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Stil

Chanel macht die Elbphilharmonie zum Laufsteg

Karl kommt

Mit den "Métiers d'Art"-Schauen feiert Chanel das Kunsthandwerk der an das Haus angegliederten Ateliers. In diesem Jahr hat Karl Lagerfeld das neue Wahrzeichen seiner Geburtsstadt für das Modespektakel ausgewählt.

DPA

Modedesigner Karl Lagerfeld

Freitag, 01.12.2017   11:01 Uhr

Karl kommt. Nicht nur einfach so in seine Geburtsstadt Hamburg, sondern mit einer Modenschau in die Elbphilharmonie. Am Mittwochabend, 6. Dezember, wird Modeschöpfer Karl Lagerfeld im Großen Saal seine "Métiers d'Art"-Entwürfe für das Luxushaus Chanel präsentieren.

Die Kollektion ist eine sogenannte "Zwischenkollektion": Sie sorgt dafür, dass zwischen der Frühjahr/Sommer- und der Herbst/Winter-Saison neue Modelle in die Boutiquen kommen. Präsentiert wird sie mehr als ein halbes Jahr, bevor sie zu kaufen ist. Bei anderen Marken nennt sich das Pre-Fall-Kollektion.

Mit den "Métiers d'Art" getauften Entwürfen feiert Chanel das Kunsthandwerk der an das Haus angegliederten Ateliers, darunter der Hutmacher Maison Michel, der Federmacher Lemarié, der Schumacher Massaro oder das Stickereihaus Lesage. Sie sind alle Meister ihres jeweiligen Fachs, Lagerfeld arbeitet seit vielen Jahren eng mit deren Ateliers zusammen.

Die "Métiers d'Art" werden jenseits der Fashion-Weeks stets an besonderen Orten in Szene gesetzt. Vor drei Jahren etwa zog es Lagerfeld in das Schloss Leopoldskron in Salzburg. Im vergangenen Jahr fiel die Wahl auf das zuvor gerade wiedereröffnete Hotel Ritz in Paris. Jetzt die Hamburger Elbphilharmonie - es ist das erste Mal, das in dem Herzog & de Meuron-Bau eine Modenschau stattfindet.

Die Elbphilharmonie als Schauplatz für Chanel vorgeschlagen hat Lagerfeld selbst. Schon vor ein paar Jahren besichtigte der Hanseat und Wahlpariser auf einer Rundfahrt durch den Hamburger Hafen die Baustelle. Beim Anblick der Fassade habe er sofort gewusst: Dies ist der perfekte Ort für ein Modespektakel.

Zuletzt hatte der Modedesigner durch eine Äußerung im französischen Fernsehen für Aufregung gesorgt, als er die Flüchtlinge in Deutschland als "die schlimmsten Feinde" der Juden bezeichnete.

löw/dpa

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