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13.05.2012
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Aus bei der Eishockey-WM

Deutschland blamiert sich gegen Norwegen

DEB-Verteidiger Lavallee: 4:12-Pleite gegen Norwegen
Getty Images

DEB-Verteidiger Lavallee: 4:12-Pleite gegen Norwegen

Was für ein Debakel: Deutschland hat bei der Eishockey-WM zweistellig gegen Norwegen verloren - und damit das Viertelfinale verpasst. Schon nach zwei Minuten war die Partie vorentschieden. "Das war peinlich", sagt Stürmer Thomas Greilinger zu der miserablen Leistung.

Hamburg - Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat mit einem katastrophalen Auftritt das dritte WM-Viertelfinale in Serie verspielt. Durch das 4:12 gegen Norwegen (0:3, 1:6: 3:3) ist zudem die direkte Olympiaqualifikation in Gefahr. Zuletzt hatte Deutschland bei der WM 2008 gegen Kanada mit 1:10 mit einer zweistelligen Anzahl an Gegentoren verloren.

"Momentan ist jedes Wort zu viel. Es gibt keine Erklärung, keine Entschuldigung. Wir müssen jetzt aus dieser Suppe raus", sagte Bundestrainer Jakob Kölliker. "Das war eines der schlechtesten Spiele in der Geschichte des deutschen Eishockeys. Wir waren anfangs überhaupt nicht im Spiel, auch danach wurde es nicht besser", sagte Verteidiger Christoph Schubert.

0:2 nach 88 Sekunden

Es waren gerade einmal 88 Sekunden gespielt, da hatte Patrick Thoresen die Norweger bereits dank eines Doppelpacks (1./2.) 2:0 in Führung gebracht. Martin Roymark erhöhte in 6. Minute auf 3:0. Danach nahm Bundestrainer Kölliker den unglücklich agierenden Dennis Endras für Dimirtij Kotschnew aus dem Tor. Doch auch er musste nach Gegentoren von Lars Erik Spets (24.), Juha Kaunismaki (25.) und Jonas Holos (28.), Thorensen (33.), Per-Age Skröder (34.) und Mats Tryyg (35.) quasi im Minutentakt hinter sich greifen.

Im letzten Drittel war dann wieder Endras gegen Skröder (41.), Mads Hansen (44.) und Trygg (53.) chancelos. Die deutschen Treffer von Patrick Reimers (39.), Justin Krueger (42.), Marcus Kink (47.) und Christopher Fischer (58.) wurden von den angereisten deutschen Fans mit ironischen Gesängen wie "Oh wie ist das schön" und "Finale, oho" bedacht.

"Wir haben uns aufgegeben, das kann nicht sein. Das war peinlich", sagte Stürmer Thomas Greilinger. Und auch Kapitän Marcel Goc zeigte sich von der deutschen Leistung äußerst enttäuscht: "Wir haben nie zueinander gefunden. Wir können uns nur entschuldigen."

Im letzten Duell am Dienstag (16.15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gegen den zwölfmaligen Weltmeister Tschechien geht es für die DEB-Auswahl noch um die direkte Olympia-Qualifikation. Dafür muss im WM-Endklassement entweder die Schweiz oder die Slowakei hinter sich gelassen werden.

Deutschland - Norwegen 4:12 (0:3, 1:6, 3:3)
0:1 Thoresen (0:20)
0:2 Thoresen (1:28)
0:3 Roymark (5:07)
0:4 Spets (23:16)
0:5 Solberg (24:12)
0:6 Holos (27:52)
0:7 Thoresen (32:07)
0:8 Skroder (33:24)
0:9 Trygg (34:07)
1:9 Reimer (38:25)
1:10 Skroder (40:44)
2:10 Krueger (41:01)
2:11 Hansen (43:15)
3:11 Kink (46:27)
3:12 Trygg (52:02)
4:12 Fischer (57:17)
Deutschland: Endras - Krueger, Schubert; Fischer, Lavallée; Nikolai Goc, Ondruschka; Reul - Tripp, Hospelt, Rankel; Reimer, Ullmann, Gogulla; Kaufmann, Greilinger, Marcel Goc; Kink, Barta, Schütz; Furchner
Norwegen: Haugen - Trygg, Tollefsen; Holos, Bonsaksen; Kaunismaki, Solberg; Lokken - Hansen, Skroder, Thoresen; Spets, Bastiansen, Mathias Olimb; Holtet, Roymark, Rosseli Olsen; Kristiansen, Ask, Martinsen; Ken Andre Olimb
Schiedsrichter: Bulanow (Russland), Kaval (USA)
Zuschauer: 2464
Strafminuten: Deutschland 16 plus Disziplinarstrafe (Reul) - Norwegen 12

