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30.06.2008
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Trendleiden Aufschieberitis

Ich prokrastiniere, also bin ich

Von Kai Schwind

6. Teil: Robert in der Selbstbestätigungsfalle

Robert, 30, Werbetexter:

"Wenn ich ganz ehrlich bin, macht es manchmal auch Spaß, Sachen aufzuschieben und sich damit in Schwierigkeiten zu bringen. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man bestimmten Kunden absagen muss, weil man soviel zu tun hat.

Auch im Freundeskreis würde ich mir komisch vorkommen, wenn ich zugeben müsste, dass ich eigentlich gar nicht so beschäftigt bin, wie ich immer vorgebe. Durch das Aufschieben liegt ja dann tatsächlich immer irgendwas an - und das bedeutet dann auch, dass ich gebraucht werde."

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