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Modebranche

Stardesigner Raf Simons verlässt Calvin Klein

Streit um die künftige Ausrichtung: Stardesigner Raf Simons hört nach zweieinhalb Jahren bei Calvin Klein auf. Wer ihm nachfolgt, ist noch unklar.

Getty Images

Raf Simons

Samstag, 22.12.2018   11:17 Uhr

Der belgische Modedesigner Raf Simons verlässt nach knapp zweieinhalb Jahren seinen Posten als Kreativdirektor beim US-Unternehmen Calvin Klein. "Beide Seiten haben sich einvernehmlich darauf geeinigt, getrennte Wege zu gehen", erklärte der Mutterkonzern PVH am Freitag. Demnach hat sich die Modefirma für eine neue Markenausrichtung entschieden, "die von Simons' kreativer Vorstellung abweicht".

PVH teilte nicht mit, wann der Belgier das Unternehmen verlassen werde, doch laut "New York Times" handelt es sich um einen fristlosen Abschied - obwohl Simons' Vertrag ohnehin in weniger als sechs Monaten endet. Unklar blieb, wohin der 50-Jährige als nächstes gehen wird und wer ihn bei Calvin Klein beerben soll.

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Nach vier Jahren beim Modehaus Dior war Simons im August 2016 zu Calvin Klein gewechselt. Seine innovativen Kollektionen wurden von der Modewelt gelobt, er erhielt drei Auszeichnungen vom US-Berufsverband der Modedesigner CFDA.

Doch bereits im November gab es erste Gerüchte über seinen Abschied, als ihn PVH-Chef Emanuel "Manny" Chirico für sinkende Verkaufszahlen mitverantwortlich machte. Chirico kündigte zugleich einen kommerzielleren Vermarktungsansatz an.

Der New Yorker Calvin Klein gründete die Modemarke im Jahr 1968 und verkaufte sie im Jahr 2003 an den Bekleidungskonzern PVH, zu dem auch die Marke Tommy Hilfiger gehört.

hej/AFP

insgesamt 1 Beitrag
dasfred 22.12.2018
1. Soviel zu großen Marken
Da sind Designer nur dazu da, den Umsatz zu steigern. Ob das Design oder die Qualität Topp sind, interessiert die Investoren nicht. Heute zählt nur Masse bei hoher Handelsspanne. Das man eine Marke, einen Namen damit entwertet [...]
Da sind Designer nur dazu da, den Umsatz zu steigern. Ob das Design oder die Qualität Topp sind, interessiert die Investoren nicht. Heute zählt nur Masse bei hoher Handelsspanne. Das man eine Marke, einen Namen damit entwertet spielt keine Rolle.

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