Schrift:
Ansicht Home:
Stil

Met Gala in New York

Küren Sie den schönsten Look!

Glanz und Gloria im New Yorker Metropolitan Museum. Die jährliche Modegala stand diesmal unter dem Motto: Himmlische Körper. Das bedeutet Schleppen, Schleier und Kronen. Wer trug es am besten? Stimmen Sie ab!

JUSTIN LANE/EPA-EFE/REX/Shutterstock
Von
Dienstag, 08.05.2018   12:16 Uhr

Wenig Zeit? Das Abstimmungstool finden Sie ganz am Ende des Textes.


Rot, die Farbe der Kardinäle, war neben Fuchsia (Bischöfe) und Schwarz (Nonnen und Priester), die dominierende Farbe der Modegala. Kein Wunder, in diesem Jahr lautete das Thema des Abends: "Heavenly Bodies: Fashion and the Catholic Imagination". Für die gleichnamige Ausstellung lieh sich Kurator Andrew Bolton 41 liturgische Gewänder aus dem Vatikan, um den Einfluss christliche Ikonografie auf die Mode zu aufzuzeigen. Um der Vorgabe nach katholischen Einflüssen bei der Kleiderwahl nachzukommen, legten viele der Promigäste ebenfalls religiösen Eifer an den Tag.

Bella Hadid verstand das Motto als Aufforderung, als Gothic-Priesterin zu erscheinen: Das Topmodel kombinierte einen mit Kreuzen bestickten Rock mit einer Lacklederkorsage und einer Jacke mit Stehkragen und Kreuzstickerei auf dem Rücken. Einziger Farbtupfer an ihrem ansonsten komplett schwarzen Chrome-Hearts-Outfit war ein goldenes Diadem, an dem ein langer Schleier befestigt war, der gleichzeitig als Schleppe diente.

Mindy Kaling krönte ihr Haupt lieber mit Gold und blauen Edelsteinen. Ausgedacht hat sich ihre etwas überdimensionierte Krone der griechische Designer Vassilis Zoulias, der auch das silberne Kleid der Schauspielerin entworfen hat. Ihre Kollegin Kate Bosworth drapierte ihren perlenbesetzten Schleier über eine schimmernde Tüllrobe von Oscar de la Renta.

Fotostrecke

Met Gala: Wie im Mode-Himmel

In Sachen Kopfbedeckung den Vogel abgeschossen hat aber Rihanna. Der Popstar trug eine mit Perlen und Kristallen verzierte Mitra. Wenn irgendjemand eine Bischofsmütze sexy machen kann, dann sie. Auch der Rest ihres Ornats von Maison Margiela Artisanal war ein Hingucker: ein weißes Bustierkleid, darüber ein Rock und eine passende Jacke, in 500 Stunden Handarbeit über und über mit Perlen und schwarzen Edelsteinen bestickt. Dazu Diamanten besetzte Stilettos und ein Fußkettchen.

Die Grammy-Gewinnerin legte auch in diesem Jahr wieder den stärksten Auftritt hin. Organisatorin Anna Wintour hatte sie wohl in weiser Voraussicht zur Co-Gastgeberin bestimmt.

Diese Rolle fiel auch Amal Clooney zu. Die Menschenrechtsanwältin machte mit ihrem Outfit auch akustisch auf sich aufmerksam. An ihr silbernes Top war ein langer Rock mit Rosenmotiven angenäht, der bei jedem Schritt laut raschelte. Drunter trug Clooney mitternachtsblaue Hosen. Als Eye Candy fungierte ihr Mann George Clooney. "Ich bin die Blume an ihrer Seite", scherzte er mit Reportern beim Einlass.

Die Gastgeberin selbst erschien in einem perlenbestickten cremeweißen Chanel-Kleid. Ihr vergleichsweise bescheidenes Outfit garnierte "Vogue"-Chefin Anna Wintour mit einer langen Silberkette mit Kreuzanhänger. Hier wollte jemand anderen den großen Auftritt überlassen.

Stilvoll im Kleid vom Discounter

Dass es dafür nicht unbedingt viel Geld braucht, bewies Olivia Munn. Ihr goldenes Kleid kommt von H&M. Auf dem Kopf trug das Model eine Kettenhaube. Das ist zwar eher ritterlich als himmlisch, aber mit Verweis auf die Kreuzritter geht das wohl auch in Ordnung. Einen ganz ähnlichen Kopfschmuck hatte auch die Schauspielerin Priyanka Chopra auf. Allerdings sah das Edelmetall bei ihr noch besser aus, denn sie unterstrich es mit einer roten Samtrobe von Ralph Lauren.

Männer waren natürlich nicht nur als Staffage oder Designer anwesend, sondern auch als Gäste. Allerdings haben sie es vergleichsweise schwer aufzufallen in ihren schwarzen Smokings. Das dachten sich wohl auch die Rapper Offset, Quavo und Takeoff, die von Kopf bis Fuß in Versace eingekleidet waren. Dazu gab es reichlich Bling-Bling-Schmuck. Die Mischung aus farbiger Seide und Gold fiel zwar auf, aber nicht unbedingt positiv.

Auch Jared Leto wählte einen Designer aus Italien. Allerdings machte der Oscar-Preisträger in seinem babyblauen Gucci-Anzug keine Bella Figura. Der Gebetsschal auf seinen Schultern und der Lorbeerkranz im Haar machten es nicht besser. Ganz im Gegenteil. Immerhin sieht er mit seiner Frisur und seinem Vollbart aus wie der auferstandene Heiland.

REUTERS

Der heilige Jared

Schicker war da Donald Glover, der sich ebenfalls für Gucci entschied, aber halt alles eine Nummer kleiner. Für Aufsehen sorgt vielmehr sein neues Musikvideo, das in zwei Tagen 30 Millionen Mal abgerufen wurde.

Sean "Diddy" Comps macht sein Geld inzwischen eher mit hartem Alkohol statt mit hartem Rap. Zur Met-Gala erschien er komplett in Weiß, ebenso wie Lewis Hamilton der aufgrund eines Werbedeals von nun an bei solchen Anlässen immer in Tommy Hilfiger aufkreuzen muss. Auf Nummer sicher gingen Idris Elba und Nick Jonas: schwarzer Anzug, Kreuzkette. Weniger ist eben manchmal mehr.

Welches Outfit gefällt Ihnen am besten? Stimmen Sie ab!

Und so geht's: Sie sehen zwei Fotos im Vergleich. Klicken Sie auf das Outfit, das Ihnen besser gefällt. Das andere verschwindet, ein neues erscheint - wieder können Sie das Ihrer Meinung nach schönere Outfit anklicken. Am Ende bleibt der Siegerlook übrig.

mit Material von AP und dpa

Verwandte Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
TOP