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17.09.2010
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TV-Einfluss auf Berufswahl

Glotze hilf, was soll nur aus mir werden?

Fernsehende Kinder: Wie sehr beeinflussen TV-Serien die Berufswahl?
Getty Images

Fernsehende Kinder: Wie sehr beeinflussen TV-Serien die Berufswahl?

Jungs werden eher Automechaniker und Mädchen Verkäuferinnen - und Schuld ist angeblich die Glotze. Das Bildungsministerium hat herausgefunden: Das Fernsehen beeinflusst die Berufswahl stark. In gängigen TV-Serien sind einfach zu wenig Frauen in technischen Berufen zu sehen.

Nach der Schule zeigt es sich immer wieder: Viele Jungs wollen am liebsten Automechaniker werden, Mädchen entscheiden sich am häufigsten für eine Ausbildung als Bürokauffrau oder Verkäuferin. Eine mögliche Erklärung für die traditionelle Geschlechtertrennung bei der Berufswahl liefern jetzt die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter gut 2450 Jugendlichen, die vom Bundesbildungsministerium in Auftrag gegeben wurde.

Demnach haben Fernsehserien einen erheblichen Einfluss auf die Berufswünsche der Kids. In den Serien seien berufstätige Protagonistinnen zwar mittlerweile selbstverständlich. Es gebe aber so gut wie nie Frauen zu sehen, die in technischen oder wissenschaftlichen Berufen arbeiteten.

Und: "Sie werden nur selten über ihre Berufsrolle definiert", so das Bildungsministerium . "Bei 56 Prozent der männlichen, aber nur bei 40 Prozent der weiblichen Haupt- und Nebenrollen steht der Beruf im Zentrum des Handelns."

In der Umfrage gaben knapp zwei Drittel der Mädchen an, in TV-Serien zumindest gelegentlich Interessantes über Berufe erfahren zu haben. Fast jede vierte Befragte ist durch Filme und Serien sogar auf ihren späteren Wunschberuf aufmerksam geworden. Damit hat das Fernsehen für deutlich mehr junge Frauen einen Einfluss auf die Berufswahl als der Schulunterricht (13 Prozent) oder die Berufsberatung (17 Prozent).

