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Stil

Königliche Kleiderordnung

Meghan Markles neuer Look

Strumpfhosen in neutralen Farben statt zerrissenen Jeans, der auffällige Nagellack wird künftig ebenfalls im Schrank bleiben. Sehr wichtig auch: die Saumlänge. Der royale Dresscode ist sehr traditionell.

AFP

Meghan Markle

Mittwoch, 09.05.2018   15:04 Uhr

Was für ein Brautkleid Meghan Markle tragen wird, ist derzeit eines der am besten gehüteten Geheimnisse Großbritanniens. Gelüftet wird es erst am 19. Mai, wenn die US-Schauspielerin Prinz Harry heiratet. Fest steht jedoch schon jetzt, dass mit dem neuen Mitglied auch ein frischer Look Einzug ins Königshaus hält. Doch auch für die künftige Herzogin wird sich einiges ändern. Denn Markle heiratet nicht nur in eine Familie ein, sondern in eine Institution, in der zum Teil jahrhundertealte Regeln das Leben bestimmen. Die gelten auch für die Garderobe.

"Die königlichen Kleidervorschriften sind sehr traditionell, besonders wenn ein Familienmitglied im Dienste des Königshauses unterwegs ist", sagt Grant Harrold, der als Butler bei den Windsors gearbeitet hat. Kate Middleton, die Frau von Harrys Bruder William, könne in Sachen Mode ein Vorbild für Markle sein. "Wie wir bei der Herzogin von Cambridge gesehen haben, gehören Hüte zum königlichen Dresscode, und wahrscheinlich wird Meghan Markle nun auch öfter Hüte tragen", sagt der Ex-Butler.

Außerdem muss Markle sich an Strumpfhosen in neutralen Farben gewöhnen und der auffällige Nagellack wird künftig im Schrank bleiben. Sehr wichtig auch: die Saumlänge. "Kleider sollten immer die korrekte Länge haben - bis zum Knie oder länger, aber nie kürzer", erklärt Harrold.

Elegant und dennoch raffiniert - so lässt sich Markles Stil bei den öffentlichen Auftritten an der Seite ihres Verlobten beschreiben: lange Kleider, Rollkragen, klassische Mäntel, alles in zurückhaltenden Farben. Doch einige Ausnahmen gab es auch. Einmal trug sie eine schwarze Jeans, ein andermal fehlten die Seidenstrümpfe.

Mode ist Markle wichtig und das nicht erst, seit sie sich in einen Prinzen verliebt hat. Die Rolle als Anwaltsgehilfin in der US-Fernsehserie "Suits" hat ihren Stil geprägt. "Die Mode in 'Suits' ist umwerfend. Durch sie habe ich viel über Designer gelernt und weiß jetzt, was mir gut steht", sagte Markle in einem Interview mit dem Online-Modehandel outnet.com. Inspiration für ihre Outfits finde sie bei der Schauspielerin Gwyneth Paltrow und bei Emmanuelle Alt, der Chefredakteurin der Pariser "Vogue".

Viele andere nehmen sich Markles Look wiederum zum Vorbild. Christine Ross arbeitet für eine Website, die sich ausschließlich mit Markles Garderobe beschäftigt. Sie beschreibt ihren Stil als "modern und trendig, aber dennoch von klassischer Eleganz". Was das für die Wahl des Brautkleids bedeutet, bleibt spannend. Höchstwahrscheinlich wird es von einer britischen Marke stammen. Als heißer Favorit gilt das Designer-Duo Ralph & Russo.

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Brautkleid aus der Frühjahrskollektion von Ralph & Russo

Tamara Ralph und Michael Russo haben sich mit eleganten Roben einen Namen gemacht. 2014, nur vier Jahre nach ihrem Debüt, wurden sie eingeladen, bei den Haute-Couture-Schauen zu zeigen - als erstes britisches Label seit über hundert Jahren. Eine Vorstellung davon, wie Meghan Markles Kleid aussehen könnte, gab es bei der jüngsten Ausgabe im Januar. Das brasilianische Model Camila Coelho führte in Paris einen Traum aus Seide und Spitze vor: leicht abgetöntes Weiß, versteiftes Oberteil, kristallene Blätter auf der Schleppe und seidene Kronblätter am Schleier.

löw / dpa

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