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04.05.2012
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Eishockey-WM

Deutschland feiert souveränen Auftaktsieg

DEB-Team besiegt Italien: Den Außenseiter auseinandergenommen
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AFP

Keine Mühe mit Italien: Die deutschen Eishockey-Herren besiegten in ihrem ersten WM-Spiel den Außenseiter klar. Dafür reichte sogar eine mittelmäßige Leistung. Bester Spieler beim DEB-Team war Christoph Ullmann, der alle Treffer vorbereitete.

Hamburg - Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat ihr erstes Spiel bei der 76. WM in Finnland und Schweden gewonnen. Gegen Italien feierte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes in Stockholm einen 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)-Sieg. Die Tore für das Team von Bundestrainer Jakob Kölliker erzielten Christoph Schubert (17. Minute), Patrick Reimer (23.) und Christopher Fischer (46.). Christoph Ullmann bereitete alle drei Treffer vor, Philip Gogulla kam auf zwei Vorlagen. Für Deutschland war es der höchste Auftaktsieg seit dem 9:2 über Japan vor zehn Jahren.

"Wir wollten unbedingt mit einem Sieg in das Turnier starten. Das haben wir geschafft, jetzt sind wir einen Schritt weiter", sagte Torschütze Reimer: "Wir müssen aber an unseren Schwächen arbeiten."

Vor nur rund tausend Zuschauern in der fast 14.000 Zuschauer fassenden Stockholmer Arena war Deutschland als Weltranglistenachter der klare Favorit. Italien ist als 17. der Welt das vermeintlich schwächste EM-Team. Die Kräfteverhältnisse im Ranking spiegelten sich denn auch auf dem Eis wieder.

Bereits nach 25 Sekunden hatte John Tripp, der am Freitag 35 Jahre alt wurde, die Chance zum 1:0. Er scheiterte jedoch am starken italienischen Torhüter Daniel Bellissimo. Das DEB-Team bestimmte, angetrieben von Kapitän Marcel Goc, auch in der Folge die Partie, ohne jedoch überzeugen zu können. Der erste Treffer gelang dem Hamburger Christoph Schubert (17.).

Auch im zweiten Drittel dominierte Deutschland gegen den Aufsteiger und kam durch Patrick Reimer (Düsseldorfer EG) zum 2:0. Allerdings offenbarte das Kölliker-Team Schwächen im Überzahlspiel. Zudem machte es sich die Mannschaft durch zwei vermeidbare Zeitstrafen nach Wechselfehlern selbst schwer. Auch die Chancenverwertung war fahrlässig.

USA siegen deutlich über Frankreich

Die Italiener versuchten im Schlussdrittel zwar, den Druck zu erhöhen, sie blieben allerdings harmlos. Wenn der Außenseiter doch einmal durchkam, konnte sich Deutschland auf Torhüter Dennis Endras verlassen. Eine von etlichen weiteren Chancen der DEB-Auswahl nutzte Fischer (Grizzlys Wolfsburg) schließlich zum 3:0-Endstand in der wichtigen Auftaktpartie.

Coach Kölliker hatte schon vor der Partie von einem Schlüsselspiel gesprochen. "Wenn man mit einem Sieg startet, gibt das Selbstvertrauen", so der Schweizer. Im zweiten Gruppenspiel trifft Deutschland am Sonntag (20.15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf einen weiteren Außenseiter. Mit zwei Erfolgen zu Beginn wäre der Druck gegen die Turnier-Favoriten Russland (8. Mai) und Schweden (9. Mai) deutlich geringer.

Im ersten Spiel der WM setzten sich zuvor die USA souverän gegen Frankreich durch, die Amerikaner siegten 7:2 (1:1, 3:1, 3:0). Zunächst tat sich der Favorit schwer, doch zwei Powerplaytore im zweiten Drittel brachten die USA auf die Siegerstraße. Die Treffer erzielten Kyle Okposo (17./52.), Kapitän Jack Johnson (24.), Bobby Ryan (30.), Max Pacioretty (40.), Jim Slater (46.) und Jeff Petry (58.). Für Frankreich trafen Nicolas Besch (13.) und Pierre-Edouard Bellemare (34.). Die Amerikaner haben seit Bronze 2004 keine WM-Medaille gewonnen.

