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League-of-Legends-WM-2018

Das ist das populärste Turnier des E-Sports

E-Sports is coming home: Die 16 besten League-of-Legends-Teams suchen in Korea einen neuen Champion. Fragen und Antworten zum größten Videospiel-Wettstreit der Welt.

Riot Games

Finale 2016 im Staples Center in Los Angeles

Von
Mittwoch, 10.10.2018   09:59 Uhr

Die Weltmeisterschaft in League of Legends geht in die Hauptrunde. Nach der Vorrunde messen sich ab Mittwoch die 16 stärksten Teams im koreanischen Busan. Gesucht wird ein neuer Champion, und den wird es definitiv geben: Vorjahressieger Samsung Galaxy hat sich nach dem Triumph aufgelöst und wird durch die Nachfolgeorganisation Gen.G vertreten, Dauerchampion SK Telecom T1 ist gar nicht dabei. Die wichtigsten Antworten zum Spiel, dem Turnier und den Teilnehmern:

Was ist League of Legends?

Zwei Teams mit je fünf Spielern treten in diesem Multiplayer Online Battle Arena (MOBA), einer Unterkategorie der Echtzeit-Strategie-Spiele, an, um gemeinsam die Basis der gegnerischen Mannschaft zu zerstören. Die Spieler greifen dabei als Helden mit individuellen Eigenschaften und Fähigkeiten in die Schlacht ein. Mehr über League of Legends erfahren Sie hier.

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E-Sport-Titel einfach erklärt: So funktioniert "League of Legends"

Wer nimmt am Turnier teil?

Anders als bei Weltmeisterschaften im klassischen Sport treten bei den "Worlds" keine nationalen Auswahlmannschaften gegeneinander an. Die Teams vertreten verschiedene Regionen und dürfen international besetzt sein. Dominiert wird das Teilnehmerfeld von den fünf Hauptregionen Korea, China, Europa, Nordamerika und Taiwan/Hong Kong/Macao, welche zusammen elf der 16 Teilnehmer stellen. Zudem kommt bei den diesjährigen Worlds ein Vertreter aus Vietnam.

Die weiteren vier Plätze wurden in einer Vorrunde, Play-in-Stage genannt, ausgespielt. Hier nahmen auch Vertreter aus Brasilien, Russland, Lateinamerika, Japan, Südostasien, Ozeanien und der Türkei teil. Am Ende setzten sich jedoch vier weitere Qualifikanten aus den Hauptregionen durch.

Wo findet das Turnier statt?

E-Sports is coming home - so könnte das Motto der Worlds 2018 lauten. Korea war das erste Land, in dem der E-Sport einen Hype erlebte. Nach der Vorrunde in Seoul wandert das Turnier für die Gruppenphase und die Viertelfinals nach Busan. Die Halbfinals werden in Gwangju ausgetragen, bevor es zu den Finalspielen nach Incheon geht, wo im Munhak Stadion, gebaut zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002, der neue Champion ausgespielt wird.

Riot Games

Europas Hoffnung: "Rekkles" und sein Team Fnatic

Bereits 2014 richtete das Land das Turnier aus, mit einem Finale im WM-Stadion von Seoul. Dreimal war Los Angeles der Austragungsort der "Worlds" mit zwei Endspielen im Staples Center, der Heimat der LA Lakers und der LA Clippers. 2016 war Europa Ausrichter der Weltmeisterschaft mit einem Finale in der Berliner Mercedes-Benz-Arena. Der aktuelle Weltmeister, Samsung Galaxy, wurde im vergangenen Jahr im als "Vogelnest" bekannten Nationalstadion der chinesischen Hauptstadt Peking gekürt.

Wie ist der Modus?

Die Teams werden in vier Gruppen zu je vier Teilnehmern eingeteilt und müssen gegen jeden Gruppengegner zweimal antreten. Die zwei besten Teams jeder Gruppe kommen in die Viertelfinals. Ab dort werden alle Partien, inklusive des Finales am 3. November, in einer Best-of-Five-Serie entschieden.

