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Sport

Mode-Ranking der Wimbledon-Champions

White, please!

In Wimbledon ist nur weiße Spielkleidung erlaubt. Auf dem Centre Court sehen also alle gleich aus? Im Gegenteil. Ein Mode-Ranking durch vier Jahrzehnte - mit Pullundern, Schweißbändern und Goldketten.

Getty Images

Andre Agassi

Von
Freitag, 13.07.2018   09:38 Uhr

Kein Elfenbein, keine Eierschale, kein Vanille. Nein, weiß muss sie sein, die Spielkleidung, in der die Tennisprofis beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon ihre Duelle bestreiten. Der All England Lawn Tennis and Croquet Club hat seine festen Regeln, wenn es um die Outfits der Turnierteilnehmer geht.

Im Jahr 1963 war es dem Veranstalter des Rasenturniers erstmals zu bunt geworden: Damals wurde die Regel eingeführt, dass Spieler "hauptsächlich" weiße Kleidung zu tragen haben. 1995 wurde die Regel sogar noch einmal verschärft und zu "fast ausschließlich weiß" modifiziert - selbst Vorgaben für Schweißbänder, Mützen und Zierstreifen wurden formuliert.

Wie ernst die Wimbledon-Veranstalter es meinen, haben sie 2013 gezeigt, als sie Roger Federers Schuhe monierten. "Zu grell" sei deren leuchtendes Orange, wohlgemerkt, es ging dabei ausschließlich um die Sohlen seiner ansonsten weißen Sportschuhe.

Heißt das, in Wimbledon laufen alle Sportler in genormten Shirts auf? Nein. Im Gegenteil, die Designer sind nur umso mehr gefordert - und haben in den vergangenen Jahren zuverlässig Hingucker geliefert. Wir zeigen Ihnen, welche Champions auch bei ihrer Kleiderwahl echte Champions waren. Das entscheidende Wort in "fast ausschließlich weiß" ist nämlich das "fast".

Von Boris Beckers Pullunder über Stefan Edbergs Kunstsammlung bis zu Roger Federers goldener Schnalle. Das große Mode-Ranking der Wimbledon-Sieger:

Fotostrecke

Wimbledon-Outfits: Beckers Pullunder, Federers Gürtelschnalle
insgesamt 3 Beiträge
dasbeau 13.07.2018
1. Bild Nr. 3
"...die anlasslos verlängerte Rückenpartie." Für die verlängerte Rückenpartie von Polohemden gibt es sehr wohl einen Grund und der stammt tatsächlich aus der Welt des Sports. Wenn Sie schon einen Bericht über [...]
"...die anlasslos verlängerte Rückenpartie." Für die verlängerte Rückenpartie von Polohemden gibt es sehr wohl einen Grund und der stammt tatsächlich aus der Welt des Sports. Wenn Sie schon einen Bericht über Mode im Sport schreiben, machen Sie sich wenigstens mit der Materie vertraut. Kleiner Tip: Die verlängerte Rückenpartie erfüllt nur dann ihren Zweck, wenn das Shirt in die Hose gesteckt wird. Insofern trägt es Richard Krajicek im Bild "falsch", allerdings war das vielleicht zu Beginn des Matches noch anders.
betterbrand 13.07.2018
2. Auswahl falsch, Bewertung auch
Danke für den netten Versuch, hat Spaß gemacht, allerdings gehören ja gerade die Edberg Klamotten einer Epoche an, die pure optische Grausamkeiten produzierte, und das anerkanntermaßen. Also ab nach hinten mit Edberg, aber die [...]
Danke für den netten Versuch, hat Spaß gemacht, allerdings gehören ja gerade die Edberg Klamotten einer Epoche an, die pure optische Grausamkeiten produzierte, und das anerkanntermaßen. Also ab nach hinten mit Edberg, aber die 1 passt! Und BigMac auf die 2!
eurosinga 13.07.2018
3. Modenschau
Das ist immer noch ein Überbleibsel aus der elitären Zeit des Tennis. Es ist halt eher eine Modenschau mit ein bisschen Sport zur Umrahmung. Aber "Quiet please", so dass die empfindsamen Seelchen nicht gestört werden.
Das ist immer noch ein Überbleibsel aus der elitären Zeit des Tennis. Es ist halt eher eine Modenschau mit ein bisschen Sport zur Umrahmung. Aber "Quiet please", so dass die empfindsamen Seelchen nicht gestört werden.

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