände die dazu führen, dass nach halber Distanz bereits so viele Pferde überfordert waren. Man hat einiges versucht diese Sportart in den Griff zu bekommen. Erfolglos. In der Zwischenzeit ist da auch sehr viel Geld im Spiel. Der Endurance Sport ist komplett ausgeartet. Endurance ist schon lange keine pferdegerechte Sportart mehr. Die einzige konsequente Lösung ist, Endurance zu streichen und die F.E.I sollte den Mut haben diese abartige Disziplin aufzugeben und keine Wettkämpfe mehr durchzuführen. Es ist einfach... Ende … Stop Endurance.

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