Hier eine Übersicht der Teilnehmer und ihrer Gruppen:

Gruppe A

Team Region
Flash Wolves Taiwan
Afreeca Freecs Korea
Phong Vu Buffalo Vietnam
G2 Esports Europa

Gruppe B

Team Region
Royal Never Give Up China
Gen.G Korea
Team Vitality Europa
Cloud9 Nordamerika

Gruppe C

Team Region
KT Rolster Korea
MAD Team Taiwan
Team Liquid Nordamerika
EDward Gaming China

Gruppe D

Team Region
Fnatic Europa
100 Thieves Nordamerika
Invictus Gaming China
G-Rex Hong Kong

Wer sind die Favoriten?

Die dominante Region ist Korea. Seit 2013 haben ausschließlich koreanische Teams den Titel gewonnen. Die Serienchampions SK Telecom T1 wurden im vergangenen Jahr von Samsung Galaxy abgelöst. Die neuen Weltmeister haben sich jedoch nach dem Erfolg als Team aufgelöst. Der dreimalige Champion SK T1 konnte sich in diesem Jahr nicht für die Endrunde qualifizieren.

Favorisiert sind in diesem Jahr die chinesischen Vertreter Royal Never Give Up und KT Rolster aus Korea. Afreeca Freecs und Gen.G eSports, ebenfalls aus Korea, sind starke Konkurrenten. Neben den Vertretern der zwei dominanten Regionen könnten auch die Flash Wolves aus Taiwan für eine Überraschung sorgen. Die Teams aus Europa und Nordamerika zählen zu den Außenseitern mit sehr geringen Titelchancen.

Wer sind die besten Spieler?

In Abwesenheit von SK Telecom T1 mit Starspieler Lee "Faker" Sang-hyeok wird der Chinese Jian "Uzi" Zi-Hao von Titelanwärter Royal Never Give Up von vielen Experten als stärkster Spieler im Wettbewerb gehandelt. Starke Rivalen auf seiner Position sind "Deft" vom koreanischen Mitfavoriten KT Rolster und "Doublelift", dem allerdings bei Team Liquid das starke Kollektiv fehlt, um ganz vorn anzugreifen.

Riot Games

Jian "Uzi" Zi-Hao

Ebenfalls spannende Spieler sind "Mata" und "Smeb" von KT Rolster, "Rookie" von Invictus Gaming und "SwordArt" vom taiwanesischen Team Flash Wolves. Europäische Fans hoffen auf gute Leistungen des Schweden "Rekkles" und des Dänen "Caps" vom Team Fnatic.

Wie kann man die Spiele schauen?

Alle Spiele können kostenfrei im Stream angeschaut werden. Der Veranstalter Riot Games überträgt die Spiele auf seiner Homepage sowie auf seinem Twitch- und YouTube-Kanal auf Englisch. Eine deutschsprachige Übertragung gibt es ebenfalls auf der Seite des Veranstalters oder auf dem Twitch-Kanal von Summoner's Inn.

Welchen Stellenwert hat das Turnier im E-Sport?

Das höchstdotierte E-Sport-Turnier der Welt ist "The International", die Weltmeisterschaften in "Dota 2", mit einem Preisgeld von zuletzt 25,5 Millionen Dollar. An diese Prämien reichen die "Worlds" nicht heran - die Zuschauerzahlen liegen jedoch höher. Allein für das Finale der vorherigen WM in China werden 60 Millionen Zuschauer angegeben. Zum Vergleich: Der britische Sender BBC und der US-Sender ESPN erreichten mit ihrer gesamten Berichterstattung von Wimbledon 2018 zusammen etwas mehr als 55 Millionen Zuschauer.