otr/apn

Forum

Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 22 Beiträge
1. Unsinn
Lebkuchenkiller 17.09.2010
Wieviel Jungs und wieviel Mädchen basteln als Schüler in ihrer Freizeit an Mopeds herum ?
Zitat von sysopJungs werden eher Automechaniker und Mädchen Verkäuferinnen -*und Schuld ist angeblich die*Glotze. Das Bildungsministerium hat herausgefunden: Das Fernsehen beeinflusst die Berufswahl stark.*In gängigen TV-Serien sind einfach zu wenig Frauen in technischen Berufen zu sehen. http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,718090,00.html
Wieviel Jungs und wieviel Mädchen basteln als Schüler in ihrer Freizeit an Mopeds herum ?
2. Warum der Fokus auf Mädchen und technische Berufe
bolonch 17.09.2010
Vielleicht spiegelt das Fernsehen einfach die Realitaet wider? Wieviele Automechanikerinnen kennen Sie denn? Was mich wundert ist, das der Fokus bei solchen Untersuchungen immer bei den technischen Berufen liegt. Warum [...]
Zitat von sysopJungs werden eher Automechaniker und Mädchen Verkäuferinnen -*und Schuld ist angeblich die*Glotze. Das Bildungsministerium hat herausgefunden: Das Fernsehen beeinflusst die Berufswahl stark.*In gängigen TV-Serien sind einfach zu wenig Frauen in technischen Berufen zu sehen. http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,718090,00.html
Vielleicht spiegelt das Fernsehen einfach die Realitaet wider? Wieviele Automechanikerinnen kennen Sie denn? Was mich wundert ist, das der Fokus bei solchen Untersuchungen immer bei den technischen Berufen liegt. Warum kuemmert sich niemand darum, dass Maenner in den sozialen Berufen krass unterrepraesentiert sind? Wenn der Einfluss des Fernsehens so gross ist frage ich mich allerdings warum es mittlerweile mehr Aerztinnen als Aerzte gibt obwohl im Fernsehen die Top-Aerzte fast immer Maenner sind.
3. Auf Thema antworten
Marshmallowmann 17.09.2010
Schlicht und einfach falsch. Eine andere Untersuchung ergab etwas komplett anderes - nämlich dass Jungs aufgrund der vielen GrundschullehrerINNEN in diese Ecke geschoben werden und Mädchen in die andere. Dies halte ich für [...]
Schlicht und einfach falsch. Eine andere Untersuchung ergab etwas komplett anderes - nämlich dass Jungs aufgrund der vielen GrundschullehrerINNEN in diese Ecke geschoben werden und Mädchen in die andere. Dies halte ich für durchaus realistischer. Denkt ihr wirklich Fernsehn kann da irgend etwas beeinflussen? Ich denke nicht. Denn keine der Sendungen ist auf die typisch deutschen Bilder ausgelegt.
4. Glaub ich nicht
peter78 17.09.2010
Hier wollen alle Jungs Fußballstar werden und die Mädels Supermodels. Sie tun aber alle nix dafür...
Zitat von sysopJungs werden eher Automechaniker und Mädchen Verkäuferinnen
Hier wollen alle Jungs Fußballstar werden und die Mädels Supermodels. Sie tun aber alle nix dafür...
5. Wieder eine Studie, die die Welt nicht braucht
Larnaveux 17.09.2010
Aha, Kinder lassen sich also im Berufswunsch vom Fernsehen beeinflussen. Verzeihung, bei den Mädchen ist das so. Über die Jungen steht wenig in dem Artikel. Eigentlich steht, je länger man darüber nachdenkt, gar nichts in dem [...]
Aha, Kinder lassen sich also im Berufswunsch vom Fernsehen beeinflussen. Verzeihung, bei den Mädchen ist das so. Über die Jungen steht wenig in dem Artikel. Eigentlich steht, je länger man darüber nachdenkt, gar nichts in dem Artikel. Die Redaktion hat sich eine Studie genommen, vermutlich irgendwelche Zahlen daraus gerissen und in den Text gehustet. Was will uns das Miniexzerpt jetzt eigentlich sagen? Ist es schlimm, dass das Fernsehen Kinder beeinflusst? Oder ist das eine Gegenthese wegen einer anderen Studie, die vor einiger Zeit genau das Gegenteil bewiesen hatte (merke: Traue nur den Statistiken, die du selbst fälschst!)? Sollen jetzt mehr Frauen als Autoschrauber in die TV-Serien, um dem verderblichen Trend entgegenzuarbeiten? Wir hatten ja schon eine TV-Serien-Powerschweißerin, die gezeigt hat, dass Frauen eigentlich die besseren Männer sind: "Eine für alle - Frauen können's besser". Der Titel war bereits Programm und müsste dem hier verantwortlichen Redakteur eigentlich Freudentränen in die Augen getrieben haben. Als meine Frau, Vollakademikerin in Leitungsposition, damals von dieser Serie erfuhr, hat sie erst einmal einen minutenlangen Lachanfall bekommen ob der Lächerlichkeit der Botschaft. Ich bin die entsetzliche Quotierung leid. Offenbar ist die Welt ja nicht in Ordnung, wenn Männer und Frauen sich nicht exakt alles hälftig teilen: 50% Manager, 50% Straßenkehrer, 50% Briefträger, 50% Chirurgen, 52,8% Automechaniker... Au weia, hier müssen wir schnell handeln und noch ein paar Mädchen für den Beruf gewinnen... Das Ziel des Fünfjahresplans ist noch nicht erreicht. Das alles ist lächerlich. Ich habe selbst einen technischen Beruf studiert, und ich hatte weibliche Mitstudentinnen. Ja, sie waren in der Minderheit. Na und? Manche waren gut, manche schlecht. Wie bei uns Männern auch. Wieso müssen Menschen dazu getrieben werden, es dem anderen Geschlecht gleich zu machen? Ist die Welt dann besser? Wie wäre es, wenn jeder einfach selbst wählt und beispielsweise ein männlicher Kindergärtner nicht gleich dem Generalverdacht eines Kinderschänders ausgesetzt wird? Oder passt die Erkenntnis, dass es Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, nur nicht in die Ideologie des Gender Mainstreaming, der großen Langeweiler-Gleichmacherei? In der ersten Firma, für die ich arbeitete, war in den tiefen Achtzigern eine Frau die IT-Leiterin und herrschte über die Mainframes. Die Frau war wirklich gut und sehr respektiert. Sie hat den Job bekommen, weil sie gut war, nicht weil sie eine Frau war. So sollte es auch in Zukunft sein. Hört auf mit den Quotierungen! Die Erziehung sollte natürlich Alternativen anbieten, aber, meine Güte, wenn dann ein Junge doch mit Autos spielt und ein Mädchen mit Puppen, dann lasst sie doch! Menschen sind Individuen, und ich bin sehr zufrieden, dass das so ist. Vielleicht wird aus dem puppenspielenden Mädchen eine Automechanikerin und aus dem autospielenden Jungen ein Einzelhandelskaufmann. Und wenn nicht? Na und?
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