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18.02.2012
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Wintersport

Loch gewinnt Gesamtweltcup, Kombinierer scheitern am Material

Rodler Loch: Sieg im Gesamtweltcup
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Rodler Loch: Sieg im Gesamtweltcup

Er ist der erste Deutsche seit 22 Jahren: Rodler Felix Loch hat den Gesamtweltcup gewonnen. Im Skilanglauf liefen gleich zwei Deutsche unter die ersten Zehn. Die deutschen Kombinierer kämpften mehr mit dem Material als mit ihren Gegnern.

Hamburg - Mit einem Sieg beim Weltcup in Sigulda hat Felix Loch den Rodel-Gesamtweltcup gewonnen. Loch setzte sich vor dem Italiener Armin Zöggeler und dem Letten Inars Kivlenieks durch. Damit sicherte sich der 22-Jährige in Lettland schon vor dem Saison-Finale und als erst vierter Deutscher überhaupt den Sieg in der Gesamtwertung. Der letzte Deutsche, dem dieser Erfolg gelang, war vor 22 Jahren Georg Hackel.

Im Doppelsitzer belegten Tobias Wendl und Tobias Artl den dritten Platz und haben damit nur noch eine Minimalchance auf den Gesamtsieg. Den Sieg bei der vorletzten Weltcup-Station in dieser Saison sicherten sich die Österreicher Andreas und Wolfgang Linger. In der Gesamtwertung führen sie nun mit 680 Punkten vor Wendl/Arlt, die 635 Zähler haben. Die deutschen WM-Zweiten Toni Eggert und Sascha Benecken landeten auf dem vierten Rang.

Materialprobleme haben den deutschen Nordischen Kombinierern beim Heim-Weltcup in Klingenthal alle Siegchancen genommen. Als bester DSV-Starter landete Fabian Rießle auf dem achten Rang. Der 21-Jährige hatte nach den zehn Kilometern im Ziel allerdings 1:55,6 Minuten Rückstand. "Wir hatten erhebliche Probleme mit dem Material. Die Techniker haben ihre beste Arbeit getan, aber wir waren so einfach nicht konkurrenzfähig", sagte Björn Kircheisen, der auf Rang 13 ins Ziel kam.

Der Sieger Akito Watabe feierte einen Start-Ziel-Triumph. Der Japaner hatte bereits nach dem Springen in Führung gelegen und ließ sich in 25:03,6 Minuten den Sieg nicht mehr nehmen. Zweiter wurde der französische Gesamtweltcup-Führende Jason Lamy-Chappuis (+28,5 Sekunden) vor Bernhard Gruber aus Österreich (+29,6). Als zweitbester Deutscher verpasste Weltmeister Eric Frenzel (+2:00,8) auf dem elften Rang nur knapp die Top 10, Johannes Rydzek (+2:40,2) landete auf Platz 16.

Die deutschen Skilangläufer Axel Teichmann und Franz Göring haben bei der Weltcup-Premiere im polnischen Szklarska Poreba die Plätze sieben und acht belegt. Bei schwierigen äußeren Bedingungen schaffte Teichmann als Siebter über 15 Kilometer im klassischen Stil sein drittbestes Saison-Resultat. Für Göring war Rang acht sogar das bislang beste Ergebnis dieses Winters. Überlegener Tagessieger wurde der Schwede Johan Olsson in 38:48,2 Minuten vor dem Schweizer Dario Cologna (+19,3 Sekunden), der damit seine Führung im Gesamtweltcup ausbaute. Platz drei ging mit 57,5 Sekunden Rückstand an Alexander Legkow aus Russland.

Bei den Damen hat Justyna Kowalczyk ihren Heimvorteil genutzt und gewann mit 36 Sekunden Vorsprung auf Marit Björgen im Klassikrennen über zehn Kilometer. Kowalczyk übernahm damit das Gelbe Trikot der Gesamtführenden von der Norwegerin Björgen. Ein gutes Ergebnis fuhr Nicole Fessel ein, die als beste Deutsche auf Rang sieben landete. Katrin Zeller als Elfte und Stefanie Böhler auf Platz 17 schafften den Sprung unter die Top 20.

Beim Skiflug-Weltcup in Oberstdorf verpassten die deutschen Skispringer das Podest klar. Nur Severin Freund, als Zehnter, schaffte den Sprung in die Top-Ten. Sieger wurde der Österreicher Martin Koch mit Sprüngen auf 218 und 221,5 Metern und 443,4 Punkten vor dem Japaner Daiki Ito (433,2 Punkte) und Simon Ammann (429,2) aus der Schweiz. Andreas Wank flog an seinem 24. Geburtstag auf die persönliche Bestweite von 209,5 Meter, nachdem er im ersten Versuch 185 Meter gesprungen war und wurde 13. Richard Freitag wurde mit 185 und 199,5 Metern 18. Michael Neumayer landete nach überstandenem Magen-Darm-Virus auf Platz 27.

Maximilian Arndt liegt bei der Zweierbob-Weltmeisterschaft in Lake Placid nach zwei von vier Läufen auf Medaillenkurs. Mit Anschieber Kevin Kuske hatte der Thüringer 21/100 Sekunden Rückstand auf den führenden Kanadier Lyndon Rush und rangierte vorerst auf Rang drei. Zweiter ist Steven Holcomb aus den USA, der 0,12 Sekunden hinter der Spitze zurückliegt. Manuel Machata belegt mit Andreas Bredau Position sechs. Francesco Friedrich ist mit Marko Hübenbecker Achter.

Bobpilotin Sandra Kiriasis hat bei der WM in Lake Placid Chancen auf die Silbermedaille. Die Olympiasiegerin von 2006 hat mit Anschieberin Petra Lammert trotz Bestzeit im dritten Lauf 0,4 Sekunden Rückstand auf die führende Kaillie Humphries. Der Olympiasiegerin aus Kanada ist ihr erster WM-Titel im vierten und letzten Durchgang kaum noch zu nehmen. Platz drei belegt Lokalmatadorin Elena Meyers (+0,69).

lin/dpa/sid

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