E-Sport-Titel einfach erklärt

insgesamt 31 Beiträge
Maie-Luise-Frederieke 10.10.2018
1. Man sollte
Esport auf ein vernünftiges Maß reduzieren. Es beschädigt nur die sozialisation insb. junger Männer. Die Chinesen haben mit ihrem sozialen Punktesystem einen guten Ansatz. Man könnte so exzessives und schädliches Verhalten [...]
Esport auf ein vernünftiges Maß reduzieren. Es beschädigt nur die sozialisation insb. junger Männer. Die Chinesen haben mit ihrem sozialen Punktesystem einen guten Ansatz. Man könnte so exzessives und schädliches Verhalten bestrafen und vorbildliches ensptrechend honorieren.
Glyon 10.10.2018
2. genre ???
wie kann man denn bitte beim meistgespielten Spiel der Welt das falsche Genre nennen ? LoL ist kein Echtzeit-strategie-spiel (real time strategy /RTS) sonder ein Multiplayer-Online-Battle-Arena Spiel (kurz MOBA). Bei einem RTS [...]
wie kann man denn bitte beim meistgespielten Spiel der Welt das falsche Genre nennen ? LoL ist kein Echtzeit-strategie-spiel (real time strategy /RTS) sonder ein Multiplayer-Online-Battle-Arena Spiel (kurz MOBA). Bei einem RTS (z.B StarCraft oder age of empires) steuert der Spieler viele Einheiten mit unterschiedlichen Funktionen und muss eine eigene Basis und Wirtschaft aufbauen. Bei einem Monat steuert der einen einzigen Held in einem 5er Team. Zwar gehen die Ursprünge des MOBA Genres auf Warcraft 3 und damit ein RTS zurück doch mittlerweile ist das MOBA deutlich größer und eigenständiger
throwaway 10.10.2018
3. Zuschauerzahlen
... sind Schall und Rauch in esports und sollten unkommentiert nicht genannt werden, weil sie extrem irreführend sind. Das liegt in erster Linie an China, wo Nutzerzahlen sowohl durch Bots inflationär in die Höhe getrieben als [...]
... sind Schall und Rauch in esports und sollten unkommentiert nicht genannt werden, weil sie extrem irreführend sind. Das liegt in erster Linie an China, wo Nutzerzahlen sowohl durch Bots inflationär in die Höhe getrieben als auch von Plattformbetreibern falsch angegeben werden. Zum Vergleich: Spitzenzahl Zuschauer World 2017 nach https://esc.watch/tournaments/lol/2017-world-championship: 106 Millionen. Ohne Chinesische Zuschauer: 2 Millionen. Wie absurd 100 Millionen Zuschauer allein in China gleichzeitig (!) sind, sollte jedem auf Anhieb klar sein. Also schaut man am besten nur die Zuschauerzahlen ohne Chinesische Zuschauer an, die sind recht verlässlich. Schon passt auch das Verhältnis zu anderen Sportberichterstattungen im Fernsehen, wie im Artikel genannt. Das relativiert im Übrigen auch den Vorsprung von LOL World 2017 auf Dota 2 The International 2018, mit 2 Millionen zu 1.2 Millionen in der Spitze. Die durchschnittliche Zuschauerzahl über das gesamte Tournier war bei beiden Spielen mit etwa 520.000 im Übrigen fast identisch.
princesstubi 10.10.2018
4. Maie-Luise-Frederieke
wie kann man nur so einen schwachsinn schreiben. wahrscheinlich haben sie selber e-sports noch nie verfolgt und haben keine ahnung davon, sonst würde man nicht so etwas absurdes schreiben.
wie kann man nur so einen schwachsinn schreiben. wahrscheinlich haben sie selber e-sports noch nie verfolgt und haben keine ahnung davon, sonst würde man nicht so etwas absurdes schreiben.
MannAusmNorden 10.10.2018
5. Mir fehlt der Zugang...
... zu LoL. Ich verstehe dieses hektische Klicken nicht und sehe den Unterschied nicht wann einer was richtig oder falsch macht. Denn was total fehlt ist eine vernünftige Moderation. Leider ist die oft nur in Englisch vorhanden [...]
... zu LoL. Ich verstehe dieses hektische Klicken nicht und sehe den Unterschied nicht wann einer was richtig oder falsch macht. Denn was total fehlt ist eine vernünftige Moderation. Leider ist die oft nur in Englisch vorhanden (habe 2016 mal nach einen Stream gesucht). Ich habe letztes Jahr die Weltmeisterschaften in World of Tanks verfolgt (gibt es dieses Jahr leider nicht...) . Die wurde von einem Deutschen Youtuber auf Deutsch moderiert. Teilweise hatte er auch Unterstützung von einem Pro-Gamer mit dabei. Da war dann viel Erklärung mit dabei, vor allem weil es bei WoT auch viel um Taktik geht. Das fehlt mir bei LoL total. Ich weiß, dass LoL nun kein Snooker ist und nicht entsprechend leise kommentiert werden kann. Aber das meiste was man dazu findet ist leider schon so nerdig, dass es für einen "Normalsterblichen" kaum noch verständlich ist.

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