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Angebot an Pjöngjang

Südkorea treibt Plan eines gemeinsamen Eishockeyteams voran

Die Pläne für ein koreanisches Frauen-Eishockeyteam aus Nord und Süd bei den Olympischen Spielen werden konkreter. Südkorea will zudem einen gemeinsamen Einmarsch bei der Eröffnungsfeier.

DPA

Olympia-Emblem in Pyeongchang

Freitag, 12.01.2018   13:17 Uhr

Südkorea will olympische Geschichte schreiben: Das Gastgeberland der Winterspiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) forciert die Pläne, ein gemeinsames Frauen-Eishockeyteam mit Nordkorea antreten zu lassen. Dies wäre der erste gemeinsame sportliche Auftritt der verfeindeten Staaten auf olympischer Bühne seit 70 Jahren. 1948 hatte das damals noch geeinte Korea an den Winterspielen in St. Moritz und im Sommer in London teilgenommen.

Südkoreas stellvertretender Sportminister Roh Tae Kang verkündete am Freitag den entsprechenden Plan. Ebenso sollen beide Mannschaften bei der Eröffnungs- und Schlussfeier gemeinsam einmarschieren. Dies war bislang nur bei den Sommerspielen 2000 in Sydney und 2004 in Athen sowie letztmals bei den Winterspielen 2006 in Turin der Fall.

In der vergangenen Woche hatten Süden und Norden im Grenzort Panmunjom in der entmilitarisierten Zone erstmals seit 2015 hochrangige Gespräche geführt. Der Norden hatte zuvor seine grundsätzliche Bereitschaft zur Entsendung von Aktiven zu den Wettbewerben in Pyeongchang signalisiert.

Am 20. Januar sollen bei einem Treffen beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Lausanne Details einer Teilnahme Nordkoreas diskutiert werden. Aus beiden koreanischen Staaten werden hochrangige Regierungsmitglieder und Sportfunktionäre sowie eine Delegation des Organisationskomitees der Spiele erwartet.

Das IOC hatte die Bereitschaft des Nordens begrüßt und die Meldefrist für die Sportler verlängert. Bislang haben sich sportlich aus dem Norden nur die Paarläufer Ryom Tae Ok und Kim Ju Sik qualifiziert. Als wahrscheinlich aber gilt, dass das IOC noch Wildcards an weitere nordkoreanische Sportler vergeben wird.

aha/sid

insgesamt 11 Beiträge
citi2010 12.01.2018
1.
Das ist mal eine echte Geste in Richtung des WH Greises.
Das ist mal eine echte Geste in Richtung des WH Greises.
chrismuc2011 12.01.2018
2.
Nichts gegen den hohen symbolischen Wert eines solchen gemeinschaftlichen Teams. Aber wie wollen die in der kurzen Zeit sich aneinander gewöhnen und ein geschlossenes Team formen?
Nichts gegen den hohen symbolischen Wert eines solchen gemeinschaftlichen Teams. Aber wie wollen die in der kurzen Zeit sich aneinander gewöhnen und ein geschlossenes Team formen?
jupiter_jones 12.01.2018
3. At posting #2
"Aber wie wollen die sich in der kurzen zeit aneinander gewoehnen..." ich glaube sie gehen von den falschen vorauasetzunen aus. Das team will nicht unbedingt gewinnen. Es geht in erster linie um die symbolik.
"Aber wie wollen die sich in der kurzen zeit aneinander gewoehnen..." ich glaube sie gehen von den falschen vorauasetzunen aus. Das team will nicht unbedingt gewinnen. Es geht in erster linie um die symbolik.
rabbijakob 12.01.2018
4. Sehr gut...
... endlich Annåherung. Scheint so als wollte sich die Welt vom Aggressionsgriff der USA lösen. Vietnam und Korea waren die Spielbälle zwischen Ost und West. Millionen Tote für einen Stellvertreterkrieg. Die USA haben immer [...]
... endlich Annåherung. Scheint so als wollte sich die Welt vom Aggressionsgriff der USA lösen. Vietnam und Korea waren die Spielbälle zwischen Ost und West. Millionen Tote für einen Stellvertreterkrieg. Die USA haben immer noch Militärbasen überall... warum?
rainer_daeschler 12.01.2018
5. Besser als Biathlon
Immer noch besser als ein gemeinsames Biathlon-Team, wo Südkorea 10 Sportler stellen will und Nordkorea 99,999% des Restteams.
Immer noch besser als ein gemeinsames Biathlon-Team, wo Südkorea 10 Sportler stellen will und Nordkorea 99,999% des Restteams.

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