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Stil

Wochenendhaus bei Seattle

Das Fenster zum Wald

Wohnen inmitten von Bäumen, direkt am Wasser, in megareicher Gesellschaft, aber doch einsam und verträumt: Wir stellen Ihnen ein grandios bescheidenes Ferienhäuschen vor.

Jeremy Bittermann
Mittwoch, 04.04.2018   11:42 Uhr

Etwa eine Autostunde von Seattle entfernt, oberhalb eines Hangs am östlichen Ufer des Case Inlet, gibt es ein schönes Fleckchen im Wald. Von der Lichtung windet sich ein Pfad runter zum Wasser, das der Pazifik hierher spült. Hier zelteten die Besitzer dieses Ferienbungalows früher, bevor sie das Geld hatten, sich an dieser Stelle eine feste Behausung bauen zu lassen.

Ihr Auftrag an die Architekten: ideal für zwei Personen, aber mit Platz für Gäste; modern, pflegeleicht und mit starkem Bezug zur Natur. Die Sichtachse des Gebäudes geht deshalb nach Westen über das Wasser und auf die Olympic Mountains, hinter denen jeden Abend die Sonne untergeht.

Aus dem mit Zedernholz verkleideten Flügel mit dem Schlafzimmer ragt der vollverglaste Wohn- und Kochbereich in den Wald. Von der Küche aus geht es durch große Glasschiebetüren auf die teilüberdachte Holzterrasse mit viel Nachmittagssonne. Noch mehr Freiluftsitzplätze bietet das Flachdach, das gleichzeitig als Aussichtsplattform dient.

Eine gute Sicht haben die Bewohner aber auch aus allen Räumen des Hauses aus Holz, Glas, Stahl und Beton: Das Schlafzimmer ist mit einem Eckfenster ausgestattet, das Bad (der Lieblingsraum der Bewohner) öffnet sich zu einem kleinen Balkon, und das Wohnzimmer ist im Prinzip ein Glaskasten.

In unserer Artikelserie "Die Heimsuchung" stellen wir Ihnen in loser Folge außergewöhnliche Immobilien vor, die zum Verkauf stehen, gerade gebaut oder geplant werden. Heute empfehlen wir Ihnen in unserem Steckbrief: Case Inlet Retreat.

Fotostrecke

Fotostrecke: Schlafzimmer mit Schaufenster

Lage: Case Inlet, Washington, USA

Zimmerzahl: Ein Schlafzimmer, Bad, großer Wohn-Essbereich

Garten: Das Grundstück ist acht Hektar groß und liegt im Grünen.

Extras: Terrasse und begehbares Dach, Außendusche, Zugang zum Wasser

Stilfaktor: Klare Linien, rustikale Materialien - ein bescheidenes Ferienhaus im Stil der klassischen Moderne.

Neidfaktor: Hier stimmt alles, die Aussicht, die Verarbeitung und die Lage: in der Natur, aber doch nahe an der Stadt.

Wer fühlt sich hier wohl? Glamper, Angler, Kajakfahrer

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Unbedingt mitbringen! Kajak und Fernglas

Nachbarn: Die Wassergrundstücke rund um Seattle sind beliebt, in der Gegend haben auch die Tech-Milliardäre Jeff Bezos, Bill Gates, Paul Allen und Steve Ballmer ihre Schlösser.

Unterhalt: Hin und wieder ein wenig Brennholz und etwas Glasreiniger, mehr braucht es eigentlich nicht.

Weitere Infos: Mehr erfahren Sie hier in unserer Bildergalerie, oder bei den Architekten von mw|works.

löw

insgesamt 18 Beiträge
karend 04.04.2018
1. .
Obwohl das Haus für mich etwas zu viel Glas (allerdings wird zum Fensterputzen sicherlich jemand kommen) hat, gefällt es mir – vor allem die Lage. Allerdings verstehe ich unter "wohnlich" doch etwas anderes als der [...]
Obwohl das Haus für mich etwas zu viel Glas (allerdings wird zum Fensterputzen sicherlich jemand kommen) hat, gefällt es mir – vor allem die Lage. Allerdings verstehe ich unter "wohnlich" doch etwas anderes als der Texter der Bildunterschriften. Aber gut so, so hat jeder seinen Stil und seine Einrichtung.
fletcherfahrer 04.04.2018
2. Glas, Stahl, Beton.
So stelle ich mir einen aufgemotzten Bunkereingang vor.
So stelle ich mir einen aufgemotzten Bunkereingang vor.
upalatus 04.04.2018
3.
Innen: ausser den obligaten mickrigen Orchideenstengel nichts an Blume oder dergleichen. Aussen: eine schöne Terrasse, aber nichts grün-buntes drauf. Kein Topf, kein Trieb, nüschte. Naja, es soll wohl nichts die kontemplative [...]
Innen: ausser den obligaten mickrigen Orchideenstengel nichts an Blume oder dergleichen. Aussen: eine schöne Terrasse, aber nichts grün-buntes drauf. Kein Topf, kein Trieb, nüschte. Naja, es soll wohl nichts die kontemplative Cleanheit stören (aber was macht dann ein Hund da....sicher der neugierige vom Nachbarn....). Der Betonsockel mit dem Überhang erschließt sich meiner Phantasie nicht. Oder doch. Sieht wie die Laderampe vom Aldi aus. Vielleicht mag da wer noch Erde aufschütten.
acitapple 04.04.2018
4.
Traumhafter Ort, auf den ersten Blick auch ein ansprechendes Haus. Aber das soll wohnlich sein ? Ich finde es sehr kalt, steril und äußerst ungemütlich. Es muss ja kein Zwölfender überm Kamin hängen, aber ein wenig [...]
Traumhafter Ort, auf den ersten Blick auch ein ansprechendes Haus. Aber das soll wohnlich sein ? Ich finde es sehr kalt, steril und äußerst ungemütlich. Es muss ja kein Zwölfender überm Kamin hängen, aber ein wenig gemütlicher könnte es schon sein.
pek 04.04.2018
5. Gruselig
Diese steifen, kalten, geraden Archtitekturmonster entschlüpfen den Archtekten-Hirnen. Wohnlich geht anders.
Diese steifen, kalten, geraden Archtitekturmonster entschlüpfen den Archtekten-Hirnen. Wohnlich geht anders.

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