19.02.2012
Bob-WM
Kiriasis holt Silber, Arndt Bronze
Bobpilotin Kiriasis: Aufholjagd wurde nicht belohnt
Hamburg - Die siegverwöhnten deutschen Bob-Frauen blieben in Lake Placid ohne WM-Titel, aber nicht ohne Medaille. Sandra Kiriasis holte mit Anschieberin Petra Lammert Silber im Zweierbob. Die 37-Jährige hatte nach vier Läufen 0,33 Sekunden Rückstand auf die siegreiche Kanadierin Kaillie Humphries mit Anschieberin Jennifer Ciochetti (3:48,57 Minuten).
Titelverteidigerin Cathleen Martini, die nach einer Verletzung von ihrer Anschieberin Janine Tischer mit Franziska Bertels fuhr, landete auf Rang vier (+1,25 Sekunden) hinter Elana Meyers und Katie Eberling aus den USA (+1,00). Das dritte deutsche Duo Anja Schneiderheinze und Lisette Thöne kam auf Rang acht (+2,3). Die deutschen Frauen waren nach Platz eins bis drei im Gesamtweltcup als große Titelfavoritinnen ins Rennen gestartet.
Trotz des verpassten vierten Titels nach 2005, 2007 und 2008 war Kiriasis zufrieden: "Ich bin absolut happy. Wir wollten in den letzten beiden Läufen nochmal angreifen, das ist uns gelungen. Der Abstand auf Kaillie war einfach zu groß", sagte die Bobpilotin, die seit dem 29. Januar 2011 in St. Moritz auf einen Sieg auf internationaler Ebene wartet.
Kiriasis hatte in den letzten beiden Läufen alles riskiert, nachdem sie nach den ersten beiden Durchgängen bereits 0,41 Sekunden Rückstand auf Humphries hatte. Zwar gelang es der 37-Jährigen, mit Bestzeiten noch einmal Druck auf die Kanadierin auszuüben, zum großen Triumph reichte es aber dennoch nicht.
Arndt gewinnt erste WM-Medaille
Bei den Männern gewann Maximilian Arndt die erste WM-Medaille seiner Karriere. Der 24-Jährige sicherte sich mit Top-Anschieber Kevin Kuske dank vier konstanter Läufe Bronze. Der Vierer-Europameister hatte am Ende 0,55 Sekunden Rückstand auf den neuen Weltmeister Steven Holcomb aus den USA. Silber ging an den Kanadier Lyndon Rush (+0,46 Sekunden).
"Wir haben im letzten Lauf nochmal voll angegriffen und alles reingelegt. Es war eine geile Veranstaltung", sagte Arndt. Nachwuchs-Pilot Francesco Friedrich erwischte einen guten zweiten Renntag. Der Junioren-Weltmeister schob sich noch auf den vierten Platz vor und lag am Ende nur 0,07 Sekunden hinter Arndt. Vierer-Weltmeister Manuel Machata kam nur auf Rang sieben (+1,40).
rei/dpa/sid