03.08.2012
Spitzensport und Studium
Ich bin dann mal Olympionike
Während der Olympischen Spiele ist Sport alles - zumindest für die Athleten, die derzeit in Großbritannien gegeneinander antreten. Für manche Spitzensportler gibt es auch vor und nach einem solchen Großereignis: Training, Wettkämpfe und noch mehr Training. Ein Zustand, den die Olympia-Zweite Lu Ying, 23, über 100 Meter Schmetterling für ihr Heimatland so beschrieb: "In China heißt es nur lernen, lernen und trainieren, trainieren und dann ausruhen."
Solche Phasen sind auch deutschen Spitzenathleten bekannt, die neben ihrer Sportkarriere noch ein Studium absolvieren. Die einen suchen intellektuellen Ausgleich zur körperlichen Arbeit auf Laufbahn, Pferd und im Schwimmbecken, andere wollen sich den Weg in einen soliden Beruf ebnen.
Im 392-köpfigen deutschen Olympia-Team stecken rund 40 Prozent der Sportler in einem Studium, während etwa die Hälfte schon einem Beruf nachgeht (Wer welchen Beruf ausübt, verrät das Berufe-Quiz der Olympioniken im KarriereSPIEGEL). Berufssportler nennt sich heute nur noch etwa jeder Zehnte.
Bildungsexpansion bei den deutschen Olympia-Sportlern
Seit den Spielen in Sydney vor zwölf Jahren steigt die Quote der studierenden deutschen Olympioniken ständig an. War es damals noch gut ein Viertel, studierte 2004 in Athen bereits jeder Dritte. In Peking 2008 war ihr Anteil bereits auf 37 Prozent gewachsen, rechnet der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband vor.
Der Altersdurchschnitt der Studenten im aktuellen Olympia-Team liegt bei 25,5 Jahren. Zu den Teilnehmern, die Sport und Studium kombinieren, gehören zum Beispiel die Schwimmerin Britta Steffen, die Speerwerferin Christina Obergföll und der Judoka Ole Bischof, Oympia-Zweiter in der Gewichtsklasse bis 80 Kilo.
Klicken Sie auf die Bilder, um herauszufinden, wie diese Athleten Hörsaal und Sportplatz oder -halle unter einen Hut bringen - und warum das oft ein bisschen länger dauert.
son/dpa

