19.01.2013
Uni-Zensuren im Statistikcheck
Überall nur Kuschelnoten?
Simple Statistik: Früher war es weder härter noch fairer
Einserinflation! Weichspülnoten! Softiestudium! Zu Beginn dieses Wintersemesters ging ein Aufschrei durch die Republik - die Noten an Universitäten würden immer besser, hieß es. Professoren verteilten Einsen und Zweien wie am Fließband, schrieb der Wissenschaftsrat. Ein Blick in die Statistik zeigt jedoch: Seit den neunziger Jahren haben sich die Zensuren in wichtigen Fächern nicht oder nur minimal verändert.
Auch die durchschnittliche Abschlussnote aller Fächer zusammen - und das sind mehr als 270 - verbesserte sich innerhalb von zehn Jahren nur um eine Stelle hinterm Komma: Im Jahr 2000 schlossen Studenten im Durchschnitt mit einer 2,2 ab, im Jahr 2010 verließen sie die Uni mit einer 2,1. Früher, liebe Nörgler, war es also weder härter - noch fairer.