17.03.2009
Generation Doof
So werden Sie smart
Stell dir ein lockeres Gespräch mit deinem Lehrer, deinem Chef oder dem Vater deiner neuen Flamme vor. Du willst beeindrucken, aber plötzlich steht sie im Raum: eine fiese Wissensfrage, die wie ein Grippevirus direkt auf das Immunsystem deines nicht vorhandenen Allgemeinwissens losgeht.
"Meine Frau und ich haben Karten für ein Konzert von Claude Debussy geschenkt bekommen. Haben Sie sich auch schon mit seinem Werk beschäftigt?" Dein erster Gedanke ist: "Bussi?! Was um Himmels willen will der mir damit sagen?" Der zweite: "Wie komme ich aus der Nummer raus, ohne mich als Kulturprolet für immer in seinem Gedächtnis einzubrennen?"
Der erste Schritt der Krisenbewältigung ist Selbsterkenntnis - akzeptiere dein Nichtwissen als natürlichen Aggregatzustand. Sag einfach: "Ich habe mich bisher nie mit Claude Dingsbussi beschäftigt, es hat sich einfach nicht ergeben. Aber ich wüsste gerne, warum Sie so von ihm fasziniert sind."
Wenn du deine Schwäche zugibst und den anderen um Aufklärung bittest, kannst du vielleicht sogar unversehens alle Trümpfe in der Hand halten - nämlich dann, wenn sich der vermeintliche Besserwisser selbst als Fake entpuppt und beginnt, um Worte zu ringen. In vielen Situationen ist dieses Verfahren aber keine gute Idee: in Bewerbungsgesprächen, auf Stehpartys, vor Fernsehkameras, in Prüfungen - einfach überall dort, wo du gerne Eindruck schinden möchtest.
Hier lernst du deshalb, Situationen zu meistern, in denen Wissen verlangt wird, von dem du keinen blassen Schimmer hast. Denn es gibt einige Tricks, mit denen du Gedächtnisausfall geschickt kaschieren und Wissen kunstvoll vortäuschen kannst - ein Ratgeber von Anne Weiss und Stefan Bonner. Die Autoren des Bestsellers "Generation Doof" haben soeben mit "Doof it yourself" nachgelegt.