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27.02.2013
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Online-Panne

Professor schaut Pornos und alle schauen zu

Corbis

Sexvideo am Arbeitsplatz: Premium-Account für den Professor

Weil er in einem Hörsaal ein Sexvideo schaute, hat ein belgischer Professor mächtig Ärger. Zwar war die Vorlesung vorbei, im Hintergrund aber lief der Beamer weiter. Per Live-Stream wurde der private Spaß ins Netz übertragen. Die Uni will den Belgier nicht mehr einladen.

Einem belgischen Professor wurde das Studium einer nicht jugendfreien Sexseite zum Verhängnis. Offenbar packte den Gastdozenten an der niederländischen Universität Wageningen derart die Lust, dass er sich direkt nach Vortragsende auf seinem Computer ein Pornovideo anschaute.

Unglücklicherweise vergaß der Hochschullehrer dabei, die Verbindung zum Beamer zu beenden, und so wurde das private Vergnügen in Großaufnahme auf die Leinwand des Hörsaals übertragen. Zwar befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine Studenten mehr im Raum, die Vorlesungsreihe wurde jedoch auch live ins Netz gestreamt. So konnte jeder, der eingeloggt war, den Professor dabei beobachten, wie er sich konzentriert durch das einschlägige Angebot klickte.

Screenshot der amerikanischen Website Gawker.com

Die verdutzten Studenten, die noch vor den Laptops saßen, lernten unfreiwillig eine sehr private Seite ihres Dozenten kennen. Ein Screenshot der Szene wurde schließlich der Uni-Leitung zugespielt - und zusätzlich dutzendfach im Internet zusammen mit dem verfänglichen Link verbreitet.

Netzwerk nicht für Pornografie gedacht

Die Universität Wageningen reagierte verständlicherweise verschnupft auf die delikate technische Panne ihres belgischen Besuchers: Es sei verboten, sich über das Netzwerk der Universität Pornografie anzuschauen, zitiert die niederländische Nachrichtenseite blikopnieuws.nl die Universitätsleitung. Während Angestellte der Uni in diesem Fall mit einer Verwarnung rechnen müssen, wurde der Gastdozent für zukünftige Vorlesungen ausgeladen.

Der ertappte Hochschullehrer war aus dem Nachbarland an die Universität für Lebens- und Agrarwissenschaften gekommen, um einen Vortrag über Lebensmittelchemie zu halten. Nach Aussagen von mehreren Studenten, sei er dabei ein ausgezeichneter Dozent gewesen.

Schwacher Trost für den Professor: Angeblich haben sich die Betreiber der entsprechenden Porno-Website schon bei ihm gemeldet und ihm einen kostenlosen Premium-Account angeboten. Diesen sollte er in Zukunft allerdings möglichst privat nutzen.

Deutschlands bekanntester Aufklärer

jon

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insgesamt 73 Beiträge
1. Guten Morgen
troncologne 27.02.2013
Mit solchen Nachrichten starte ich schon viel besser gelaunt ind den neuen Tag. Und schaue zukünftig definitiv zweimal nach, ob ich noch mit dem Beamer verbunden bin ...
Mit solchen Nachrichten starte ich schon viel besser gelaunt ind den neuen Tag. Und schaue zukünftig definitiv zweimal nach, ob ich noch mit dem Beamer verbunden bin ...
2.
crancydog2013 27.02.2013
ich bin selber student und finde das ereignis sehr erheiternd. allerdings sind professoren auch nur menschen, die nicht immer unbedingt pfiffig sind und da kann sowas peinliches schon mal geschehen.... hinnehmbar ist dies [...]
ich bin selber student und finde das ereignis sehr erheiternd. allerdings sind professoren auch nur menschen, die nicht immer unbedingt pfiffig sind und da kann sowas peinliches schon mal geschehen.... hinnehmbar ist dies selbstverständlich nicht, so wie es in jedem anderen job auch nicht tolerierbar ist... daher eigentlich nicht unbedingt schlagzeilentauglich, aber zum schmunzeln hat der artikel gereicht!
3. Komische Welt
vogelskipper 27.02.2013
Hätte der gute Mann einen Rambo Film angesehen, wo innerhalb von 10 Minuten 100 Leute niedergemetzelt werden, dann wäre das für seine weiteren Vorträge sicherlich ohne Konsequenzen geblieben. Aber die natürlichste Sache der [...]
Hätte der gute Mann einen Rambo Film angesehen, wo innerhalb von 10 Minuten 100 Leute niedergemetzelt werden, dann wäre das für seine weiteren Vorträge sicherlich ohne Konsequenzen geblieben. Aber die natürlichste Sache der Welt anzuschauen ist in 2013 immer noch ein großes Tabu. Dabei hat sicher jeder Student schon einmal einen Porno gesehen, er dozierte ja nicht an der Grundschule. Vielleicht hatte der arme Mann bei sich daheim nur eine ultralangsame Internet Leitung, die solche Filmchen nur als Diashow ermöglichte...
4. Sorry, aber darum geht es nicht.
Bernd_1961 27.02.2013
Es geht darum, das er sich die Seiten über das Schulnetzwerk angesehen hat, sozusagen auch während der Arbeitszeit. Ob Porno, Horror oder Gemetzel, das ist dabei völlig belanglos.
Zitat von vogelskipperHätte der gute Mann einen Rambo Film angesehen, wo innerhalb von 10 Minuten 100 Leute niedergemetzelt werden, dann wäre das für seine weiteren Vorträge sicherlich ohne Konsequenzen geblieben. Aber die natürlichste Sache der Welt anzuschauen ist in 2013 immer noch ein großes Tabu. Dabei hat sicher jeder Student schon einmal einen Porno gesehen, er dozierte ja nicht an der Grundschule. Vielleicht hatte der arme Mann bei sich daheim nur eine ultralangsame Internet Leitung, die solche Filmchen nur als Diashow ermöglichte...
Es geht darum, das er sich die Seiten über das Schulnetzwerk angesehen hat, sozusagen auch während der Arbeitszeit. Ob Porno, Horror oder Gemetzel, das ist dabei völlig belanglos.
5. Ja und?
cor 27.02.2013
Erstens sind Professoren auch nur Menschen und zweitens finde ich es erschreckend, dass so eine Sache im Jahr 2013 überhaupt ein Artikel wert ist.
Erstens sind Professoren auch nur Menschen und zweitens finde ich es erschreckend, dass so eine Sache im Jahr 2013 überhaupt ein Artikel wert ist.

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