leh/dpa

Forum

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insgesamt 4 Beiträge
1. Danke Norwegen!
gbaboyseb 13.05.2012
Von der ersten bis zur letzten Sekunde eine einzige Enttäuschung. Null Einsatz, null Talent gepaart mit hoffnungsloser Planlosigkeit. Den tapfer kämpfenden und gut spielenden Norwegern wünsche ich alles Gute für den weiteren [...]
Von der ersten bis zur letzten Sekunde eine einzige Enttäuschung. Null Einsatz, null Talent gepaart mit hoffnungsloser Planlosigkeit. Den tapfer kämpfenden und gut spielenden Norwegern wünsche ich alles Gute für den weiteren Turnierverlauf. Ich bin einfach nur sauwütend auf diesen verdammten Haufen. Wie kann es denn sein, dass wirklich jeder Angriff der Norweger gefährlich gewesen ist. Es wirkte gerade so als spielten Männer gegen Jungs. Nicht zu erklären.
2. Zu warm
capricornia 14.05.2012
Dieser Sport ist in Deutschland einfach nur importierter Quark.
Zitat von sysopEs war ein Debakel: Deutschland hat bei der Eishockey-WM zweistellig gegen Norwegen verloren - und damit das Viertelfinale verpasst. Schon nach zwei Minuten war die Partie vorentschieden. Stürmer Thomas Greilinger sprach von einer peinlichen Leistung. Deutschland verliert bei der Eishockey-WM gegen Norwegen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/wintersport/0,1518,832957,00.html)
Dieser Sport ist in Deutschland einfach nur importierter Quark.
3. Ich liebe diesen Sport...
saxae 14.05.2012
...denn beim Eishockey wird es am offensichtlichsten, wenn man nicht als geschlossene Mannschaft auftritt. Da wirds ganz schnell zweistellig. Selbst gegen mannschaften, die wahrlich nicht zur Weltelite gehören. Der deutsche [...]
...denn beim Eishockey wird es am offensichtlichsten, wenn man nicht als geschlossene Mannschaft auftritt. Da wirds ganz schnell zweistellig. Selbst gegen mannschaften, die wahrlich nicht zur Weltelite gehören. Der deutsche Journalismus trägt mal wieder sein großen Anteil an diesem Debakel. Dieses ewige herumgetanze auf irgendwelchen zu erreichenden Endzielen wie der Endrundenteilnahme, nun gehts also um die Olympiaqualifikation. Man lernt nichts. Es geht jetzt nicht um Olympia, es geht um ein Eishockeyspiel gegen Tschechien, der Verhinderung einer erneuten Klatsche und um den grundhaften Wiederaufbau eines würdevollen Nationalteams.
4.
el.tiburon 14.05.2012
Diese Aussage ist gleich in vielerlei Hinsicht schlichtweg Quatsch. Jeder "Sport" ist in Deutschland "importierter Quark". "Nicht importierter Quark" wäre also das anti-französische Turnen vom [...]
Zitat von capricorniaDieser Sport ist in Deutschland einfach nur importierter Quark.
Diese Aussage ist gleich in vielerlei Hinsicht schlichtweg Quatsch. Jeder "Sport" ist in Deutschland "importierter Quark". "Nicht importierter Quark" wäre also das anti-französische Turnen vom Turnvater. Alles, was wettkampfmäßig betrieben wird - "sports" eben - wäre also zu vermeiden, oder was? Zudem die "klassischen" "sports", die aus England eingeführt wurden: Fußball, Eishockey, Tennis u.s.w. Gleichzeitig scheinen Sie sehr nachtragend zu sein, wenn Sie eine Sportart, die seit den 1880er Jahren in Deutschland ausgeübt wird, als "importiert" bezeichnen. Irgendwann muss man dem Fußball, dem Eishockey oder dem Tennis doch mal eine gewisse Etabliertheit in Deutschland zugestehen.

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