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24.02.2013
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Wintersport

Skisprung-Mixed-Team gewinnt WM-Bronze

Getty Images

Skispringer Freitag: Dritter Platz im Mixed-Wettbewerb

Bei der WM-Premiere ist das deutsche Skisprung-Mixed-Team auf den dritten Platz gesprungen. Skifahrer Felix Neureuther verpasste durch einen Beinahe-Sturz einen historischen Sieg. Den Gesamt-Weltcup der Frauen sicherte sich vorzeitig die Slowenin Tina Maze, Maria Höfl-Riesch schied in Méribel aus.

Hamburg - Das deutsche Skisprung-Mixed-Team hat bei den nordischen Weltmeisterschaften in Val di Fiemme die Bronzemedaille gewonnen. Ulrike Gräßler, Richard Freitag, Carina Vogt und Severin Freund lagen 26,1 Punkte hinter dem Premierensieger Japan. Auf das zweitplatzierte Österreich fehlten der Mannschaft des Deutschen Skiverbands nur 1,8 Zähler. Die deutschen Springer warten damit weiter auf ihr erstes WM-Gold seit 2001.

Zuvor hatten die deutschen Ski-Rennläufer Felix Neureuther und Fritz Dopfer die große Chance auf den ersten deutschen Sieg in einem Weltcup-Riesenslalom seit 40 Jahren verpasst. Beim Rennen auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen lagen sie nach dem ersten Durchgang auf den Rängen eins uns drei. Dann allerdings schied Dopfer im Finale aus, der führende Neureuther fiel nach bester Zwischenzeit im ersten Streckenteil und einem Beinahe-Sturz am Ende auf Rang zwölf zurück.

Den Sieg holte sich Alexis Pinturault. Der Franzose gewann vor Marcel Hirscher aus Österreich (+0,60 Sekunden) und Dreifach-Weltmeister Ted Ligety (USA/+0,63). Zweitbester Deutscher hinter Neureuther war am Ende Benedikt Staubitzer, der bei seinem erst vierten Weltcup-Start mit Startnummer 42 auf Rang 15 fuhr und damit erstmals Punkte sammelte. Den einzigen deutschen Weltcup-Sieg in einem Riesenslalom hatte Max Rieger am 2. März 1973 am Mont St. Anne bei Quebec/Kanada geholt.

Derweil hat die Slowenin Tina Maze vorzeitig den Gesamtweltcup der alpinen Ski-Rennläuferinnen gewonnen. Maze siegte im französischen Méribel in der Super-Kombination und ist bei 958 Punkten Vorsprung auf die zweitplatzierte Maria Höfl-Riesch in den neun noch ausstehenden Saisonrennen nicht mehr einzuholen. Mit dem erstmaligen Gewinn der großen Kristallkugel löst die 29-Jährige die derzeit verletzte Amerikanerin Lindsey Vonn ab. Höfl-Riesch war in Méribel im abschließenden Slalom der Super-Kombi ausgeschieden. Maze gewann vor der WM-Dritten Nicole Hosp aus Österreich (+0,82 Sekunden) und deren Mannschaftskollegin Michaela Kirchgasser (+0,90).

Den Sieg im Gesamtweltcup sicher hat auch Rodler Felix Loch. Dem 23-Jährigen reichte beim Weltcup in Sotschi ein sechster Platz, um sich nach seiner Premiere im Vorjahr zum zweiten Mal die Kristallkugel zu sichern. Teamkollege Andi Langenhan fuhr auf der Olympia-Bahn vor dem Russen Albert Demtschenko und David Möller seinen zweiten Saisonsieg ein.

Denise Herrmann und Hanna Kolb haben beim WM-Teamsprint in Val di Fiemme die erste Medaille für die deutschen Skilangläufer klar verpasst. Das Duo landete beim Sieg der US-Mannschaft Kikkan Randall und Jessica Diggins nur auf dem achten Platz. Silber ging an die Titelverteidigerinnen Charlotte Kalla und Ida Ingemarsdotter aus Schweden vor Riika Sarasoja-Lilja und Krista Lähteenmäki aus Finnland.

Unterdessen hat Skilanglauf-Olympiasieger Nikita Krijukow bei der WM seine zweite Goldmedaille geholt. An der Seite von Alexej Petuchow gewann der Russe drei Tage nach seinem Erfolg im Einzel auch den Teamsprint. Silber ging an die Schweden Marcus Hellner und Emil Jönsson vor Alexej Poltoranin und Nikolaj Schebotko aus Kasachstan. Für Axel Teichmann und Tim Tscharnke blieb nur Rang neun. "Eine gewisse Enttäuschung ist schon da. Wir haben uns in die Defensive drängen lassen", sagte Trainer Frank Ulrich.

Im Teamwettbewerb sind die deutschen Kombinierer erstmals seit zwölf Jahren ohne Medaille geblieben. Björn Kircheisen, Tino Edelmann, Eric Frenzel und Fabian Rießle mussten sich nach einem Sprung auf der Normalschanze und der 4x5-Kilometer-Staffel mit Rang sechs begnügen. Gold gewann Frankreich vor Norwegen und den USA.

leh/sid/dpa

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Riesenslalomweltmeister seit 1991

WM Frauen Männer
2013 Worley (FRA) Ligety (USA)
2011 Maze (SLO) Ligety (USA)
2009 Hölzl (GER) Janka (SUI)
2007 Hosp (AUT) Svindal (NOR)
2005 Pärson (SWE) Maier (AUT)
2003 Pärson (SWE) Miller (USA)
2001 Nef (SUI) von Grünigen (SUI)
1999 Meissnitzer (AUT) Kjus (NOR)
1997 Compagnoni (ITA) von Grünigen (SUI)
1996 Compagnoni (ITA) Tomba (ITA)
1993 Merle (FRA) Aamodt (NOR)
1991 Wiberg (SWE) Nierlich (AUT)

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