Deutschland - Italien 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)
1:0 Schubert (16:16; Assist: Ullmann)
2:0 Reimer (22:42; Assists: Ullmann, Gogulla)
3:0 Fischer (45:11; Assists: Gogulla, Ullmann)
Deutschland: Endras - Ondruschka, Fischer; Reul, N. Goc; Schubert, Lavallée; Krueger - Tripp, Hospelt, Rankel; Greilinger, M. Goc, Schütz; Reimer, Ullmann, Gogulla; Kaufmann, Barta, Furchner; Kink
Italien: Bellissimo - Helfer, Borgatello; de Marchi, Plastino; Johnson, Larkin; Marchetti - Insam, Scandella, Egger; Iannone, Rocco, Sirianni; Edwardson, Fontanive, Ansoldi; Iori, Felcetti, de Toni; Bernard
Schiedsrichter: Kurmann (Schweiz), Patafie (USA)
Zuschauer: 1033
Strafminuten: Deutschland 6, Italien 10

max/dpa/sid

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insgesamt 6 Beiträge
1. Lohnt sich das?
chrimirk 04.05.2012
Die WM soll doch in Weissrussland, bekanntlich der letzte echte Diktator in Europa, stattfinden. Wird es auch zu Boykott der Spiele kommen? Oder dort nicht?
Zitat von sysopKeine Mühe mit Italien: Die deutschen Eishockey-Herren besiegten in ihrem ersten WM-Spiel den Außenseiter klar. Dafür reichte sogar sogar eine mittelmäßig Leistung. Bester Spieler beim DEB-Team war Christoph Ullmann, der alle Treffer vorbereitete. Eishockey-WM: Deutschland siegt gegen Italien zum Auftakt - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/wintersport/0,1518,831358,00.html)
Die WM soll doch in Weissrussland, bekanntlich der letzte echte Diktator in Europa, stattfinden. Wird es auch zu Boykott der Spiele kommen? Oder dort nicht?
2.
Crom 04.05.2012
Die WM 2012 und 2013 werden jeweils von Schweden und Finnland gemeinsam ausgetragen. Beides Länder, die wohl kaum als Diktaturen vergleichbar sind. Erst die WM 2014 soll in Weißrussland stattfinden. ---Zitat--- Wird es [...]
Zitat von chrimirkDie WM soll doch in Weissrussland, bekanntlich der letzte echte Diktator in Europa, stattfinden.
Die WM 2012 und 2013 werden jeweils von Schweden und Finnland gemeinsam ausgetragen. Beides Länder, die wohl kaum als Diktaturen vergleichbar sind. Erst die WM 2014 soll in Weißrussland stattfinden. ---Zitat--- Wird es auch zu Boykott der Spiele kommen? Oder dort nicht? ---Zitatende--- Die IIHF hält derzeit noch an der WM-Vergabe 2014 an Weißrussland fest. Zum IIHF-Kongress, welcher traditionell nach der A-WM stattfindet, wird das Thema aber diskutiert. Eishockey WM: IIHF hält vorerst an WM-Vergabe fest - Handelsblatt (http://www.handelsblatt.com/eishockey-wm-iihf-haelt-vorerst-an-wm-vergabe-fest/6554792.html) "Die Eishockey-WM 2014 in Weißrussland geriet zuletzt wegen der autoritären Herrschaft von Staatspräsident Alexander Lukaschenko vermehrt in die Kritik. Die Vorsitzende des Sportausschusses des Bundestages, Dagmar Freitag (SPD), verwies dabei auf einen Antragsentwurf von SPD und Grünen im Bundestag, 'der die Bundesregierung und den Deutschen Eishockey-Bund auffordert, beim Kongress darauf hinzuwirken, dass die Vergabe der WM 2014 an Weißrussland zurückgenommen wird.' " Das Problem Weißrussland wird also bereits diskutiert.
3. Das ist doch kein Problem
fomic 04.05.2012
Denn im Unterschied zu Fußball ist Eishockey ein viel disziplinierterer Spoprt und kann auch Freiheit und Demokratie bringen. Deswegen lohnt sich ein Boykott nicht. Im Gegenteil man muss die WM in Weissrussland unterstützen!!!
Denn im Unterschied zu Fußball ist Eishockey ein viel disziplinierterer Spoprt und kann auch Freiheit und Demokratie bringen. Deswegen lohnt sich ein Boykott nicht. Im Gegenteil man muss die WM in Weissrussland unterstützen!!!
4.
Crom 04.05.2012
Tja im Unterschied zu Ihnen informieren sich andere. Die WM 2012 findet in Finnland und Schweden statt. Die WM 2014 in Weißrussland ist erst auf der IIHF-Tagung nach der WM Thema.
Zitat von fomicDenn im Unterschied zu Fußball ist Eishockey ein viel disziplinierterer Spoprt und kann auch Freiheit und Demokratie bringen. Deswegen lohnt sich ein Boykott nicht. Im Gegenteil man muss die WM in Weissrussland unterstützen!!!
Tja im Unterschied zu Ihnen informieren sich andere. Die WM 2012 findet in Finnland und Schweden statt. Die WM 2014 in Weißrussland ist erst auf der IIHF-Tagung nach der WM Thema.
5.
Stäffelesrutscher 04.05.2012
»Im zweiten Gruppenspiel trifft Deutschland am Sonntag (20.15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf einen weiteren Außenseiter.« Nämlich auf wen? Hat für diese Information (Lettland) der Platz nicht mehr gereicht?
»Im zweiten Gruppenspiel trifft Deutschland am Sonntag (20.15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf einen weiteren Außenseiter.« Nämlich auf wen? Hat für diese Information (Lettland) der Platz nicht mehr gereicht?

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