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25.11.2012
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Wintersport

Deutsche Rodler starten mit Fünffach-Erfolg

DPA

Rodler Moeller, Loch und Ludwig (v.l.n.r.): Ersten drei Plätze in Igls

Rodler Felix Loch hat den Weltcup-Auftakt im österreichischen Igls gewonnen. Dahinter machten vier weitere deutsche Starter den Fünffach-Triumph perfekt. Eisschnellläuferin Claudia Pechstein siegte beim Weltcup im russischen Kolomna. Die deutschen Skispringer und Biathleten verpassten das Podium.

Hamburg - Angeführt von Olympiasieger Felix Loch haben die deutschen Rodler beim Weltcup-Auftakt im österreichischen Igls einen Fünffach-Triumph gefeiert und die internationale Konkurrenz deklassiert. Der 23-jährige Loch setzte sich vor seinen Teamkollegen David Möller (+0,307 Sekunden), Johannes Ludwig (+0,371), Andi Langenhan (+0,417) und Ralf Palik (+0,556) durch.

"Es ist einfach gewaltig", sagte Loch nach dem zwölften Weltcupsieg seiner Karriere und erklärte das Erfolgsrezept: "Wir pushen uns gegenseitig nach vorne, weil der Konkurrenzdruck im Team groß ist. Das bringt uns alle weiter." Zuvor hatten bereits Anke Wischnewski und Natalie Geisenberger bei den Frauen sowie Tobias Wendl und Tobias Arlt sowie Toni Eggert und Sascha Benecken bei den Doppelsitzern für deutsche Doppelsiege zum Saisonstart gesorgt.

Zum Abschluss des Weltcup-Auftakts triumphierten die deutschen Rennrodler auch in der Teamstaffel. Wischnewski und Möller sowie die beiden Doppelsitzer Wendl und Arlt fuhren vor den Mannschaften aus Kanada und Italien einen souveränen Sieg ein.

Claudia Pechstein hat beim Eisschnelllauf-Weltcup im russischen Kolomna überraschend das Rennen über 3000 Metter gewonnen. Die 40-Jährige lief in Saisonbestleistung von 4:02,31 Minuten sowohl Doppel-Olympiasiegerin Martina Sablikova aus Tschechien (4:02,47), als auch Stephanie Beckert (4:04,18) davon und feierte ihren 29. Weltcupsieg. Beckert musste sich mit dem vierten Platz hinter Marije Joling (4:03,90) begnügen.

Die Nordischen Kombinierer des Deutschen Skiverbands (DSV) haben durch Weltmeister Eric Frenzel den ersten Podestplatz der Saison erreicht. Frenzel belegte im norwegischen Sjusjøen den dritten Rang im Penalty Race. Sein Rückstand auf den Norweger Magnus Moan, der seinen Erfolg vom Vortag wiederholte, betrug nach einem Sprung und dem Zehn-Kilometer-Langlauf 15,2 Sekunden. Zweiter wurde Moans Landsmann Haavard Klemetsen (+5,0). Johannes Rydzek als Fünfter und Björn Kircheisen auf Rang zehn komplettierten das gute Abschneiden der DSV-Kombinierer.

Deutschlands Skilangläuferinnen haben dagegen im ersten Staffelrennen der Saison einen Podestplatz klar verfehlt. Beim Weltcupauftakt in Gällivare mussten sich Katrin Zeller, Stefanie Böhler, Nicole Fessel und Denise Herrmann über 4x5 Kilometer mit Rang zehn begnügen. Das DSV-Quartett lag 1:40,5 Minuten hinter den Norwegerinnen, die sich in 45:32,2 Minuten vor Schweden (+19,4 Sekunden zurück) und den USA (+28,2) durchsetzten.

Bei den Männern hat die deutsche Staffel eine Überraschung nur knapp verpasst. Das DSV-Quartett mit Jens Filbrich, Axel Teichmann, Tim Tscharnke und Hannes Dotzler lag lange Zeit auf Podiums-Kurs, musste sich am Ende aber mit dem sechsten Platz begnügen. Im Ziel betrug der Rückstand auf Sieger Norwegen 11,5 Sekunden, die Skandinavier gewannen nach 1:01:59,3 Stunden knapp vor Schweden (+6,4) und Russland (+7,2).

Richard Freitag hat beim Skisprung-Weltcup in Lillehammer als bester DSV-Athlet den zwölften Platz belegt. Der 21-Jährige kam auf 134,5 und 128 Meter. Der Österreicher Gregor Schlierenzauer feierte mit Sprüngen auf 141 und 137 Meter den 41. Weltcupsieg seiner Karriere. Zweiter wurde der Norweger Anders Fannemel vor Thomas Morgenstern aus Österreich. Severin Freund konnte nicht an seinen starken Auftakt anknüpfen. Einen Tag nach seinem dritten Weltcupsieg kam er mit 122,5 und 131,5 Meter nur auf Rang 16. Youngster Andreas Wellinger, der am Vortag als Fünfter überrascht hatte, wurde 17.

Andreas Wank war vor dem Springen wegen seiner zu weiten Sportkleidung disqualifiziert worden. "Ich muss zur Zeit ein bisschen auf mein Gewicht achten und habe heute etwas weniger gegessen. Da war der Bauch um einen Zentimeter enger und der Anzug um ein, zwei Zentimeter zu weit", sagte der 24-Jährige. Seit diesem Winter dürfen zwischen Haut und Stoff nur noch zwei statt sechs Zentimeter Luft liegen.

Die deutschen Biathleten haben beim Saisonauftakt im schwedischen Östersund in der Mixed-Staffel einen Podestplatz verpasst. Das Quartett Tina Bachmann, Andrea Henkel, Erik Lesser und Simon Schempp musste sich mit Platz vier zufriedengeben. Den Sieg sicherte sich Russland vor Norwegen und Tschechien. Die Deutschen hatten nach zwei Strafrunden und vier Nachladern 47,9 Sekunden Rückstand auf die Spitze.

mib/dpa/sid

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